Sport in Zeiten von Corona

Die hessischen Sportvereine können auch 2021 von der Corona-Vereinshilfe profitieren.

Lesedauer:2 Minuten:
Die Hessische Landesregierung steht fest an der Seite der Vereine, damit Angebote zu aktiver sportlicher Betätigung in Stadt und Land auch nach der Pandemie weiter fortbestehen. Unsere Sportvereine waren vor Corona topfit, jetzt helfen wir ihnen mit unserem Programm raus aus der Krise.
Peter Beuth, Sportminister

Derzeit werden vereinzelt Vereine unter der vermeintlichen Absenderschaft des HMdIS angeschrieben und aufgefordert, einen Antrag auf Corona-Vereinshilfe an die Adresse corona-vereinshilfe@sport-hessen.de zu schicken.

Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um gefälschte Schreiben handelt. Das HMdIS geht nicht von sich aus auf Vereine zu und fordert sie zur Antragstellung auf. Wir werden ausschließlich auf einen Antrag oder eine Nachfrage des Vereins und damit auf Ihre Veranlassung hin tätig.

Das Auftreten des neuen Corona-Virus stellt Hessen vor die vielleicht größte Herausforderung der letzten Jahrzehnte. Die zum Schutz der Bevölkerung ergangenen Regeln und Maßnahmen setzen das gewohnte soziale Miteinander, aber auch das Wirtschaftsleben zum großen Teil außer Kraft. Dadurch wird vielen gesellschaftlichen Bereichen die Lebensgrundlage zumindest vorübergehend entzogen. Der auf Gemeinnützigkeit und dem ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder aufbauende organisierte Sport ist von dieser Entwicklung ganz besonders betroffen und in seiner Existenz bedroht.

Der Hessischen Landesregierung ist es in dieser Situation ein besonderes Anliegen, das Sportland Hessen mit seiner in Jahrzehnten gewachsenen und bewährten Sportstruktur zu erhalten. Die rund 7.600 hessischen Sportvereine und die Sportverbände, die alle einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt erbringen, sollen nach dem Ende der Krise ihre Arbeit möglichst in dem früheren Maße fortsetzen können.

Um die finanziellen Folgen der Corona-Virus-Pandemie zu minimieren, können Sportvereine von verschiedenen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen profitieren, beispielsweise den Regelungen zum Kurzarbeitergeld. Auch die Überbrückungshilfen des Bundes sind für Vereine mit wirtschaftlichem Geschäfts- und/oder Zweckbetrieb zugänglich.

Mehr Informationen zu der ÜberbrückungshilfeÖffnet sich in einem neuen Fenster
Mehr Informationen zu der Novemberhilfe/DezemberhilfeÖffnet sich in einem neuen Fenster

In Ergänzung zu diesen Maßnahmen hat die Hessische Landesregierung im Jahr 2020 das Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ speziell für die Existenzsicherung von gemeinnützigen (Sport-)Vereinen aufgestellt. Dieses Programm wird 2021 fortgeführt. Anträge auf Corona-Vereinshilfe können bis Ende des Jahres beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport eingereicht werden. Richtlinie und Antragsformular finden Sie zusammen mit weiterführenden Informationen am Ende der Seite.

Voraussetzung für die Beantragung der Corona-Vereinshilfe ist, dass der Verein im ideellen Bereich oder in der Vermögensverwaltung aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzbedrohliche finanzielle Notlage und/oder einen Liquiditätsengpass geraten ist. Der ideelle Bereich stellt die eigentliche Vereinsarbeit dar. Damit sind alle Tätigkeiten gemeint, die unmittelbar dazu dienen, den steuerbegünstigten Zweck zu erreichen. Bei Sportvereinen zählen hierzu klassische Einnahmen wie Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse und Spenden und Ausgaben wie z.B. Kosten für Freizeitsport oder Jugendarbeit und Verbandsbeiträge.

Besteht ein Verein sowohl aus einem ideellen als auch einem wirtschaftlichen Geschäfts- und Zweckbereich und ist er in beiden Bereichen durch die Corona-Virus-Pandemie von einem existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass bedroht, dann kann er jeweils einen Antrag auf Gewährung finanzieller Hilfe nach der Richtlinie zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ und auf Corona-Überbrückungshilfe stellen.

Die Corona-Vereinshilfe zielt auf die Beseitigung einer Existenzbedrohung in Folge mangelnder Liquidität, eine allgemeine Kompensation entgangener Einnahmen ist dagegen nicht vorgesehen und damit auch nicht förderfähig. Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn der Antragsteller Forderungen zu befriedigen hat, für deren Begleichung absehbar keine ausreichenden liquiden Mittel zur Verfügung stehen, wobei die Förderung ausschließlich für das Jahr 2021 beantragt werden kann. In Abhängigkeit von der durch die Corona-Virus-Pandemie bedingten finanziellen Belastung des Vereins im Jahr 2021 werden Billigkeitsleistungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro gewährt. Die Notlage des Vereins ist durch geeignete Angaben seitens des Antragsstellers auf dem Antrag zu erläutern. In besonders begründeten Einzelfällen kann eine erneute Billigkeitsleistung nach § 53 LHO beantragt werden, um einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass des Vereins abzuwenden, wobei der Gesamtbetrag von 10.000 Euro pro Antragsteller nicht überschritten werden darf.

Der Nachweis der Verwendung erfolgt anhand einer rechtsverbindlich unterzeichneten Empfangs- und Verwendungsbestätigung, die im Downloadbereich unten auf der Seite heruntergeladen werden kann.

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Um interaktive PDF-Formulare am PC auszufüllen, müssen Sie diese lokal auf Ihrem Rechner abspeichern und mit der aktuellen Version des (kostenlosen) Acrobat Reader oder einem vergleichbaren Programm öffnen.

Download

Sportförderrichtlinie

Die am 4. Juni 2020 schlussgezeichnete Sportförderrichtlinie gibt einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten in Hessen im nichtinvestiven Bereich.

Schlagworte zum Thema