Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
§ 30 des Staatsangehörigkeitsgesetzes

Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit

fotolia_1114259_carmen_steiner_480px.jpg

Eine dicke Akte
© Carmen Steiner / Fotolia.com

Das Bestehen oder Nichtbestehen der deutschen Staatsangehörigkeit kann im Rahmen eines besonderen Verfahrens von der Staatsangehörigkeitsbehörde verbindlich festgestellt werden, § 30 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG).

Das so genannte Feststellungsverfahren setzt einen Antrag voraus, kann bei Vorliegen eines öffentlichen Interesses aber auch ohne einen Antrag von Amts wegen betrieben werden. Für die Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit werden schriftliche Beweismittel, wie z.B. Personenstandsurkunden, Auszüge aus dem Melderegister, Wehrpässe, Beamtenernennungen, Einbürgerungsurkunden, Staatsangehörigkeitsausweise oder sonstige deutsche Personalpapiere benötigt. Auf dieser Grundlage muss das Bestehen der deutschen Staatsangehörigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit feststellbar sein.

Wird das Bestehen der deutschen Staatsangehörigkeit auf Antrag festgestellt, fertigt die Behörde einen Staatsangehörigkeitsausweis aus; die Gebühr hierfür beträgt 25€. Zuständige Behörden sind die Magistrate der Kreisfreien Städte sowie die Kreisausschüsse der Landkreise.