Corona-Pandemie

Einschränkungen des Sportbetriebs beschlossen

Thema: 
Sport
04.11.2020Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

Die Vereine erhalten weiterhin finanzielle Hilfe.

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Tennis
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Um die stark ansteigenden Infektionen mit dem Corona-Virus in Hessen einzudämmen, hat die Landesregierung nach Beratungen mit den Kommunalen Spitzenverbänden auch für den Sportbetrieb erhebliche Einschränkungen treffen müssen. Ab dem 5. November 2020 müssen alle Einrichtungen des Freizeit- und Breitensportbetriebs geschlossen werden. Dies gilt für gedeckte Sportanlagen wie Hallen oder Schießstände und auch für Sportanlagen im Freien.

Pandemie eindämmen

Die Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen, ist aber angesichts der übergeordneten Ziele das Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten sowie Kindern und Jugendlichen weiterhin den Zugang zu Bildung und Betreuung zu ermöglichen, notwendig. Der Landesregierung ist aber sehr bewusst, dass die in Hessen organisierten Fachverbände und ihre angeschlossenen Vereine in diesem Jahr mit großem Verantwortungsbewusstsein, Umsicht und Augenmaß Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie umgesetzt haben.

Sport als Individualsport im öffentlichen Raum, also außerhalb von Sportanlagen, zu betreiben, wie etwa Joggen, Radfahren oder Wandern, ist weiterhin unter Beachtung der geltenden Begrenzungen für Personengruppen möglich. Auch Reiten, Rudern oder etwa Segeln im Sinne einer freizeitsportlichen Tätigkeit in der Öffentlichkeit sind unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen weiter möglich. Die Entnahme von Sportgeräten aus Sportanlagen ist zu diesem Zweck gestattet. Das Bewegen von Pferden ist vor dem Hintergrund des Tierwohlgesetzes auch auf der Sportanlage erlaubt, davon nicht umfasst sind Reitkurse, Schulungen, Wettbewerbe oder ähnliches.

Die zweite Welle der Pandemie in Deutschland stellt eine Vielzahl der gemeinnützigen Vereine vor die erneute Belastungsprobe. Die Hessische Landesregierung setzt nach wie vor alles daran, das vielfältige Sport- und Vereinswesen in seiner ganzen Bandbreite zu erhalten und wird weiterhin Unterstützung anbieten.

Vereine unterstützen

Vereine, die in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten, erhalten auch über das Jahr hinaus finanzielle Unterstützung durch das von der Hessischen Landesregierung im Frühjahr auferlegte Landesprogramm „Weiterführung der Vereinsarbeit“. Dadurch soll der finanzielle Schaden, der durch die erneut notwendig gewordenen Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus entstanden ist, in den Vereinen abgefedert werden.

Spitzen- und Profisport ermöglichen

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie der Schulsport sind gestattet, sofern ein umfassendes Hygienekonzept vorliegt und die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden. Dies umfasst nicht nur den Berufssport, sondern auch den Nachwuchsleistungssport in olympischen und paralympischen Sportarten, der weiterhin den Trainings- und Wettkampfbetrieb fortsetzen darf.

Sport alleine, zu Zweit oder mit maximal zwei Hausständen

Bürgerinnen und Bürger können das Sporttreiben in der Öffentlichkeit entweder alleine, zu Zweit oder mit den Angehörigen des eigenen oder eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens zehn Personen ausführen. Das erlaubt es etwa den Familien im öffentlichen Raum, zusammen Sport zu treiben und zum Beispiel eine Radtour zu machen. Diese Regelung ist im Sinne eines gesundheitssportlichen und freizeitsportlichen Charakters zu verstehen.

Kontakt für Pressevertreter

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Michael Schaich
Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
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