Landesbeauftragte zu Gast bei traditionellem Waldfest

Heimattreffen der Siebenbürger Sachsen

Heimattreffen der Siebenbürger Sachsen
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18.08.2019: Neu-Isenburg. Die Siebenbürgische Tanzgruppe Mittelhessen begeistert mit traditionellen Tänzen.
© LBHS

Neu-Isenburg. Alljährlich lädt der hessische Landesverband der Siebenbürger Sachsen zu seinem Waldfest und traditionellen Heimattreffen im Sportpark Neu-Isenburg. Als Ehrengast überbrachte die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, bei bestem Sommerwetter an die zahlreich erschienenen Anwesenden aller Altersgruppen die Grüße der Hessischen Landesregierung.

Inmitten des waldreichen Karpatenbogens im Zentrum des heutigen Rumäniens, hatten sich die als „Saxones“ bezeichneten deutschen Siedler im Hochmittelalter niedergelassen und zahlreiche Siedlungen sowie Städte begründet. Hierbei handelt es sich bis heute um die älteste noch bestehende deutsche Siedlergruppe in Osteuropa. Seit den 1970er Jahren und insbesondere nach 1990 siedelte jedoch die überwiegende Mehrheit in die Bundesrepublik Deutschland aus. Von 300.000 im Jahr 1930 noch in Rumänien lebenden Siebenbürger Sachsen, sind dort bis heute nur noch ca. 15.000 Landsleute verblieben. Die acht Jahrhunderte zurückreichende deutsche Siedlungsgeschichte im „Land jenseits der Wälder“, wie ihre transsilvanische Heimat ebenfalls genannt wird, hat indes eine überaus reiche und vielfältige Kultur hervorgebracht, welche sich die Volksgruppe bis in die Gegenwart erhalten konnte. Verbandsmitglieder und Gäste hatten beim Waldfest in Neu-Isenburg Gelegenheit, sich hiervon persönlich zu überzeugen. Während das abwechslungsreiche Programm musikalisch untermalt
wurde von den „Siebenbürger Musikanten Rüsselsheim“, wartete die „Siebenbürgische Tanzgruppe Mittelhessen“ und die Kindertanzgruppe mit traditionellen tänzerischen Darbietungen auf. Siebenbürgische Spezialitäten, wie frisch gebackenen Baumstriezel und „Mici“ genannte
Grillwürstchen, boten einen Eindruck von den kulinarischen Schätzen Siebenbürgens.

Am Nachmittag fanden die Gäste innere Einkehr im Rahmen einer Andacht mit nachdenklichen Worten der Pfarrerin.

„Das mitgebrachte kulturelle Erbe aus Siebenbürgen ist ein überaus wertvoller Teil des kulturellen Erbes des gesamten deutschen Volkes“, erklärte Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf in ihrem Grußwort. „Das, was Siebenbürgen ausmacht, dauerhaft zu bewahren, ist somit eine bedeutsame Aufgabe.“ Sie dankte dem „jungen, dynamischen, mitgliederstarken Verband“ und insbesondere seiner „rührigen Vorsitzenden Ingwelde Juchum“ für das „große Engagement um den Erhalt und die Pflege von Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen sowie ihres Brauchtums. Nur durch den ausdauernden und treuen Einsatz aller Mitglieder im Verband der Siebenbürger Sachsen kann dieser seiner so wichtigen Erinnerungs- und Kulturaufgabe nachkommen.“ 

 

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