„Inklusion – Traumberufe“

Inklusion an alle herantragen

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Inklusion an alle herantragen
Veröffentlichung der Filmsequenzen auf dem Frankfurter Flughafen am 1. November 2018. Gruppenbild der Verantwortlichen mit Maren Müller-Erichsen und Kinder der Sophie-Scholl-Schule in Gießen.
© LBA

An einem gemeinsamen Filmprojekt „Inklusion – Traumberufe“ haben Studierende des Master-Studiengangs Barrierefreie Systeme Schwerpunkt Planen und Bauen der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) über zwei Jahre hinweg gearbeitet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Caroline Günther, Professorin am Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik und Studiengangsleiterin, stellten sich die Studierenden die zentrale Frage, wie gebaute Umwelt (am Flughafen) sein muss, damit Menschen mit Behinderung gut zu Recht kommen. Zusammen mit den Kooperationspartnern, der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Maren Müller-Erichsen und dem Inklusionsbeauftragten, Reinhard Wagner von der Fraport AG sowie mit der inklusiven Sophie-Scholl-Schule in Gießen hat sich das Projekt „Inklusion Traumberufe“ entwickelt. Neben den Kooperationspartnern hat der Förderverein der Frankfurt University of Applied Sciences e.V. das Projekt unterstützt.

Entstanden sind kurze Filmsequenzen, die am 1. November 2018 von 14 bis 15 Uhr bei einer Filmpremiere am Frankfurter Flughafen vorgestellt wurden und ab November an den Gepäckbändern am Flughafen gezeigt werden sollen. In diesen kurzen Filmsequenzen von jeweils 20 Sekunden zeigen Kinder, mit und ohne Behinderung, in welchem Traumberuf sie gerne später einmal arbeiten würden. Die Filme wurden an der Sophie-Scholl-Schule in Gießen vom ZDF gedreht. Sie zeigen fünf Traumberufe: Polizistin, Kapitän, Rennfahrerin, Zirkusdirektor und Flugbegleiterin. Mit dem Slogan

„Inklusion beginnt im Kopf“ möchten die Studierenden zum Ausdruck bringen, dass Teilhabe eine Frage des Bewusstseins ist. Ziel der Filme ist, Inklusion an alle Menschen in einer selbstverständlichen Art und Weise heranzutragen und Menschen mit und ohne Behinderungen (inter-) national zu sensibilisieren und Signale zu versenden.

Die kurzen Filmsequenzen wurden auch mit Musik und Audiodeskription für Menschen mit Sehbehinderung, ebenfalls mit englischen und deutschen Untertitel veröffentlicht.

Bei der Filmpremiere begrüßte Michael Müller, Vorstand Arbeitsdirektor der Fraport AG, mehr als 65 Gäste im Fraport Forum der Fraport AG. In seinem Grußwort lobte Müller das hohe Engagement für dieses Thema.

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Maren Müller-Erichsen, bedankte sehr sich bei Michael Müller, dass die Fraport AG diese Plattform für die Medienpräsentation zur Verfügung gestellt hat. So werden Signale an die zuschauenden Menschen versendet, um deren Herzen zu berühren. „Nur so können wir unsere Haltung zu unseren Mitmenschen bzw. gegenüber Menschen mit Behinderungen verändern“, sagte die Beauftragte. Sie bedankte sich bei den Kooperationspartnern Prof. Dr. Günther und Reinhard Wagner, die das Projekt von Beginn an mit großem Engagement entwickelten. Besonders den Studierenden, Experten in eigner Sache, ihrer Mitarbeiterin Ayse Oluk und vor allem den kleinen Schauspielerinnen und Schauspielern der Sophie-Scholl-Schule in Gießen und deren Eltern für Ihren großen Einsatz!

Der Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, Prof. Dievernich unterstrich, dass sich die Studierenden und Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Barrierefreie Systeme an der Frankfurt UAS darum kümmern und daran arbeiten, die Welt ein wenig lebenswerter für diejenigen zu gestalten, die Erleichterungen und Unterstützung in der Bewältigung ihres Alltags brauchen. „Der Master-Studiengang Barrierefrei Systeme ist im besten Sinne inter- und transdisziplinär angelegt und trägt damit im Kern das, was seine Studierenden und Absolventinnen und Absolventen einmal tun sollen: über Fachgrenzen hinweg zu denken, sich in Bedürfnisse und Fragestellungen einzufühlen und disziplinübergreifend Lösungen zu entwickeln“, betonte Dievernich.

„Unser Ziel ist es mit den Filmen, Inklusion an alle Menschen in einer selbstverständlichen Art und Weise heranzutragen. Wir möchten das Thema Inklusion aus einer anderen Perspektive beleuchten und in die Öffentlichkeit tragen, um dafür zu sensibilisieren“, so Günther.

„Die Fraport AG konnte in diesem Projekt zwei für uns wichtige Anliegen unterstützen: Die Förderung von Studium und Ausbildung junger Menschen sowie die Förderung des Inklusionsgedankens. Und dabei ist der Flughafen ein Ort der Begegnung von Menschen in all ihrer Vielfalt, aber auch ein Ort, der Träume näherbringt“, so Reinhard Wagner, Inklusionsbeauftragter der Fraport AG.

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