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Innenminister Beuth dankt DOSB für Haltung zum Thema „E-Sport“

Thema: 
Sport
28.01.2019Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

„Computerspielen ist kein Sport“

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Computerspiele
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Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat auf dem Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt dem Verband für seine klare Haltung zum Thema „E-Sport“ gedankt. Der DOSB hatte auf seiner Mitgliederversammlung im Dezember des letzten Jahres die Anerkennung von „E-Sport“ als Sportart abgelehnt. Zudem verabschiedete der DOSB in einem Grundsatzpapier, dass er künftig den Begriff „E-Sport“ in elektronischen Sportartensimulationen (virtuellen Sportarten) und E-Gaming (Ego Shooter und Co.) unterteilt.

Kern des Sports schützen

„Computerspielen ist genauso wenig Sport wie Stricken oder Blockflöten. Zweifelsohne erfordern alle diese Hobbies Konzentration und Fingerfertigkeit, trotzdem sind es zurecht keine anerkannten Sportarten. Die Grundsatzentscheidung des DOSB ist ein kluger Mittelweg und ein guter Kompromiss, weil er die körperliche Bewegung in den Mittelpunkt stellt. Wir müssen mit Wachsamkeit den Sportbegriff vor Vereinnahmung und Verwässerung schützen. Ich lehne keineswegs die E-Gaming-Community ab. Ich bin nur nicht bereit Computerspielen mit dem Attribut Sport, das für etwas völlig Anderes steht, zu adeln. Nur so können wir den Kern des Sports, der so wichtige Werte wie Respekt, Fair Play und Achtung vor dem Mitmenschen verkörpert, vor der gewinnorientierten E-Gaming-Industrie schützen. Es ist unser aller Aufgabe die sozialen Tugenden des Sports zu hüten“, so Peter Beuth.

Der Innenminister betonte, dass die Förderung von Bewegung vom Kindes- bis zum Seniorenalter mehr erfordere, als E-Gaming bieten und leisten könne: „Bewegung in den Lebensalltag einzubauen, Bewegung im Schul- und Berufsalltag zu stärken oder das Erhalten einer stabilen Bewegungsfertigkeit bis ins hohe Alter stellen sportpolitische Aufgaben dar, denen wir uns als Landesregierung verpflichtet fühlen. Sport und Bewegung steigern unser Lebensgefühl und mindern das Risiko für Krankheiten. Deshalb bemühen wir uns um den Erhalt der Integrität des Sports, schaffen Anreize für mehr Bewegung durch verantwortungsvolle Sportprogramme und stärken damit das Ehrenamt in Hessen.“

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