Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Sicherheit

Innenministerium intensiviert die Förderung der Cybersicherheitsforschung

Thema: 
Cybersicherheit
08.02.2017Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

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Treffen mit Vertretern der Forschungseinrichtungen in der Landeshauptstadt
v.l.n.r. Prof. Dr. Dieter W. Fellner, Prof. Dr. Michael Waidner, Innenminister Peter Beuth, Prof. Dr. Peter Buxmann, Prof. Dr. Michael Massoth
© HMdIS

Das Hessische Innenministerium wird seine Forschungsförderung im Bereich der Cybersicherheit intensivieren. „Unser Ziel ist es, im engen Schulterschluss mit unserem Wissenschaftsstandort, innovative Produkte zu entwickeln, die für mehr Datensicherheit im Netz beitragen sollen“, sagte der Hessische Innenminister Peter Beuth anlässlich eines Treffens mit Vertretern der Forschungseinrichtungen in der Landeshauptstadt.

„Die Hessische Landesregierung verfolgt beim Thema Schutz in der virtuellen Welt mit der Agenda ‚Cybersicherheit@Hessen‘ einen ganzheitlichen Ansatz. Wir wollen es Datendieben auf allen Ebenen das Leben so schwer wie möglich machen“, unterstrich der Minister. So habe das Land vor einem Jahr 2,5 Millionen Euro für das „Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit“ zur Verfügung gestellt. Es bietet hessischen Kommunen kostenlos ein ganzes Portfolio an Beratungsleistungen, Analyseinstrumenten und Schulungen, um ihre IT-Infrastrukturen abzusichern. Ziel ist es, die IT vor allem in den kleineren Kommunen sicherer zu machen. Im letzten Jahr hatten schon mehr als 150 Städte und Gemeinden teilgenommen.

Aufbau eines neuen Kompetenzteams

Im Landespolizeipräsidium wird zurzeit ein neues Kompetenzteam aufgebaut, das alle Maßnahmen zur Cybersicherheit identifiziert, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für den Kampf gegen Datendiebstahl und virtuelle Straftaten zu erarbeiten und die eigene Informationstechnik besser vor Angriffen zu schützen. „Virtuelle Straftaten müssen reale Konsequenzen haben, deshalb stärken wir in diesem Jahr die hessische Polizei mit 120 zusätzlichen Stellen im Bereich Cybercrime/Organisierte Kriminalität“, sagte Peter Beuth. Auch das Arbeitsfeld „Digitaler Wirtschaftsschutz“ im Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) wird weiter ausgebaut.

Die enorm hohe Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung digitaler Technologien und die damit einhergehenden verändernden Tatbegehungsweisen der Kriminellen erfordern innovative Sicherheitsbehörden. Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport fördert zurzeit sechs Projekte mit rund 1,2 Millionen Euro im Rahmen der Agenda Cybersicherheit@Hessen.

Ein breites Spektrum abdecken

Die Projekte der Forschungspartner (Technische Universität und Hochschule Darmstadt sowie die Darmstädter Fraunhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie und für Graphische Datenverarbeitung) decken ein breites Spektrum ab: So werden zum Beispiel technische Möglichkeiten erforscht, mit denen vor dem unachtsamen Verschicken von Nacktfotos (sogenanntes „Sexting“) gewarnt werden kann. Andere Projekte befassen sich mit dem Schutz vor der unerwünschten Verbreitung sensibler Dokumente oder mit sicheren Authentifikationsverfahren im E-Government. Erste Ergebnisse werden im Laufe dieses Jahres erwartet.

Auf dem ersten hessischen Cybersicherheitsgipfel im Februar letzten Jahres haben das Land Hessen und die Forschungspartner das „Darmstädter Kommuniqué“ als gemeinsame Grundlage für die enge Zusammenarbeit und den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Forschung beschlossen und einen „Runden Tisch Cybersicherheit Hessen“ gegründet. „Diese Partnerschaft bauen wir kontinuierlich aus“, sagte der Innenminister.

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