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Auszeichnung

Innenministerium verleiht erstmals Katastrophenschutzpreis

Thema: 
Feuerwehr & Katastrophenschutz
25.11.2017Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Gruppenfoto der Verleihung des Hessischen Katastrophenschutzpreises im Schloss Bad Homburg v. d. Höhe
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Gruppenfoto der Verleihung des Hessischen Katastrophenschutzpreises im Schloss Bad Homburg v. d. Höhe
© HMdIS

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat im Schloss Bad Homburg v. d. Höhe erstmals den Hessischen Katastrophenschutzpreis verliehen. Geehrt wurden der Malteser Hilfsdienst Ortsgliederung Steinhaus, die Rettungs-Ortungstechnikeinheit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Soden, die Rettungshundestaffel des DRK-Ortsverbandes Wallau und die Katastrophenschutz-Einheit „Pyrotechnik Kreis Bergstraße“. Zudem wurde eine Anerkennungsprämie an Mitglieder des Technischen Hilfswerks Dillenburg verliehen. Der Katastrophenschutzpreis wird zum ersten Mal verliehen. Er würdigt besonderes ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement.

Innenminister Beuth: „Hessischer Katastrophenschutz hat Schlagkraft bewiesen“

„Es müssen nicht immer gleich Katastrophen sein, um die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf den Plan zu rufen. Die professionelle Vorbereitung auf den Ernstfall und das Mitdenken möglicher Gefahrenlagen, bevor diese eintreten, gehört zu den alltäglichen Leistungen des Katstrophenschutzes. Die Schlagkraft des hessischen Katastrophenschutzes zeigt sich daher auch in den innovativen Ideen und dem herausragenden Engagement für die Sicherheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger, das wir heute beispielgebend würdigen. Den vielen Ehrenamtlichen in Hessen gebührt unser aller Respekt, wenn wir bedenken, mit welcher Motivation sie Mitmenschen in der Not helfen. Mit dem Katastrophenschutzpreis wird die Arbeit der Katastrophenschutzorganisationen in den Mittelpunkt gerückt. Er lenkt den Blick auf die Arbeit in den Einheiten und auf das Engagement jedes Einzelnen“, so Innenminister Peter Beuth.

Derzeit sind rund 23.000 Ehrenamtliche in mehr als 680 Einheiten engagiert. Weitere 3.300 Mitglieder des Technischen Hilfswerks stehen bei entsprechenden Lagen zur Verfügung. „Die Förderung und Stärkung des Ehrenamtes im Katastrophenschutz nimmt für die Landesregierung eine wichtige Rolle ein. Die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz konnte von 278 auf über 600 mehr als verdoppelt werden. Hierfür wurden seit dem Jahr 2008 mehr als 50 Millionen Euro bereitgestellt. Der Hessische Katastrophenschutz verfügt nunmehr über die umfassendste und modernste Ausstattung seiner Geschichte. Ohne die ehrenamtlichen Einsatzkräfte wäre ein flächendeckender, schlagkräftiger und schneller Schutz der Bevölkerung nicht möglich. Die zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind das Rückgrat der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr“, so der Innenminister.

Die Preisträger 2017

Der Katastrophenschutzpreis würdigt herausragendes Engagement in den Einheiten und Einrichtungen des hessischen Katastrophenschutzes. Für den 1. Platz werden 5.000 Euro, für den 2. Platz 3.000 Euro, für den 3. Platz 2.000 Euro und für den Sonderpreis 1.000 Euro vergeben.

1. Platz: Malteser Hilfsdienst, Ortsgliederung Steinhaus

„Wenn die Erde bebt“ – unter dieses Thema hat der Gewinner des Katastrophenschutzpreises seine Übung gestellt, die der Malteser Hilfsdienst Steinhaus seit 2013 gemeinsam mit der örtlichen Grundschule regelmäßig durchführt. Schülerinnen und Schülern der jeweils 3. Klasse wird dabei die Arbeit des Katastrophenschutzes näher gebracht.

2. Platz: Rettungs-Ortungstechnikeinheit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Soden und Rettungshundestaffel des DRK-Ortsverbandes Hofheim-Wallau

Die Rettungs-Ortungstechnikeinheit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Soden und die Rettungshundestaffel des DRK-Ortsverbandes Hofheim-Wallau arbeiten gemeinsam Einsätze zur Personenfindung im Main-Taunus-Kreis und zum Teil auch im Hoch-Taunus-Kreis ab. Mit der Kooperation sind die beiden Organisationen beispielgebend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Feuerwehr und Hilfsorganisation.

3. Platz: Katastrophenschutz-Einheit „Pyrotechnik Kreis Bergstraße“

Seit 2003 gibt es die Katastrophenschutz-Einheit „Pyrotechnik Kreis Bergstraße“, die mit Hilfe realistischer Schadensdarstellungen maßgeblich zur Ausbildung aller im Katastrophenschutz tätigen Hilfsorganisationen beiträgt. Die Einheit hilft damit, die Kräfte zu schulen und auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten.

Sonderpreis: Landkreis Darmstadt-Dieburg

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde ein beispielgebendes Schulungskonzept für die vom Land Hessen übergebenen Notstromaggregate entwickelt und bereits die ersten Katastrophenschutzangehörigen damit geschult.

Verleihung Anerkennungsprämie

Vier Mitglieder des THW Dillenburg wurden für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im hessischen Katastrophenschutz geehrt Für ihre 20-jährige aktive Dienstzeit wurde Thomas Greeb und Lars Matzke eine Anerkennungsprämie verliehen. Ebenso an Claus Krimmel und Günter Schirmuli, die auf eine über 40-jährige aktive Dienstzeit zurückblicken.

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