Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
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Diskussionsveranstaltung in Brüssel

„Sport-Coaches sind zentrales Element des Landesprogramms“

Thema: 
Sport
08.11.2017Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

322 Aktive in 244 Gemeinden engagiert

Diskussionsveranstaltung in Brüssel
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© HMdIS

Der Hessische Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, hat bei seinem Besuch der Diskussionsveranstaltung „Integration durch Sport – Flüchtlinge in Hessen und Europa“  die Bedeutung  von Sport-Coaches als wichtiger Bestandteil der Integration von Flüchtlingen in Hessen  hervorgehoben. In Hessen sind derzeit 322 Sport-Coaches in 244 Gemeinden aktiv.

„Für das Zusammenleben ist es von immenser Bedeutung, dass die zu uns gekommenen Menschen an unserem gesellschaftlichen Leben teilhaben und somit Teil der Gesellschaft werden. Sport-Coaches sind dabei das zentrale Element unseres Landesprogramms. Denn sie sind Netzwerker, die vor Ort die Interessen der Beteiligten – Gemeinde, Sportverein, Asylbetreuung, Flüchtlingsinitiative und Flüchtlinge – bündeln und vermittelnd tätig werden“, betonte Innen- und Sportminister Peter Beuth in seinem Grußwort.

2,4 Millionen Euro investiert Hessen in den kommenden beiden Jahren in sein Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“. Das Programm fördert in Abhängigkeit der Anzahl an untergebrachten Flüchtlingen hessische Gemeinden mit einer Summe zwischen 5.000 bis 25.000 Euro. „Die Fördermittel können als Aufwandsentschädigung für unsere Sport-Coaches, als auch für Übungsleiter sowie für Sachmittel verausgabt werden“, betonte Peter Beuth. Bereits 2016 hat Hessen das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. „Das Programm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und die Resonanz der Kommunen und Gemeinden ist riesig“, so Peter Beuth.

Bereits im laufenden Jahr seien rund 1,7 Millionen Euro für das Landesprogramm bewilligt worden. Das Geld sei im Landesprogramm gut angelegt. Schließlich ermögliche der Sport den persönlichen Kontakt zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Ethnie. Peter Beuth: „Sportliches Miteinander schafft Zugehörigkeit und Gemeinsamkeiten und baut fast automatisch Fremdheit, Vorurteile und Ressentiments zwischen Menschen ab.“

Der Hessische Innenminister dankte in diesem Zusammenhang den Vereinen, die im Sommer 2015 mit Aufkommen der starken Flüchtlingsströme schnell und unbürokratisch Hilfe vor Ort geleistet haben: „Wir alle wissen, dass wir die Herausforderungen der Jahre 2015/2016 nicht ohne das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger hätten meistern können und auch gerade der Sport hat hier einen wesentlichen Beitrag geleistet.“ 

Hintergrund:

Antragsberechtigt für das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ sind Städte und Gemeinden, die mehr als 40 Flüchtlinge untergebracht haben. Kommunen, die weniger als 40 Flüchtlinge untergebracht haben, können in Form einer Interkommunalen Zusammenarbeit Anträge stellen. Je nach Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge kann eine Förderung von 5.000 bis zu 25.000 Euro bewilligt werden. Städte und Gemeinden, in denen eine Erstaufnahmeeinrichtung, eine Außenstelle oder Notunterkunft besteht, können zusätzliche Mittel bis zu 15.000 Euro beantragen. Das Geld kann eingesetzt werden für die Aufwandsentschädigungen der Sport-Coaches, Übungsleiter, Schulungsmaßnahmen oder Sachmittel.

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