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Staatssekretär Werner Koch:

„30 Jahre Engagement für Behindertensport in Hessen“

HBRS-Vizepräsident Heinrich Wagner erhält Verdienstkreuz am Bande

Anlässlich der Sportlerehrung 2015 des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands (HBRS) hat der Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, Werner Koch, Heinrich Wagner aus Rodgau das von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. 30 Jahre lang hat sich der HBRS-Vizepräsident für den Behindertensport in Hessen ehrenamtlich eingesetzt. Zudem erhielt die Coronar- und Rehasportgemeinschaft, der Heinrich Wagner jahrelang angehörte, einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 500 Euro.

„Ehrenamtlich aktive Bürger wie Heinrich Wagner, die sich mit großem Engagement hinter den Kulissen für andere einsetzen, machen unser Land lebens- und liebenswerter. Seit drei Jahrzehnten ermöglicht er es Menschen mit Behinderungen, sich sportlich zu betätigen und so Kraft und Mut für die Herausforderungen des Alltags zu schöpfen, mit denen viele konfrontiert sind“, sagte der Staatssekretär in seiner Laudatio. In kaum einem Lebensbereich gelänge Inklusion so leicht und so erfolgreich, wie im Sport. Der gebürtige Offenbacher habe dabei einen besonderen Schwerpunkt auf den Leistungssport gelegt.

„Es ist ein sehr ermutigender Gedanke zu wissen, dass Bürger freiwillig Verantwortung für andere übernehmen und ihnen mit ihrer Expertise dazu verhelfen, über sich selbst hinauszuwachsen. Die Erfolge hessischer Spitzensportler mit Behinderungen zeigen, dass trotz körperlicher oder geistiger Einschränkungen Top-Leistungen möglich sind. Heinrich Wagner schafft mit seinem vorbildlichen Engagement die Voraussetzungen dafür und ich freue mich sehr, ihm im Namen des Bundespräsidenten dafür auszuzeichnen“, so Werner Koch.

Der gelernte Kfz-Mechaniker Wagner trat 1986 der Coronar- und Rehasportgemeinschaft Mühlheim e.V. bei und ließ sich dort zum Übungsleiter für den Bereich Rehabilitationssport ausbilden. In dieser Funktion war er in dem Verein bis 2012 tätig sowie zusätzlich ab 1987 bei der TGS Offenbach Bieber e.V. und seit 1995 bei der BSG Hausen.

Beim HBRS ist der 61-Jährige seit 1993 als Schulungsreferent tätig. Dabei ist er auch an der Ausbildung neuer Übungsleiter beteiligt. Seit 1997 ist Wagner Vizepräsident des HBRS. In dieser Funktion setzt er sich insbesondere für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Leistungssport im Bereich des HBRS ein. Damit hat er die Grundlage für viele nationale und internationale Erfolge in den Sportarten Tischtennis, Judo, Blindenfußball und Fußball für Menschen mit geistiger Behinderung geschaffen.

Außerdem ist es Wagner gelungen, in Marburg, Frankfurt am Main und Wetzlar paralympische Trainingsstützpunkte zu etablieren und somit die Voraussetzungen für ein kontinuierliches Training in den Sportarten Goalball und Rollstuhlbasketball zu schaffen.

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