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Schutzparagraph für Schutzleute

Innenminister Boris Rhein: Attacken von Nürnberger-Fußball-Chaoten auf Polizei und Ordner nicht hinnehmbar

Erneute Forderung nach Einführung eines Schutzparagraphen für Schutzleute.

Wiesbaden. Innenminister Boris Rhein verurteilt die gestrigen Gewaltexzesse sogenannter Fans des 1. FC Nürnberg vor dem Spiel gegen die Eintracht in Frankfurt. Mehrere hundert Nürnberger Anhänger hatten sich den Anweisungen der Polizei- und Ordnungskräfte widersetzt und diese kurz darauf massiv angegriffen. Die Polizei musste Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen. Insgesamt gab es 12 vorläufige Festnahmen.

„Solche brutalen Attacken von Chaoten sind nicht hinnehmbar. Gewalt hat im und um unsere Fußballstadien nichts verloren. Mein Respekt gilt den Frankfurter Fans, die sich in keiner Weise von der rohen Gewalt der Gästefans haben anstecken lassen und sich nicht an den Angriffen beteiligten“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Der Dank des Innenministers gilt insbesondere den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten. Sie haben die Situation durch ihre taktisch klugen Reaktionen und ihr entschlossenes Handeln rasch unter Kontrolle gebracht.

„Die Polizei hatte vorgesorgt und für dieses Risikospiel ihre Kräfte vor Ort verstärkt. Das war die richtige Taktik und letztlich ein wichtiger Faktor, um diese brutalen Angriffe so schnell wie möglich zu unterbinden. Alle selbsternannten Experten – gerade auch aus der Politik - die der Öffentlichkeit in den vergangenen Wochen glauben machen wollten, etwas von Polizeitaktik zu verstehen und uns mit großem Getöse vorgerechnet haben, wie massiv die Stärke unserer Polizeikräfte bei Fußballspielen zu reduzieren sei, sind damit widerlegt. Jeder ist gut beraten dies den Fachleuten zu überlassen“, so Innenminister Boris Rhein.

Sorge bereitet dem Innenminister die Brutalität, mit der die Angreifer die Polizistinnen und Polizisten attackierten. Teilweise rissen die Gästefans sogar Stadionzäune aus ihrer Verankerung und nutzten sie als Waffe gegen die Einsatzkräfte. Insgesamt gab es bei den gezielten Angriffen auf die Polizei 19 verletzte Beamtinnen und Beamte und zwei verletzte Ordner.

„Diese Angriffe sind ein weiteres Beispiel dafür, welchen schweren Angriffen Polizistinnen und Polizisten oftmals ausgesetzt sind. Die Beamtinnen und Beamten treten für die Sicherheit und das Wohlbehalten der Bevölkerung ein. Für solche Täter brauchen wir einen besonderen Straftatbestand, denn ihnen muss immer klar sein, dass die besondere Eskalation der Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten immer auch besondere Konsequenzen nach sich zieht. Deshalb bleibe ich bei meiner Forderung dringend einen Schutzparagraphen für Schutzleute einzuführen“, so Innenminister Boris Rhein.

Hessen hatte auf der letzten Innenministerkonferenz im Dezember eine entsprechende Initiative gestartet.

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