Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

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Sportminister Peter Beuth:

„Zentrale Türöffner und kompetente Ansprechpartner“

Sport-Coaches nehmen Schlüsselfunktion bei Programm „Sport und Flüchtlinge“ ein

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Programm „Sport und Flüchtlinge“
© Jürgen Lecher

Der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth hat heute im Rahmen einer Dankeschön-Veranstaltung in Wetzlar die Bedeutung der sogenannten „Sport-Coaches“ für die erfolgreiche Umsetzung des Förderprogramms „Sport und Flüchtlinge“ hervorgehoben. Das Programm hat das Land gemeinsam mit der Sportjugend Hessen initiiert. Die 2016 in fast 250 Kommunen ausgebildeten hessenweit rund 350 Sport-Coaches waren zu der Veranstaltung in Wetzlar eingeladen.

„Zentrale Türöffner und kompetente Ansprechpartner“ 

„Die Sport-Coaches nehmen bei der Umsetzung des Programms eine Schlüsselfunktion ein. Sie sind die zentralen Türöffner zu den Vereinen sowie kompetente Ansprechpartner in allen Fragen und koordinieren alle Aktivitäten, um Flüchtlingen den Weg in die Sportvereine zu ebnen. Die rund 350 ehrenamtlichen Sport-Coaches haben das Programm zum Erfolg getragen und durch ihre Arbeit nachhaltig geprägt. Sie haben als Botschafter das wichtige Thema „Integration im Sport“ in unsere Städte und Gemeinde hineingetragen und durch ihr tägliches Wirken den Zusammenhalt der Menschen in unserer Gesellschaft gefestigt“, so Sportminister Peter Beuth.

Wie bereits im Jahr 2016 stellt das Land für das Programm auch im Jahr 2017 Fördermittel in Gesamthöhe von  2,4 Millionen Euro bereit. Die Sport-Coaches fungieren als Kontaktpersonen zwischen Gemeinde, Sportvereinen, Asylbetreuung,  Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen. In der ersten Zeit begleiten sie Flüchtlinge zu Sportangeboten. Mit dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ trägt das Hessische Ministerium des Innern und für Sport seinen Teil dazu bei, dass Integration im und durch den Sport erfolgreich ist und Schutzsuchende in unserer Gesellschaft angenommen und einbezogen werden.

Mehrzahl der Sport-Coaches an die Sportvereine angebunden

Die überwiegende Mehrzahl der Sport-Coaches ist direkt an die Sportvereine angebunden. Ein deutlich geringerer Anteil stammt aus dem Umfeld der Flüchtlingsinitiative oder ähnlichen Institutionen, wie zum Beispiel die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt, sowie aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden.

In fast allen Sportarten lassen sich Beispiele für Integration von Flüchtlingen finden. Sowohl in den großen Ballsportarten, wie Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball, als auch im Turnen in der Leichtathletik oder in verschiedenen Kampfsportarten gibt es erfolgreiche Projekte von Sport-Coaches. Aber auch Gesundheitsangebote wie Fitnessprojekte oder Rückenschule werden unterbreitet und angenommen. Eine große Nachfrage gibt es zudem bei Schwimm- und Fahrradkursen.

Hintergrund:

Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden, die mehr als 40 Flüchtlinge untergebracht haben. Kommunen, die weniger als 40 Flüchtlinge untergebracht haben, können in Form einer Interkommunalen Zusammenarbeit Anträge stellen. Je nach Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge kann eine Förderung von 5.000 bis zu 25.000 Euro bewilligt werden. Städte und Gemeinden, in denen eine Erstaufnahmeeinrichtung, eine Außenstelle oder Notunterkunft besteht, können zusätzliche Mittel bis zu 15.000 Euro beantragen. Das Geld kann eingesetzt werden für die Aufwandsentschädigungen der Sport-Coaches, Übungsleiter, Schulungsmaßnahmen oder Sachmittel.

Landkreis Anzahl Sport-Coaches
Bergstraße 15
Darmstadt-Dieburg 29
Frankfurt 1
Fulda 11
Gießen 23
Groß-Gerau 13
Hanau 2
Hersfeld-Rotenburg 3
Hochtaunuskreis 20
Kassel 14
Lahn-Dill 23
Limburg-Weilburg 15
Main-Kinzig 29
Main-Taunus 8
Marburg-Biedenkopf 19
Odenwald 6
Offenbach 19
Rheingau-Taunus 18
Schwalm-Eder 17
Vogelsberg 9
Waldeck-Frankenberg 19
Werra-Meißner 18
Wetterau 26
Wiesbaden 5

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Pressesprecher: 
Michael Schaich
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