Wer wird betroffen sein?

Je nach Zugrichtung einer radioaktiven Wolke und in Abhängigkeit der freigesetzten Menge an Radioaktivität aus dem Reaktor können diese Eingreifrichtwerte an ganz unterschiedlichen Stellen erreicht werden.

Eine generelle Aussage über das betroffene Gebiet ist daher vorab nicht möglich. In Abhängigkeit der aktuellen Wetterlage und Kraftwerkssituation berechnen die Fachberater Strahlenschutz, wo die o.g. Eingreifrichtwerte überschritten werden und wann und von welchen Personengruppen die Iodtabletten eingenommen werden sollten.

Die private Bevorratung von Iodtabletten wird nicht empfohlen. Von der Eigenmedikation wird dringend abgeraten, da die Iodblockade nur dann funktioniert, wenn die Tabletten im richtigen Moment eingenommen werden. Entsprechende Empfehlungen zur Einnahme werden an den Ausgabestellen oder im Rundfunk bzw. durch Lautsprecherdurchsagen gegeben.
Nach den Angaben des BMU ist die Iodblockade dann am wirksamsten, wenn Iod kurz vor der Aufnahme des radioaktiven Iods im Organismus - nicht etwa lange vor dem Störfalleintritt oder der Freisetzung - vorhanden ist. Aber auch in den ersten Stunden nach Aufnahme des radioaktiven Iods wird noch eine Reduktion der Speicherung erreicht (Iodgabe nach zwei Stunden – Reduktion um ca. 80 %).

Weitere Informationen können Sie unter http://www.jodblockade.de abrufen.

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