Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Landesprogramm

Sportland Hessen bewegt

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport und der Landessportbund Hessen sehen im Themenfeld „Sport und Gesundheit“ einen Schwerpunkt der Sportentwicklung in Hessen in den nächsten Jahren. Mit der Initiative „Sportland Hessen bewegt“ soll der Bereich gemeinsam zukunftsorientiert entwickelt werden. Insbesondere soll das öffentliche Bewusstsein geschärft, die Angebotsstrukturen ausgebaut, die Qualität der Angebote gesichert und kontinuierlich verbessert, sowie ein Beitrag der Vernetzung vieler gesundheitsfördernder Bemühungen in Hessen geleistet werden.

Nach den Empfehlungen der WHO sollten Erwachsene, auch ältere Menschen, wöchentlich mindestens 150 Minuten lang eine körperliche Ausdaueraktivität von moderater Intensität betreiben. Leider ist ein Trend zu insgesamt weniger täglicher Bewegung zu verzeichnen. Jüngste Zahlen belegen, dass sich 60 Prozent in der Altersgruppe über 15 Jahre nie oder nur selten Bewegung verschaffen oder Sport treiben. Über die Hälfte betätigt sich nie oder nur selten anderweitig körperlich; etwa durch Radfahren oder Gartenarbeit. Ein großer Anteil der Erwachsenen verbringt mehr als vier Stunden am Tag im Sitzen.

Auf Bund/Länderebene werden in der Sportministerkonferenz-Arbeitsgruppe „Sport und Gesundheit“ – unter Beteiligung des Bundesministeriums für Gesundheit, des Deutschen Olympischen Sportbundes und der IN FORM–Geschäftsstelle Bund – Umsetzungs-strategien entwickelt.

In Hessen werden die Umsetzungsstrategien in der interministeriellen Arbeitsgruppe „Hessen IN FORM“ abgestimmt. In der AG vertreten sind das Hessische Kultusministerium, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration und das Hessische Ministerium des Innern und für Sport.

Der Landessportbund Hessen kann auf vielfältige und erprobte Maßnahmen in seinen Strukturen aufbauen. Dazu zählen insbesondere die Qualifizierung von Multiplikatoren/Übungsleitern im Gesundheitssport, die Verbreitung qualitätsgestützter Präventionsprogramme „SPORT PRO GESUNDHEIT“ sowie die Vernetzung mit Partnern/Institutionen im Gesundheitsbereich.

Für Hessen wird festgestellt, dass es für mehr Bewegung, zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens der Bevölkerung und für eine sinnvolle Entspannung eine Vielzahl von Programmen und Projekten von höchst unterschiedlichen Institutionen mit weit voneinander abweichenden Qualitäten gibt. Diese bunte Vielfalt wird durchaus positiv gewertet und soll nicht verhindert oder gebremst werden – im Gegenteil. Für ein wirksames Handeln fehlt allerdings eine langfristig angelegte gemeinsame Strategie. Um die hessische Bevölkerung zur gesundheitsförderlichen Lebensweise anzuregen, bedarf es eines ganzheitlichen Lösungsansatzes.