Aktivitäten der Beauftragten

28. August 2019

Beauftragte des Landes Hessen für Menschen mit Behinderung besucht den Nationalpark

Scooter-Tour auf der Hagensteinroute und Besuch der KellerwaldUhr standen auf dem Programm

Aktivitäten der Beauftragten
Vom Hagenstein öffnet sich der Blick über das Edertal (v.l.n.r.: Manfred Bauer (Leiter des Nationalparks), Jutta Seuring (stellv. Leiterin und Abteilungsleiterin Kommunikation, Bildung und Naturerleben), Ayse Oluk (Referentin) und Maren Müller-Erichsen (Beauftragte für Menschen mit Behinderung))

Vöhl-Herzhausen. Am Mittwoch, den 28. August 2019, besuchten die Beauftragte für Menschen mit Behinderung des Landes Hessen, Maren Müller-Erichsen, und ihre Referentin, Ayse Oluk, den Nationalpark und erlebten die werdende Wildnis um den Hagenstein mit allen Sinnen vom Scooter aus. Im Vordergrund des Besuchs stand die Information über die barrierefreien Angebote des Nationalparks und die Kooperationen zwischen dem Hessischen Ministerium Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen.

Wenn Maren Müller-Erichsen und Ayse Oluk den Weg aus Wiesbaden in den Nationalpark antreten, ist es fast ein Muss die barrierearmen Angebote selbst auszuprobieren. So legten sie den rolligeeigneten Weg vom NationalparkZentrum zum Hagenstein mit den Scootern zurück, fuhren, auch über nicht ganz ebene Wege, durch die werdende Wildnis und erlebten bei dem warmen Wetter hautnah, dass es im Wald angenehm kühl ist.

Die KellerwaldUhr in Frankenau war bei Maren Müller-Erichsens letztem Besuch noch nicht fertiggestellt, nun konnte sie besichtigt werden. Die Ausstellung „Waldmensch im Feuerkreis“ zur die wechselvollen Beziehung von Mensch und Wald im Laufe der Jahrtausende stieß auf großes Interesse. Die Räume für die Bildungsarbeit und das Außengelände wurden ebenfalls vorgestellt. Wie alle Besuchereinrichtungen des Nationalparks ist auch die KellerwaldUhr rollstuhlgeeignet und auch Gäste mit eingeschränktem Seh- oder Hörvermögen können sich dort zurechtfinden.

„Das ist ein richtiges Abenteuer“ freut sich Maren Müller-Erichsen, nachdem sie über Stock und Stein an den bizarr geformten Buchen am steilen Hängen vorbeigefahren ist. Dabei erinnerte sie sich an die frühen Zeiten, wo sie als Jägerin mit Begeisterung im Wald auf der Pirsch gegangen ist. Und ihre Referentin Ayse Oluk, selbst gehbehindert, ist begeistert davon, die Natur des Nationalparks autark unmittelbar erleben zu können. „Das Buchenmeer, die KellerwaldUhr und die Ausstellungen im Nationalpark Kellerwald Edersee in Hessen ist für Bürgerinnen und Bürger ein wundervolles Naturerlebnis“, so Maren Müller-Erichsen.

Für den  beigefügten Text ist Herr Manfred Bauer, Leiter des Nationalparks, verantwortlich.

Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link.

 

23. Mai 2019

Fachsymposium „Von der Eugenik zur Pränataldiagnostik? – Möglichkeiten und Risiken“ in Hadamar

Fachsymposium „Von der Eugenik zur Pränataldiagnostik? –
v. l. Maren Müller-Erichsen (Hessische Behindertenbeauftragte), Michael Thiele (IB Südwest gGmbH), Staatssekretärin Anne Janz (HMSI), Dr. Jan Erik Schulte (Leiter Gedenkstätte Hadamar)

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Frau Maren Müller-Erichsen richtete das Fachsymposium „Von der Eugenik zur Pränataldiagnostik? – Möglichkeiten und Risiken“ gemeinsam mit Herrn Priv. Doz. Dr. Jan Erik Schulte, Leiter der Gedenkstätte Hadamar und des Fachbereichs Archiv, Gedenkstätten, Historische Sammlungen des LWV Hessen und Herrn Michael Thiele, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V., aus.

Das Fachsymposium „Von der Eugenik zur Pränataldiagnostik? – Möglichkeiten und Risiken“ fand am 23. Mai 2019 von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr in der Gedenkstätte Hadamar, statt.

Herr Priv. Doz. Dr. Schulte begrüßte zu Beginn als Ehrengast Frau Staatssekretärin Anne Janz vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) sowie alle Gäste und eröffnete die Veranstaltung.

Frau Staatssekretärin Anne Janz vom HMSI eröffnete ihr Grußwort mit dem Hinweis auf den 70. Jahrestag des Grundgesetzes. Sie teilte mit, dass das Fachsymposium sehr wichtig sei, damit verschiedene Fragestellungen in diesem Rahmen diskutiert werden können. Hervorgehoben hat sie die Selbstbestimmung der Eltern bzw. der Frau, der UN-Behindertenrechtskonvention sowie den gesellschaftlichen und sozialen Druck in diesem Zusammenhang. Ferner erwähnte sie in diesem Kontext, dass die persönliche Entscheidung des/der Einzelnen zu respektieren und zu gewährleisten ist.

Im Rahmenprogramm wurde eine zweistündige Führung in der Gedenkstätte Hadamar durchgeführt, an der auch Frau Staatssekretärin Anne Janz vom HMSI, teilgenommen hat.

Herr Prof. Dr. Volker Roelcke, Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Gießen, referierte zum Thema „Eugenik: Ursprünge, Radikalisierung, Transformation nach 1945“, dass er mit einer historischen Zeitschiene dargestellt hat. Hierbei erwähnte er unter anderem, dass die ersten Ansätze der Eugenik in den Jahren um 1900 begonnen haben, d.h., lange vor der NS-Herrschaft. So forderte etwa die 1907 gegründete Eugenics Education Society (EES) in Großbritannien die Sterilisation und die Heiratsbeschränkung für Erbkranke und Behinderte. Die EES organisierte im Jahre 1912 auch den 1. Internationalen Kongress für Eugenik. Nach diesem Vortrag erfolgte ein sehr reger und intensiver Austausch mit dem Auditorium.

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Frau Müller-Erichsen, befasste sich in ihrem Vortrag mit der Pränataldiagnostik – Recht auf Leben! wie folgt:

„Frau Müller-Erichsen begann ihr Referat mit ihrer persönlichen Erfahrung nach der Geburt ihres Sohnes mit Down-Syndrom im Jahr 1975. „Warum haben Sie denn nicht die Amniozentese machen lassen, dann hätten sie dieses Kind jetzt nicht“ so ein Mediziner. „Das werde ich nie vergessen“ so Frau Müller-Erichsen.

Anschließend berichtete sie von den vielen Tagungen in den 90iger Jahren zum Thema Pränataldiagnostik. Bei den Selbsthilfeorganisationen wurde die Amniozentese mehrheitlich abgelehnt. Auch das Thema Kosten–Nutzen –Analyse wurde immer wieder angesprochen.

Heute steht der Präna-Test (Bluttest) im Mittelpunkt der Debatte, auch dieser Test wird von den Selbsthilfe-Organisationen abgelehnt. Die Tötung von mehreren 1000 Menschen mit dem Down Syndrom müssen wir registrieren, da von 10 ungeborenen Kindern mit Down Syndrom nur ein Kind geboren wird. Diese Selektion ist mit der UN-Behindertenrechtskonvention nicht vereinbar, ebenso nicht mit Artikel 3. Abs. 3 S. 2 unseres Grundgesetzes „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Frau Müller-Erichsen sieht auch die Gefahr, dass weitere genetische Behinderungen zur Debatte stehen werden.

In welcher Welt wollen wir leben?

Haben nur „brauchbare“ Menschen eine Chance Mitglied der Gesellschaft zu sein? Gibt es wieder eine Eugenik wie vor 100 Jahren? fragte sie. Auf der anderen Seite sprechen wir von den positiven Erfahrungen durch die Vielfalt der Menschheit. Ein wichtiges Anliegen war Frau Müller-Erichsen, dass die humangenetischen Institute in Deutschland die Begleitung der Eltern auf dem Weg bis zur Geburt des Kindes mit Behinderung und auch danach übernehmen. Sie forderte eine Fortbildung der Ärzte und zusätzliche pädagogische Fachkräfte in diesen Instituten. Die oft erfahrene negative Prognose von Ärzten lehnt sie ab, zumal diese oft gar nicht stimmt!

Sie fordert mit ihrem Vortrag die Zivilgesellschaft, die Politiker im Bundestag und in den Länderparlamenten, den Bundes- und Länderbeauftragten sowie die Selbsthilfeorganisationen, die Kirchen und die Behindertenverbände auf, sich mit der Thematik der Pränataldiagnostik sowie dem Bluttest inhaltlich auseinander zu setzen. Was bedeuten diese Tests für die Menschen mit Behinderungen?“

Anschließend erfolgte mit den Podiumsteilnehmern*Innen Herrn Prof. Dr. Volker Roelcke, Herrn Hubert Hüppe (MdB a.D. und Bundesbehindertenbeauftragter, 2010 bis 2014), Frau Prof. Dr. med. Susanne Schwalen (Geschäftsführende Ärztin der Ärztekammer Nordrhein), Herrn Ralf Fischer (Journalist vom Bayerischen Rundfunk), Frau Müller-Erichsen und Herrn Olaf Müller-Erichsen (Sohn der Beauftragten als Experte in eigner Sache) sowie dem Auditorium eine abschließende Diskussion.

Die Moderation hatte Herr Andreas Winkel vom Hessischen Rundfunk, diskursbuero.

 

27. November 2018

Ergänzende Unabhängig Teilhabeberatung Netzwerk-Treffen

Ergänzende Unabhängig Teilhabeberatung Netzwerk-Treffen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)-Netzwerk-Treffen in Darmstadt.

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Maren Müller-Erichsen, folgte am Dienstag, den 27.11.2018 von 9.30 bis 11.00 Uhr, der Einladung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)-Netzwerk-Treffen in Darmstadt. Das Treffen wurde von Frau Hestermann, Leitung der EUTB in Darmstadt, ausgerichtet. Die Beauftragte freute sich sehr, dass sie mehr als 40 Beraterinnen und Berater im Rahmen dieser Veranstaltung begrüßen konnte, denn die Beauftragte hat gemeinsam mit dem HMSI die 33 Beratungsstellen in Hessen etabliert, damit Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige in allen Lebensbereichen beraten und begleitet werden.

Maren Müller-Erichsen berichtete von direkten Anfragen in ihrem Büro zum Thema Nachteilsausgleiche, sei es im Bereich der Schule oder der Berufsbildung.
Besonders erwähnte sie den Personenkreis der psychisch kranken Menschen, die

große Probleme haben einen Job zu finden. Die Arbeitgeber seien sehr zurückhaltend, eine Vollzeitstelle anzunehmen trauen sich einige nicht zu. Diesen Personenkreis zu beraten und zu unterstützen halte sie für besonders wichtig.

Erfreut zeigte sie sich, dass sich unter den EUTB-Beratern auch ein Mensch mit psychischer Erkrankung vorstellte.

Durch diese einleitenden Worte der Beauftragten entstand mit den Anwesenden ein reger Austausch in der Thematik. Im weiteren Verlauf berichteten die Beraterinnen und Berater der EUTB schwerpunktmäßig zu den monatlichen mehr als 30 Einzelberatungen und deren Anliegen. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie als Beraterinnen und Berater sich für die Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige Zeit nehmen, Empathie zeigen und den Anliegen gerecht werden“, so Maren Müller-Erichsen.

Abschließend betonte die Beauftragte, dass sie nicht nur in dieser Veranstaltung das Gefühl hat, sondern ihr auch durch zahlreiche Resonanz bereits zugetragen wurde, dass in den EUTB-Stellen Menschen mit Herz tätig sind. Sie freut sich auf die weiterhin sehr wert- und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den EUTB-Stellen.

 

18. Juni 2018

Sonderprogramm zur Beschäftigung von jüngeren schwerbehinderten Menschen in der Landesverwaltung 2018

Sonderprogramm zur Beschäftigung von jüngeren schwerbehinderten Menschen in der Landesverwaltung 2018
Staatssekretär Werner Koch und die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Maren Müller-Erichsen, bei der Übergabe der Arbeitsverträge.

Die Beauftragte, Maren Müller-Erichsen, händigte gemeinsam mit Herrn Staatssekretär des Innern, Werner Koch, 20 jüngeren Menschen mit Behinderung ihre Arbeitsverträge aus, die diese ab 1. Juli 2018 als hessische Landesbedienstete ausweisen. In ihrer Rede bedauerte Sie, dass eine weitere zukünftige Bedienstete nicht an der Feierstunde teilnehmen konnte und außerdem noch 4 Stellen im Rahmen dieses Programmes im Besetzungsverfahren stehen. Für sie wäre es eine runde Sache gewesen, wenn sie alle 25 hätte begrüßen können. Sie freue sich aber besonders, dass Herr Staatssekretär Koch diesen Termin stellvertretend für Herrn Ministerpräsident Bouffier wahrnehme. Auch sei es ihr eine große Freude, dass mit der Teilnahme der Hausspitzen der einzelnen Dienststellen, ob der Präsident des Präsidiums für Technik, Logistik und Verwaltung der Polizei, die Polizeipräsidenten Südhessen, Mittelhessen, Südosthessen, der Polizeivizepräsident Frankfurt und die Vizepräsidentin Westhessen, Amtsvorsteherinnen und Amtsvorsteher hessischer Finanzämter, Personalverantwortliche aus Wissenschaft und Kunst, von Hessen Mobil, des Studienzentrums Rotenburg und eine ganze Reihe der Personalansprech-partner sowie Vertrauenspersonen für Schwerbehinderte, den Menschen die nun ihren Arbeitsvertrag ausgehändigt bekommen, damit als Mensch mit Behinderung Wertschätzung entgegenbringen. Sie hob noch einmal hervor, dass die einst von der Hessischen Landesregierung geschaffenen Programme bundesweit einmalig sind und dazu beitragen den Menschen mit Behinderungen die Gleichberechtigte Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen. An dieser Stelle bedankte sie sich bei den zahlreichen hessischen Dienststellen für das hohe soziale Engagement, ohne Vorbehalte Menschen mit Behinderungen einen dauerhaften Arbeitsplatz anzubieten. So hob sie für das Sonderprogramm 2018 hervor, dass insgesamt 46 Stellen gemeldet wurden, die aber auch aus Fachkräftemangel nicht alle besetzt werden konnten. So appellierte sie, dass Menschen mit Behinderung gerade auch mit Blick auf deren Ausbildung besser unterstützt werden und diese den Mut haben, auch neue moderne Ausbildungsberufe zu ergreifen. Sie und das Innenministerium haben mit zahlreichen Menschen an diesem Sonderprogramm gut ein Jahr gearbeitet, um es zum heutigen Erfolg zu führen.

Die darauffolgende Ansprache von Herrn Staatssekretär Koch können Sie mit dem folgenden Link aufrufen.

 

15. Februar 2018

Partizipation durch die Eröffnung des Bistros „antons meet & eat“ in der Robert-Kirchner Straße 6 in Fulda

Partizipation durch die Eröffnung des Bistros „antons meet & eat“ in der Robert-Kirchner Straße 6 in Fulda
Mitarbeiter des Bistros „antons meet and eat“ in Fulda.

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Frau Maren Müller-Erichsen, nahm an der Eröffnung des Bistros „antons meet & eat“ in der Robert-Kirchner Straße 6 in Fulda am 15. Februar 2018 teil.

Im Rahmen ihres Grußwortes bedankte sich die Beauftragte für die Einladung bei Herrn Sippel, Geschäftsführer von „Antonius Netzwerk – Mensch“ und bemerkte, dass die UN-Behindertenrechtskonvention vor ca. 10 Jahren in Deutschland ratifiziert worden ist. Hierbei erwähnte sie die schrittweise Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Art. 4 UN-BRK, die schneller und weitreichender im Land Hessen erfolgen müsste. Daher begrüßte die Beauftragte das Projekt „antons meet & eat“ sehr, da es eine inklusive Arbeitswelt für junge Menschen mit und ohne Behinderungen schafft und insbesondere eine Plattform für vielfältige und erlebbare Begegnungen bietet. Für die Beauftragte nimmt die Stadt Fulda als inklusivste Stadt Deutschlands - mit all ihren Akteuren und den partizipativen Projekten - eine Pionierrolle ein. Daher plädierte die Beauftragte dafür, dass frühzeitig und gemeinsam neue Lebenswelten für die Partizipation von Menschen mit und ohne Behinderungen erschlossen werden sollten. Insbesondere wünscht sich die Beauftragte von ganzem Herzen, dass der Funke solcher Projekte auf ganz Hessen überspringt und sich schnell verbreitet. Herzlichen Dank an Herrn Sippel und sein Team! Die Beauftragte hofft auf weitere innovative Ideen, die sie gerne begleiten will.

Über den folgenden Link erhalten Sie nähre Informationen zum Bistro „antons meet & eat“ in Fulda

 

23. August 2017

Fachtagung zur Beförderung von Personen mit Elektroscootern in Bussen

Maren Müller-Erichsen hat gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung eine Fachtagung zur aktuellen Beförderungssituation von Personen mit Elektroscootern in Bussen durchgeführt.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den unter „Downloads“ hinterlegten Dokumenten zu der Tagung und der Pressemitteilung.

Zur Presseinformation.

 

13. Juni 2017

Aktionstag „Menschlichkeit verbindet“ im Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium, IV. Bereitschaftspolizeiabteilung in Kassel

Die IV. Bereitschaftspolizeiabteilung (IV BPA) in Kassel veranstaltete am Dienstag, den 13.06.2017 zum 7. Mal den jährlichen Aktionstag „Menschlichkeit verbindet“. Dieser Aktionstag wurde unter der Leitung von Frau KD‘ Beate Theis, Abteilungsleiterin der IV BPA., durchgeführt. Hierbei erfolgte eine Sensibilisierung zum Thema „Menschen mit Behinderungen“ gegenüber den 135 Studierenden des Grundlagetrainings 2/2016, dem Stammpersonal der Aus- Fortbildung AFE 47 und allen Gästen.

„Als Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen begrüße ich diesen Aktionstag sehr und ich hoffe, dass dieser Funke auch an andere Polizeiabteilungen überspringen wird. Deshalb gilt auch mein ganz besonderer Dank Herrn Hildenbeutel, stellv. Leiter der AFE 47, und seinen Kolleginnen sowie Kollegen, die diesen Aktionstag gemeinsam vorbereiteten und realisierten“.

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Frau Müller-Erichsen und ihre Mitarbeiterin Frau Oluk wurden durch einzelne Stationen geführt. Die IV. BPA stellte die fünf folgenden Stationen auf:

  • „Polizei zum Anfassen“;
  • „Kraftomnibus, der auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet war“;
  • „Blasrohrsport Hessen mit und ohne Handicap der Diakonie Baunatal“;
  • „Tatortstraße (Ausbildungsstätte für diverse Tatortsituationen)“;
  • „erkennungsdienstliche Behandlung“.

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen empfand diese Führung sehr spannend und von großer Bedeutung, da die IV. BPA das Thema „Menschen mit Behinderungen“ sehr praxisnah darstellte, insbesondere auch durch die Kurzfilme der Polizei mit verschiedenen Behinderungsformen. Nähere Informationen zum „Aktionstag Menschlichkeit verbindet“ erhalten sie über die Veröffentlichung im Intranet der Polizei Hessen.

Im Anschluss hielt die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen gegenüber den135 Studierenden des Grundlagetrainings 2/2016, dem Stammpersonal der Aus- Fortbildung AFE 47 und allen Gästen, ihre Begrüßungsrede. Dabei erwähnte sie, dass Menschen mit Behinderungen kein Mitleid möchten, sondern sie wünschen sich Empathie, Verständnis, Begegnung auf Augenhöhe, keine Berührungsängste, Zeit und Offenheit. Die Beauftragte bedankte sich von ganzen Herzen bei den Veranstaltern für diesen wundervollen „Aktionstag Menschlichkeit verbindet“, die zwischen Menschen mit Behinderungen und Polizei Brücken bildet!

 

29. Mai 2017

"Meine Behinderung gehört zu mir wie meine Haare"
TEILHABE Maren Müller-Erichsen und die gehbehinderte Ayse Oluk setzen sich für Menschen ein, die es im Alltag schwerer haben als die meisten

Maren Müller-Erichsen, LBA (links)  und Ayse Oluk, Referentin der LBA.
Maren Müller-Erichsen, LBA (links) und Ayse Oluk, Referentin der LBA.

"WIESBADEN. Rund jeder zehnte Hesse lebt mit einer Behinderung. Deren Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zu verbessern: Das ist eine Aufgabe, die das Land Maren Müller Erichsen und Ayse Oluk übertragen hat.

Frau Müller-Erichsen, gut zehn Prozent der Menschen in Hessen haben eine Behinderung. Und es werden immer mehr. Woran liegt das?

Die Zahl der Menschen mit Behinderungen steigt, obwohl beispielsweise Ungeborene mit Down-Syndrom selten das Glück haben, das Licht der Welt zu erblicken. Schon vor dem Bluttest wurden 98 Prozent der Kinder, bei denen das Down-Syndrom diagnostiziert worden ist, abgetrieben. Als Mutter eines Sohnes mit Down-Syndrom kann ich das kaum verstehen. Mit Blick auf die dennoch steigende Zahl von Menschen mit Behinderungen muss man allerdings wissen, dass die Zahl der genetisch-bedingten Behinderungen im Vergleich zu den anderen Gruppen der Menschen mit Behinderungen sehr gering ist."

Das ausführliche Interview können Sie aus dem Download-Bereich entnehmen.

 

6. Oktober 2016

Zielvereinbarung mit dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen

Gemeinsam mit sieben Organisationen  von Menschen mit Behinderung und Vertretern der kommunalen Behindertenbeauftragten hat der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen am 6. Oktober 2016 eine Zielvereinbarung zu barrierefreien Bankdienstleistungen unterzeichnet.

Die Zielvereinbarung ist eine „konzertierte Aktion“ der Menschen mit Behinderungen aus Hessen und Thüringen mit dem Sparkassen- und Giroverband, die von den Behindertenbeauftragten der beiden Länder begleitet wurde.

Die Zielvereinbarung bezeichnete Maren Müller-Erichsen, die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, und ihr Kollege Leibiger, der  Beauftragte der Thüringer Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, als in vielerlei Hinsicht beispielhaft. „Hier wird deutlich, dass sich die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nicht auf einzelne Lebensbereiche beschränkt, sondern vielmehr alle Lebensbereiche umfasst“, betonten sie.

 

14. Juni 2016

Erste Veranstaltung im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne 2016 / 2017 in Gießen

Öffentlichkeitskampagne 2016/2017

Am 14. Juni 2016 fand die erste Veranstaltung im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne 2016/2017 in Gießen statt. Die gut besuchte Veranstaltung fand auf dem Gelände der Limes-Werkstätten in Gießen statt. Vertreter von Unternehmen und Werkstätten hatten die Gelegenheit sich auszutauschen und anhand der vorgestellten Praxisbeispiele einen Einblick über die Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt von Menschen mit Behinderungen zu erhalten.

Herr Reinhard Wagner von der Fraport AG warf in seinem Impulsvortrag "Unternehmen und Inklusion" einen Blick auf die Möglichkeiten eines Unternehmens zu einem inklusiven Arbeitsumfeld beizutragen und verdeutlichte, dass dieses Engagement in den Betrieben Vorteile für beide Seiten - das Unternehmen und die Beschäftigten - bringe. Da inzwischen viele Unternehmen erkannt haben, dass die Wirtschaft Menschen mit Behinderung braucht, haben sich mehrere Arbeitgeber zu einem UnternehmensForum zusammengeschlossen, dass sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen stark macht.

In 3 Talkrunden wurden unter der Moderation von Herrn Schiel einzelne gelungene Beispiele der Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt dargestellt, ergänzt jeweils durch einen filmischen Beitrag. Abschließend bestand die Möglichkeit sich einen persönlichen Eindruck der Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu machen.“

 

Öffentlichkeitskampagne Inklusion er leben! 2016/2017

Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Maren Müller-Erichsen und der Hessischer Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner
Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Maren Müller-Erichsen und der Hessischer Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner

Sehr geehrte Damen und Herren,

Menschen mit Behinderung, unabhängig von der Art und Schwere ihrer Behinderung, gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Sie haben Rechte und Pflichten gemäß unserem Grundgesetz. Dort steht, dass sie nicht benachteiligt werden dürfen. Menschen mit Behinderung möchten ihre Begabungen einbringen und ihre Wünsche selbstbestimmt umsetzen. Das ist vielerorts heute noch nicht möglich.

Die UN-BRK, die 2009 ratifiziert wurde, fordert uns auf, hier aktiv zu werden.

Mit der Kampagne „Inklusion erleben“ wollen wir dazu aufrufen, die Teilhabe der Menschen mit Behinderung am Leben in allen Lebensbereichen zu verbessern. Die Veranstaltungen haben verschiedene Schwerpunktthemen, die dazu beitragen sollen, einander kennenzulernen. Das ist die Grundlage für eine inklusive Gesellschaft.

Wir laden Sie alle ein mitzuwirken und freuen uns auf Ihre aktive Beteiligung.

Maren Müller-Erichsen

Sie erhalten auch über den Facebookauftritt Informationen zu unserer Öffentlichkeitskampagne „Inklusion er leben! 2016/2017“.

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