Prävention im und durch Sport

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Gewalt im Sport und durch Sportangebote präventiv vorzubeugen sind zentrale Merkmale der Präventionsarbeit im Sport. Dies kann auf vielfältige Weise gelingen. Zum einen baut aktives Sporttreiben Stress- und Gewaltpotential ab, zum anderen trägt Sport zur einer gemeinschaftlichen Freizeitbeschäftigung bei. Sport hilft bei der Bewältigung von Herausforderungen in anderen Lebensbereiche. Er vermittelt Werte und ein Demokratieverständnis, welche über den Sport hinaus in andere Lebensbereiche wirkt.

Die hessische Landesregierung fördert Projekte damit der Gewaltpräventionsgedanke vor Ort stärker greift. Sie initiiert Projekte, häufig als Pilotprojekte, unterstützt begonnene Aktivitäten im Sinne von Best-Practice-Beispielen oder regt die Auflage neuer Programme an.
So unterstützt die hessische Landesregierung beispielsweise die erfolgreichen Gewaltpräventionsmaßnahmen des Hessischen Fußball-Verbandes und arbeitet im Rahmen von Fair Play Hessen, der Fair Play-Initiative des hessischen Fußballs, mit.

Darüber hinaus arbeitet die Sportabteilung des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport im Bereich der Gewaltprävention eng mit den Landespolizeipräsidien und den Polizeipräsidenten zusammen und stimmt gemeinsame Projekte ab.

Fußball Fanprojekte

Die Hessische Landesregierung finanziert gemeinsam mit den jeweiligen Kommunen und dem Deutschen Fußball-Bund bzw. der Deutschen Fußball-Liga auf Grundlage des Nationalen Konzept für Sport und Sicherheit (NKSS) an fünf hessischen Standorten Fußball-Fanprojekte.

Die Fanprojekte in Frankfurt (Eintracht Frankfurt und FSV Frankfurt), Darmstadt, Wiesbaden, Offenbach und Kassel sind sozialpädagogische Einrichtungen, die sich um die Betreuung von Fußballfans eines oder mehrerer Vereine kümmern. Ihre Arbeit richtet sich vornehmlich an Jugendliche und junge Erwachsene. Kernstück des Auftrags ist das Eindämmen von Gewalt auf Grundlage eines handlungsorientierten Ansatzes.

Fanprojekte haben dabei „den gesellschaftspolitischen Auftrag, jugendlichen Fußballfans und jungen Erwachsenen eine positive Lebensorientierung zu geben, Gewaltphänomenen und politischem Extremismus mit sozialpräventiven Maßnahmen entgegenzuwirken, problematisches Verhalten zu thematisieren und gemeinsam mit den Fans alternative Problemlösungsansätze zu entwickeln. Die Stärkung eines positiven Selbstbildes junger Menschen und einer kreativen, vielfältigen Fankultur sind primäre Ziele der Fanprojektarbeit“ (www.kos-fanprojekte.deÖffnet sich in einem neuen Fenster).

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