Hessen hilft Ukraine

Nach dem russischen Angriff in der Ukraine hat die Hessische Landesregierung vorbereitende Koordinierungsmaßnahmen eingeleitet, um schnellstmöglich und in Abstimmung mit dem Bund einen Beitrag zur humanitären Hilfe der Menschen in der Kriegsregion zu leisten. Auf dieser Seite stellt das Land für alle mittelbar oder unmittelbar vom Krieg betroffenen Menschen in Hessen Informationen bereit.

Ukraine Flagge

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt eine Zeitenwende dar und bricht mit dem Tabu vom Einsatz militärischer Gewalt auf unserem Kontinent. Europa, Deutschland und auch Hessen stehen solidarisch an der Seite der mehr als 40 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer. Für jene, die unter dem Angriffskrieg zu leiden haben, möchte auch die Hessische Landesregierung schnell und möglichst unbürokratisch ihren Beitrag zur Unterstützung und Hilfe leisten. Hierzu steht Hessen insbesondere mit dem Bund sowie dem ukrainischen Generalkonsulat in Frankfurt im dauerhaften und vertrauensvollen Austausch, um auch den mehr als 10.000 in Hessen lebenden Ukrainern unmittelbare Hilfe zukommen zu lassen.

Unter der folgenden Kontaktdaten können Sie sich mit ihrem Anliegen an das Land Hessen wenden:

FAQs

Hier finden Sie FAQs zur Einreise, zum Aufenthaltsrecht und zum Asyl.

Sind die Grenzen von der Ukraine in die EU geschlossen?

Nein, die Grenzen sind offen und passierbar.

Kann ich ohne Probleme aus der Ukraine ausreisen und in die EU einreisen?

Nach Informationen des Bundes dürfen ukrainische Männer im wehrfähigen Alter derzeit nicht ausreisen. An den Grenzübergängen in die Nachbarstaaten kann es derzeit zu langen Wartezeiten kommen.

Nehmen Sie ausreichend Wasser, Nahrung und warme Kleidung mit.

Voraussetzung für die visumsfreie Einreise für Ukrainerinnen und Ukrainer in die EU ist grundsätzlich das Mitführen eines Reisepasses mit biometrischen Merkmalen, davon wird aber derzeit an den Grenzübergängen oftmals abgesehen, damit die Einreise für alle Geflüchtete möglich ist. Weitere Informationen finden Sie hier: https://handbookgermany.de/de/ukraine-info/de.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ich lebe in der Ukraine, aber bin kein Ukrainer oder EU- Bürger, und bräuchte eigentlich für die Einreise in die EU ein Visum. Was gilt für mich bei der Einreise?

Die rechtlichen Vorgaben sehen für Sie weiterhin ein Visum vor. Es ist jedoch bekannt, dass in der Praxis aktuell eine Einreise aus der Ukraine in die EU oftmals auch ohne Visum möglich ist.

Das Bundesinnenministerium plant in den nächsten Tagen eine neue Verordnung nach dem Aufenthaltsgesetz in Kraft treten zu lassen. Diese wird – vereinfacht gesagt – ukrainischen Staatsangehörigen, die visumfrei mit einem Nationalpass mit biometrischen Merkmalen einreisen dürfen, den weiteren rechtmäßigen und rechtssicheren Aufenthalt für drei Monate ermöglichen. Den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine soll dadurch die Möglichkeit und die erforderliche Zeit gegeben werden, einen Aufenthaltstitel zu beantragen und zu erhalten. Die Verordnung wird auch ukrainische Staatsangehörige mit einem Nationalpass ohne biometrische Merkmale sowie Drittstaatsangehörige einbeziehen, die zum Zeitpunkt 24.02.2022 in der Ukraine gelebt haben.

Wie kann ich, wenn ich einen deutschen Aufenthaltstitel habe und in der Ukraine lebe, wieder nach Deutschland einreisen?

Wenn Ihr Aufenthaltstitel noch Geltung hat, Sie sich also bspw. nicht länger als sechs Monate in der Ukraine aufgehalten haben oder mit der zuständigen Ausländerbehörde eine andere Frist vereinbart haben, können Sie unter Vorlage Ihres Reisepasses und des gültigen Aufenthaltstitels wieder einreisen.

Gelten Corona-bedingte Einreisebeschränkungen? Welche Nachweise sind erforderlich?

In Deutschland gilt aktuell nur eine allgemeine Nachweispflicht (3G – geimpft, genesen, getestet) vor Einreise. Die deutsche Bundespolizei nimmt auf die Situation der Geflüchteten aus der Ukraine aber große Rücksicht und es werden auch Corona-Tests an der Grenze angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/infos- reisende/faq-tests-einreisende.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster

Kann ich kostenfrei mit der Deutschen Bahn einreisen?

Ja. Eine Fahrkarte ist für die Einreise bis auf Weiteres nicht erforderlich; es reicht der ukrainische Pass oder ein entsprechendes ukrainisches Ausweisdokument. Für die Weiterreise im Fernverkehr kann ein kostenloses „helpukraine“-Ticket im DB Reisezentrum (an Bahnhöfen) ausgestellt werden. Für Reisen im deutschen Nahverkehr brauchen ukrainische Staatsangehörige keine Fahrkarte. Die Deutsche Bahn hat Informationen zusammengestellt (auf Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch): https://www.bahn.de/info/helpukraineÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Die Regelung gilt auch für alle Nahverkehrszüge (S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress, etc.) sowie für alle U-, Straßen-, Stadtbahnen und Busse in Hessen, also z.B. alle Angebote des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV), des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) sowie des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV

Siehe z.B.: https://www.vbb.de/presse/freie- fahrt-im-vbb-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Ich habe auf der Flucht meinen Pass und/oder Nachweisdokumente zu meiner Person/zu meinen Kindern verloren. Wo kann ich in Deutschland Passersatzpapiere beantragen?

Wenden Sie sich hierzu bitte an die für Sie zuständige Ausländerbehörde. Hier finden Sie die für Sie zuständige Ausländerbehörde: https://innen.hessen.de/uebersicht-der-hessischen-auslaenderbehoerden

Ich habe meine Dokumente während der Flucht aus der Ukraine verloren und bin jetzt in Deutschland bei Verwandten. Kann ich Asyl auch ohne Dokumente beantragen?

Sie können auch ohne Dokumente beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), bei jeder Erstaufnahmeeinrichtung, jeder Ausländerbehörde und auch auf jeder Polizeiwache ein Asylgesuch äußern. Sie müssen aber keinen Asylantrag stellen.

Ich bin visumsfrei oder mit einem Besuchervisum in Deutschland. Welche Möglichkeiten habe ich jetzt?

Ukrainische Staatsbürger dürfen sich in diesen Fällen zunächst bis zu 90 Tage im Schengenraum aufhalten. Für einen längerfristigen Aufenthalt in Deutschland müssen Sie sich nach Ankunft in Deutschland – jedenfalls vor Ablauf der 90 Tage – bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde melden. Hier finden Sie Ihre zuständige Ausländerbehörde: https://innen.hessen.de/uebersicht-der-hessischen-auslaenderbehoerden

Ukrainischen Staatsangehörigen und bestimmten Drittstaatsangehörigen wird laut eines Beschlusses der Europäischen Union ein vorübergehender Schutzstatus gewährt werden. Der Beschluss wird in Deutschland durch § 24 Aufenthaltsgesetz umgesetzt und bedarf noch der Konkretisierung hinsichtlich seiner Anwendung, insbesondere mit Blick auf bestimmte Gruppen von Drittstaatsangehörigen und deren Schutzstatus. Ziel ist jedenfalls, dass die Aufenthaltserlaubnis Zugang zu selbständigen Tätigkeiten und abhängiger Beschäftigung umfasst.

Weitere Bestimmungen werden folgen und fortlaufend aktualisiert.

Kann ich in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis beantragen?

Ja, das ist zum einen für die Verlängerung eines Kurzaufenthalts nötig. Ebenso ist es aktuell auch möglich, für längerfristige Zwecke eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu beantragen, wenn die Erteilungsvoraussetzungen dafür erfüllt sind. Das kann etwa zum Zweck eines Studiums, der Ausbildung oder einer Tätigkeit als Fachkraft mit einer anerkannten Berufsqualifikation sein. Aktuell wird vom Vorliegen eines Visums als Erteilungsvoraussetzung abgesehen.

Wenn eine Ausreise nach 90 Tagen nicht möglich ist, müssen Sie sich rechtzeitig vor dem Ablauf der 90 Tage an die für Sie zuständige Ausländerbehörde wenden. Hier finden Sie Ihre zuständige Ausländerbehörde: https://bamf-navi.bamf.de/de/Themen/Behoerden/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Der vorübergehende Schutzstatus nach § 24 Aufenthaltsgesetz wird von der Ausländerbehörde als humanitäre Aufenthaltserlaubnis gewährt.

Sollte ich Asyl in Deutschland beantragen?

Die Europäische Union hat für ukrainische Staatsangehörige und bestimmte Gruppen von Drittstaatsangehörigen ein erleichtertes Verfahren für den weiteren Aufenthalt eingeführt. Damit ist das Stellen eines Asylantrags nicht mehr erforderlich, um eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Weitere Informationen zur genauen Umsetzung werden in den nächsten Tagen erwartet. Das Recht, einen Asylantrag zu stellen, besteht unabhängig davon grundsätzlich fort. Beraten Sie sich in dieser Frage ggf. mit einem Rechtsanwalt.

Muss ich in dem Land bleiben, in das ich zuerst eingereist bin? Oder kann ich innerhalb der EU weiterreisen?

Die ukrainischen Staatsangehörigen, die visumfrei (also Inhaber biometrischer Pässe) eingereist sind, dürfen innerhalb der EU bzw. im sog. Schengenraum reisen.

Wenn Sie einen Aufenthaltstitel eines Mitgliedstaates erhalten haben, geht dies aber nur für 90 Tage. Ein Umzug ist also nur mit Erlaubnis des Staates möglich, in den Sie umziehen. Erwerbstätigkeiten müssen Ihnen von jedem Staat, in dem Sie sie ausüben möchten (also dort sind, während Sie arbeiten), einzeln erlaubt werden. Informationen für ukrainische Staatsangehörige, die nicht in Besitz eines biometrischen Passes und damit nicht visumsbefreit sind, folgen.

Bestehen besondere Regelungen, wenn ich als ukrainischer Flüchtling in die USA weiterreisen möchte?

Die wichtigsten Visa- und Reisefragen in die USA hat das US-Außenministerium auf seiner Webseite zusammengestellt: https://travel.state.gov/content/travel/en/News/visas-news/information-for-nationals-of-Ukraine.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Im Hinblick auf die aktuell geltenden Covid-19-Auflagen bei Einreise in die USA gibt es keine pauschalen Impfbefreiungen, jedoch hat die U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bis zum 1. April eine PCR-Testausnahme für ukrainische Flüchtlinge ausgestellt.

Wenn ich aus der Ukraine nach Deutschland flüchte, wird dann für meinen Lebensunterhalt gesorgt, wenn ich kein Geld habe?

Ja, Sie erhalten Unterstützung. Sollten sie hilfsbedürftig sein, zum Beispiel in Bezug auf Unterkunft, Verpflegung oder medizinische Versorgung, kann dies durch die Behörde als Asylgesuch gewertet werden. Dann besteht grundsätzlich eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wird Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz erteilt, besteht bei Hilfsbedürftigkeit ebenfalls eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Sie müssen sich an das zuständige Sozialamt wenden. Hier finden Sie das für Sie zuständige Sozialamt: https://www.meldebox.de/sozialamt/Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Ich bin ukrainischer Staatsbürger und habe einen Abschiebungsbescheid in die Ukraine erhalten. Muss ich jetzt noch fürchten, dass ich abgeschoben werden?

Abschiebungen in der Ukraine werden derzeit nicht durchgeführt: https://www.asyl.net/schutzsuchende-ukraineÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Auf der Internetseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) können Sie alle Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland auch in ukrainischer Sprache nachlesen: https://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite_node.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster.

На сайті Федерального відомства з питань міграції та біженців (BAMF) ви можете прочитати всю інформацію про в’їзд та перебування в Німеччині українською мовою: https://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite_node.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster.

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Auf dem Internetportal "Germany4Ukraine" des Bundesministerium des Innern und für Heimat können sich Ukraine-Flüchtlinge auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch über Hilfsangebote informieren: https://germany4ukraine.de/hilfeportal-uaÖffnet sich in einem neuen Fenster.

На інтернет-порталі «Germany4Ukraine» Федерального міністерства внутрішніх справ і питань походження українські біженці можуть дізнатися про пропозиції допомоги німецькою, англійською, українською та російською мовами: https://germany4ukraine.de/hilfeportal-uaÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Weitere FAQs

Wie ist die Lage aktuell in der Ukraine?

Informationen über die aktuelle Lage in der Ukraine stellt das Auswärtige Amt zur Verfügung. Dort finden Sie die notwendigen Informationen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/-/2513396Öffnet sich in einem neuen Fenster

Wird es Evakuierungsflüge geben? Für deutsche UND ukrainische Staatsangehörige?

Der Luftraum über der Ukraine ist aktuell gesperrt.

Eine Evakuierung von deutsche Staatsangehörigen oder ukrainischen Staatsangehörigen durch deutsche Behörden ist derzeit nicht vorgesehen.

Deutsche in der Ukraine sind aufgefordert, sofort das Land auf einem sicheren Weg zu verlassen und falls dies nicht möglich ist, an einem geschützten Ort zu bleiben. Das Auswärtige Amt hat eine Krisenhotline eingerichtet unter +49 30 5000 3000. Weitere Informationen finden Sie beim Auswärtigen AmtÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Was unternimmt die Bundesregierung, um deutschen Staatsbürgern zu helfen?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Botschaften sind vor Ort in den Grenzregionen von Polen, Rumänien, Ungarn, der Slowakei und der Republik Moldau zur Ukraine zur Unterstützung deutscher Staatsangehöriger.

Für Deutsche, die sich noch in der Ukraine aufhalten, hat das Auswärtige Amt eine Krisenhotline eingerichtet unter +49 30 5000 3000. Weitere Informationen finden Sie beim Auswärtigen AmtÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Diese Informationen sind gebündelt auch hierÖffnet sich in einem neuen Fenster abrufbar.

Geldspende: Aktuell werden Hilfsmaßnahmen koordiniert. Um jetzt möglichst effektiv helfen zu können, kommen momentan in erster Linie Geldspenden in Betracht. Viele Hilfsorganisationen haben Spendenkonten für die Menschen in der Ukraine eingerichtet.

Sachspenden: Die Frage der Organisation von privaten Sachspenden befindet sich noch in der Klärung mit dem Bund. Staatliche Hilfeleistung im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens wurde bereits angeboten.

Möchten Sie dennoch Sachspenden bereitstellen, nutzen Sie die bereits bestehenden örtlichen Hilfsangebote. Bitte informieren Sie sich dazu in den Medien oder bei Ihrer Kommune.  Eine Liste von kommunalen Hilfsangeboten finden Sie zudem im Downloadbereich.

Was wird im Moment am dringendsten gebraucht?

Die Not der Menschen und damit ihr Bedarf an Unterstützung ist groß. Damit Hilfe tatsächlich ankommt, bittet das Deutsche Rote Kreuz sowie die Schwestergesellschaften sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungs-Strukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern die humanitäre Arbeit vor Ort. Zuletzt haben die Zentralen des Polnischen und Ukrainischen Rotes Kreuz in einem Appell an ihre Schwestergesellschaften darauf hingewiesen, dass keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht abgesprochener und nicht angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangeboten bestehen. Unkoordinierte Lieferungen und Hilfe führen zu einem Infarkt lebenswichtiger Versorgungslinien.

Wo melde ich mich, wenn ich als Privatperson eine Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge anbieten möchte?

Wenn Sie eine Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge anbieten möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Kreis bzw. Ihre Kommune.

Alternativ gibt es verschiedene Plattformen, auf denen Sie sich mit Ihrem Angebot registrieren lassen können.

Dazu zählen z.B.

Wo melde ich mich, wenn ich anderweitig (z.B. als Dolmetscher) unterstützen möchte?

Unterstützungsbedarf besteht aktuell in verschiedenen Bereichen und auf verschiedenen Organisationsebenen. Es ist ratsam, sich diesbezüglich zunächst mit der Kommune, in der Sie leben, auseinanderzusetzen; dort kann Ihnen weitergeholfen werden. Achten Sie zudem auf Unterstützungsaufrufe, bspw. seitens Ihres Kreises oder regionaler Erstaufnahmeeinrichtungen.

Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge

Wie Sie auch den Medien entnehmen können, ist die europäische Aufnahmebereitschaft sehr hoch. Der Bund schafft derzeit die Voraussetzungen zur Umsetzung der EU-Massenzustrom-Richtlinie, die auf EU-Ebene am 3. März beschlossen worden ist.

Dies beinhaltet dann, dass den von der Richtlinie erfassten Personen in der EU Asylbewerberleistungen zustehen sollen (einschl. medizinischer Versorgung) und diese eine Arbeitserlaubnis erhalten sollen. Die Personen haben sich sodann nach § 91a AufenthG bei den Ausländerbehörden zu melden.

Das Land Hessen bereitet aktuell alles vor, um ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen zu können. Für größere Personenzahlen, die keine privaten Anlaufstellen haben oder die nicht unmittelbar von Kommunen untergebracht werden, erfolgt die Aufnahme in der Erstaufnahmeeinrichtungen (EAEH) in Gießen.

Was passiert nach der Aufnahme der Geflüchteten in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes?

In der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes (EAEH) erfolgt die Sicherung, Feststellung und Überprüfung der Identität nach § 16 AsylG. In der EAEH werden die Geflüchteten zudem medizinisch betreut und erhalten ein Impfangebot. Danach werden sie den Landkreisen und kreisfreien Städten in Hessen nach Landesaufnahmegesetz (LAG) zugewiesen.

Nach Zuweisung haben sich die Geflüchteten bei der örtlich zuständigen Meldebehörde anzumelden und sollen in der örtlich zuständigen Ausländerbehörde die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) beantragen.

Wo finde ich eine Unterkunft?

Soweit Sie Ihren Wohnort frei wählen dürfen, bieten verschiedene Plattformen wie z. B.

private Bleibemöglichkeiten.

Viele Menschen in Deutschland und Europa bieten Menschen aus der Ukraine aktuell kostenlose Unterkunft an. Schützen Sie sich hier aber vor unseriösen Angeboten und benachrichtigen Sie die Polizei, falls Sie sich unwohl fühlen. Minderjährige dürfen ohne ihre Familien unter keinen Umständen privat untergebracht werden. Hier ist die Polizei oder das Jugendamt zu benachrichtigen.

Wo melde ich mich, wenn ich als Privatperson ukrainische Flüchtlinge aufnehme bzw. aufgenommen habe?

Die von Ihnen aufgenommenen Personen sollten sich zunächst an die kommunale Ausländerbehörde vor Ort wenden. Dort erfolgt die Sicherung, Feststellung und Überprüfung der Identität nach § 16 AsylG, hilfsweise nach § 49 AufenthG.

Wo melde ich mich, wenn ich als Privatperson eine Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge anbieten möchte?

Wenn Sie eine Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge anbieten möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Kreis bzw. Ihre Kommune.

Alternativ gibt es verschiedene Plattformen, auf denen Sie sich mit Ihrem Angebot registrieren lassen können.

Dazu zählen z.B

Kann ich in Deutschland Sozialleistungen beantragen?

Ja, sollten Sie hilfsbedürftig sein, zum Beispiel in Bezug auf Unterkunft, Verpflegung oder medizinische Versorgung, kann dies durch die Behörde als Asylgesuch gewertet werden. Dann besteht grundsätzlich eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wird Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz erteilt, besteht ebenfalls eine Leistungsberechtigung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wenden Sie sich dafür bitte an das für Sie zuständige Sozialamt Ihres Aufenthaltsortes, das Sie hier finden: https://www.meldebox.de/sozialamt/Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Wo kann ich nach den ersten drei Monaten finanzielle Unterstützung erhalten?

Bitte wenden Sie sich an das örtliche Sozialamt. Hier finden Sie das für Sie zuständige Sozialamt: https://www.meldebox.de/sozialamt/Öffnet sich in einem neuen Fenster. Danach hängt die finanzielle Hilfe davon ab, welche Aufenthaltserlaubnis Sie erhalten. Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz eröffnet im Falle der Hilfebedürftigkeit Zugang zu Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Wenden Sie sich am besten vor Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis vor Ort an eine Beratungsstelle. Eine gute Übersicht zu Beratungsstellen finden Sie hier: https://www.proasyl.de/beratungsstellen-vor-ort/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Wo bekomme ich ärztliche Hilfe, wenn ich oder mein Kind in Deutschland krank werden? Wer trägt die Kosten für die Behandlung?

In dringenden Fällen können Sie die Notambulanzen in den Krankenhäusern aufsuchen.

Wenn Sie hilfsbedürftig sind, besteht ein Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wenn Sie an einer akuten Krankheit leiden oder Schmerzen haben, werden die erforderlichen ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen einschließlich der Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln gemäß § 4 Asylbewerberleistungsgesetz gewährt. Darüber hinaus können gemäß § 6 Asylbewerberleistungsgesetz weitere Leistungen gewährt werden, wenn sie im Einzelfall zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich sind.

Wenden Sie sich zur Beratung an das örtliche Sozialamt. Hier finden Sie das für Sie zuständige Sozialamt: https://www.meldebox.de/sozialamt/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Informationen zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen sind hier abrufbar: https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/fluechtlinge/Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Beratung zur Krankenversicherung erhalten Sie (auch als Nicht-EU- Staatsangehörige/r) auch bei der Gleichbehandlungsstelle EU- Arbeitnehmer (in verschiedenen Sprachen): https://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de/eugs-deÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Ich brauche /mein Kind braucht regelmäßig (verschreibungspflichtige) Medikamente. Wo kann ich diese bekommen?

Über den behandelnden Arzt oder Ärztin werden die erforderlichen Medikamente verordnet.

Wenn Sie hilfsbedürftig sind, haben Sie Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Solange eine hilfebedürftige Person, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen ist, nicht berufstätig ist und damit keine Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlt, werden in den ersten 18 Monaten ihres Aufenthaltes im Bundesgebiet Leistungen zur medizinischen Versorgung, wie beispielsweise Medikamente, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezahlt.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/internationale- gesundheitspolitik/migration-und-integration/fluechtlinge-und- gesundheit.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster

Kann ich bei Bedarf eine psychologische Betreuung erhalten? Wenn ja, wie erhalte ich diese und wer trägt die Kosten?

Ja, Sie können eine kostenlose psychologische Betreuung erhalten. Dazu können Sie u.a. die kommunalen Daseinsvorsorgestellen sowie die psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteroper aufsuchen. Mehr Infos:

https://www.baff-zentren.org/hilfe-vor-ort/psychosoziale-zentren/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Der Sozialpsychiatrische Dienst hilft ebenfalls allen Menschen mit psychischen Erkrankungen. Betroffene und ihre Angehörige können sich dort schnell und unkompliziert beraten lassen. Welcher Sozialpsychiatrische Dienst regional zuständig ist, finden Sie hier: https://tools.rki.de/plztool. Regionale Ansprechpartner finden Sie auch unter https://www.sozialpsychiatrische-dienste.de/regionale-netzwerke/Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Auch im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes können psychologische Behandlungen übernommen werden. Wenden Sie sich hierfür an das örtliche Sozialamt.

Wo kann ich mich über die aktuellen Corona-Regelungen informieren? Wie kann ich mich vor einer Corona-Infektion schützen?

Mehrsprachige Informationen rund um das Thema Covid-19 finden Sie hier: https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/staatsministerin/coronaÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Über die aktuellen Corona Regelungen informiert zudem die Bundesregierung und verlinkt zu den Regeln der 16 deutschen Bundesländer.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona- regeln-und-einschrankungen-1734724Öffnet sich in einem neuen Fenster

Grundsätzlich gilt für alle im Kampf gegen Corona:

  • Abstand halten – Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen, beispielsweise im Bus oder in der Bahn, beim Einkaufen oder beim Spaziergang.
  • Hygiene beachten – Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und beachten Sie die Hygieneregeln beim Husten und Niesen.
  • Alltag mit Maske – Tragen Sie bitte immer eine Maske, wenn Sie im öffentlichen Raum den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen nicht sicher einhalten können. Es gilt eine Vorschrift für das Tragen von OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2- Masken im öffentlichen Personennahverkehr, beim Einkauf und überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen.

Wo kann ich mich kostenlos gegen Corona impfen lassen?

In Impfzentren, in Arztpraxen oder auch in Apotheken können Sie sich kostenlos gegen Corona impfen lassen. Die Impfung wird zudem bei der Aufnahme in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen angeboten.

Weitere Informationen zu Corona finden Sie unter:

https://www.zusammengegencorona.de/en/information-about-the-covid- 19-vaccination/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Die aktuellen Corona-Regeln in Hessen finden Sie hier:

https://soziales.hessen.de/Corona/Aktuelle-Corona-RegelnÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ich wurde mit dem russischen Impfstoff „Sputnik“ oder den chinesischen Impfstoffen „Sinovac“/“Sinopharm“ gegen Corona geimpft, der in Deutschland nicht anerkannt ist / ich bin gar nicht gegen Corona geimpft. Gibt es eine Impfpflicht gegen Corona in Deutschland?

Derzeit gibt es in Deutschland keine allgemeine Impfflicht gegen Corona. Aber Sie können sich kostenlos gegen Corona impfen lassen, darum bittet die Bundesregierung alle Menschen.

Wenn Sie mit dem russischen oder den chinesischen Impfstoffen geimpft wurden, benötigen Sie gemäß aktueller Rechtslage eine erneute Impfserie, um in der EU als geimpft zu gelten.

Mein Kind wird in Deutschland in die Kita gehen. Gibt es eine Impfpflicht gegen Masern?

Ja, in Deutschland gilt für die Aufnahme von Kindern in den Kindertagesstätten eine Impfpflicht gegen Masern. Die Impfungen führen Kinderärzte und Kinderärztinnen und Arztpraxen durch.

 

Ich möchte an einem Integrationskurs / Sprachkurs zum Deutschlernen teilnehmen. Wie und wo kann ich mich anmelden?

Der Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs.

Im Sprachkurs lernen Sie die Grundlagen der deutschen Sprache. Sie lernen z.B. auf Deutsch Briefe und E-Mails zu schreiben, Formulare auszufüllen, zu telefonieren oder sich auf eine Arbeitsstelle zu bewerben.

Im Orientierungskurs lernen Sie die deutsche Rechtsordnung, Geschichte und Kultur kennen. Sie werden über Ihre Rechte und Pflichten in Deutschland informiert und über die Werte, die in Deutschland besonders wichtig sind, zum Beispiel Religionsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Allgemeine Integrationskurse dauern 700 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Zunächst absolvieren Sie den Sprachkurs mit 600 Unterrichtseinheiten und dann den Orientierungskurs mit 100 Unterrichtseinheiten.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/AsylFluechtlingsschutz/faq-ukraine-integration.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster

Wie werden Kinder aus ukrainischen Kinderheimen, die mit Betreuern einreisen, untergebracht und versorgt?

Soweit die Betreuer erziehungsberechtigt sind, handelt es sich nicht mehr um unbegleitete Kinder. Die Kinder- und Jugendhilfe ist für die gemeinsame Unterbringung dennoch primär zuständig, wenn ein erzieherischer Bedarf vorliegt, was hier in der Regel anzunehmen sein wird. Eine Trennung von den anderen Kindern oder den Betreuer ist dabei zu vermeiden. Soweit die Eltern verstorben sind oder keine Person, die das Personensorgerecht innehat, erreichbar ist oder die Personensorge ausüben kann, sollte das Familiengericht angerufen werden, damit ein Vormundschaftsverfahren eingeleitet werden kann.

Hierzu bedarf es keines formellen Antrags, lediglich einer Information, denn das Familiengericht ist von Amts wegen verpflichtet, tätig zu werden. Sie können sich mit Fragen hierzu an das örtliche Familiengericht oder Jugendamt wenden.

Das zuständige Gericht finden Sie hier: https://www.justizadressen.nrw.de/de/justiz/sucheÖffnet sich in einem neuen Fenster und das zuständige Jugendamt hier: https://www.jugendaemter.com/jugendaemter-in- deutschland/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt es und wen kann ich diesbezüglich kontaktieren? Muss ich das bezahlen?

Über das Jugendamt erhalten Sie eine Liste mit allen Kitas in Ihrer Nähe sowie ein Formular zur Anmeldung. Sie können Ihr Kind auch in einer privaten Kita anmelden. Hierfür melden Sie sich direkt bei der Kita Ihrer Wahl. Da die Kosten für den Kitabesuch unterschiedlich ausfallen, informieren Sie sich am besten bei der Kommune bzw. Kita.

Eine Übersicht zu den Jugendämtern in Deutschland finden Sie hier: https://www.jugendaemter.com/jugendaemter-in-deutschland/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Gibt es Personen, die helfen und unterstützen? Gibt es Sprachmittler, die die geflüchteten Menschen begleiten bzw. unterstützen und wo finde ich diese Kontaktpersonen?

Es gibt zahlreiche bundesweite Organisationen (Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, AWO, Deutsches Rotes Kreuz und andere) sowie lokale Vereine und Bündnisse, die Sprachmittlung anbieten oder den Kontakt zu ehrenamtlichen Sprachmittlern herstellen.

Sprachmittlung zu Gesundheitsthemen bietet zum Beispiel das Ethno- Medizinische Zentrum (http://www.ethno-medizinisches-zentrum.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster).

Kontakt zu Sprachmittlern können auch lokale Migrantenorganisationen herstellen.

Welches Hilfesystem ist für mich geeignet, wenn ich noch nicht volljährig bin und an wen kann ich mich wenden, der mich berät?

Wenn eine unbegleitete Einreise stattgefunden hat, also eine Einreise ohne die Eltern, ist die Kinder- und Jugendhilfe für Ihre Versorgung und Unterbringung primär zuständig.

Wenden Sie sich hierfür an das Jugendamt in dem Ort, in dem Sie sich aufhalten. Eine Übersicht zu den Jugendämtern in Deutschland finden Sie hier: https://www.jugendaemter.com/jugendaemter-in-deutschland/Öffnet sich in einem neuen Fenster Dort werden Sie auch ausführlich beraten.

Die Kinder- und Jugendhilfe kann es auch für junge Menschen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres geben.

Was muss ich hinsichtlich meiner Haustiere beachten?

Informationen zu Heimtieren von Geflüchteten finden Sie hier: https://tierschutz.hessen.de/heimtiere/allgemeine-informationen-%C3%BCber-heimtiereÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ich bzw. mein Kind möchte an einem Sportangebot teilnehmen. Wie und an wen kann ich mich wenden?

Die rund 7.500 hessischen Sportvereine bieten vielfältige Angebote in einer Vielzahl von Sportarten an und sind somit wichtige Ansprechpersonen. 

Darüber hinaus engagieren sich seit der Flüchtlingswelle 2015/16 rund 300 sogenannte „Sport-Coaches“ in über 200 hessischen Gemeinden. Sport-Coaches helfen den Kontakt zwischen Geflüchteten und Sportvereinen herzustellen und unterbreiten vielfältige integrative Sportangebote. Zur Kontaktaufnahme mit den Sport-Coaches wenden Sie sich bitte an die Gemeinde oder an die eingerichtete Hotline bei der Sportjugend Hessen (Telefon: 069/6789475 oder E-Mail: sport-coach@sportjugend-hessen.de). Einen Flyer mit den wichtigsten Informationen zu Sportangeboten für ukrainische Geflüchtete finden Sie im Downloadbereich.  

In dem bundesweit einmaligen Förderprogramm bestehen zudem vielfältige Fördermöglichkeiten (bspw. für Sportkleidung).

Weiterführende Informationen finden Sie unter

https://innen.hessen.de/sport/integration-und-gewaltpraevention/sport-integriert-hessen

https://www.sportjugend-hessen.de/vielfalt-im-sport/sport-integriert-hessen/das-programm-sport-integriert-hessen/Öffnet sich in einem neuen Fenster

 

Ich bin Leistungssportler und würde gerne in Deutschland trainieren, an wen kann ich mich wenden?

Das Trainieren auf Ihrem Leistungsniveau ist auch in Hessen möglich. Für ukrainische Geflüchtete, die Leistungssport betreiben, wurde beim Landessportbund Hessen eine Hotline (Telefon: 069/6789418 oder E-Mail: bfriedrich@lsbh.de) eingerichtet. Die Ansprechperson kann Ihnen einen geeigneten Verein vermitteln und den Erstkontakt zwischen Ihnen herstellen. Einen Flyer mit den wichtigsten Informationen zu Sportangeboten für ukrainische Leistungssportler finden Sie im Downloadbereich.

Ab wann und wo kann ich mein Kind für die Schule oder die Kindertagesstätte anmelden und gibt es in diesen Bereichen auch Sprachmittler?

Alle Kinder ab sechs bzw. sieben Jahren gelten in Deutschland als schulpflichtig und müssen in die Schule gehen. Die Schulpflicht und Zugangsmöglichkeiten zum Bildungssystem für geflüchtete Kinder und Jugendliche sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Die für Sie geltenden Regelungen erfragen Sie über das Schulamt an Ihrem Aufenthaltsort. Bei Fragen zum Schulbesuch kann Ihnen ggf. eine externe Beratung z. B. über die Jugendmigrationsdienste www.jugendmigrationsdienste.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster helfen.

Falls Sie einen Kitaplatz in einer kommunalen Kita bekommen möchten, stellen Sie einen Antrag beim Jugendamt an Ihrem Aufenthaltsort. Dort erhalten Sie weitere Informationen zur Kitaplatz-Vergabe. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da in manchen Kommunen Kita-Plätze knapp sein können.

Es gibt viele Organisationen in Deutschland (Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, AWO, Deutsches Rotes Kreuz und andere) sowie lokale Vereine und Bündnisse, die Sprachmittlung anbieten oder den Kontakt zu ehrenamtlichen Sprachmittlern vermitteln können.

Zum Thema Schule in Deutschland berät die EU-Gleichbehandlungsstelle auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Ungarisch und Rumänisch: https://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de/eugs-en/eu-citizens/information-center/schoolsÖffnet sich in einem neuen Fenster

Mein Kind spricht kein Deutsch. Wo bekommt es eine Sprachförderung?

Für Kinder und Jugendliche mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen bieten Schulen verschiedene Formen der Sprachförderung an. Mit "Vorbereitungsklassen", die je nach Bundesland auch als "Willkommensklassen" oder "Übergangsklassen" bezeichnet werden, erwerben Schülerinnen und Schüler noch fehlende Deutschkenntnisse. Das Ziel ist ein Übergang in den Unterricht der Regelklasse.

Welche weiteren Betreuungsmöglichkeiten werden für Kinder angeboten, die ich auch nutzen könnte?

Eine Alternative zur Kita ist z. B. die Betreuung durch eine qualifizierte Tagesmutter oder einen Tagesvater. Über Tagespflegebörsen können Sie nach passender Betreuung an Ihrem Aufenthaltsort suchen, z. B. https://www.betreut.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Wo erhalte ich Informationen zum Thema Ausbildung in Deutschland?

Zum Thema Ausbildung in Deutschland berät die EU- Gleichbehandlungsstelle auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Ungarisch und Rumänisch: https://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de/eugs-en/eu-citizens/information-center/vocational-trainingÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ich studiere in der Ukraine und habe die ukrainische Staatsangehörigkeit. Jetzt bin ich in Deutschland und möchte mein Studium fortsetzen. Werden meine mitgebrachten Studienleistungen anerkannt und wohin kann ich mich wenden?

Die Ukraine ist seit 2005 Mitglied im Bologna-Prozess, somit werden Studienleistungen, die in der Ukraine erbracht wurden, auch in Deutschland anerkannt. Über die Fortsetzung des Studiums entscheidet letztendlich die Universität bzw. die Hochschule. Bitte wenden Sie sich daher an die Universität oder Hochschule vor Ort.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), informiert über Studien- und Fördermöglichkeiten in Deutschland. Nähere Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter: https://www.daad.de/de/der-daad/kontakt/kontakt-studieren-forschen-in-deutschland/Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Hier gibt es Informationen zum Thema Studium in Deutschland auf Deutsch und Ukrainisch: https://www.daad-ukraine.org/de/studieren-forschen-in- deutschland/studieren-in-deutschland/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Bitte lassen Sie sich auch von Ihrer für Sie zuständigen Ausländerbehörde zu den Möglichkeiten einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Studiums/einer Ausbildung beraten. Hier finden Sie Ihre für Sie zuständige Ausländerbehörde: https://innen.hessen.de/uebersicht-der-hessischen-auslaenderbehoerden

Ich bin Student aus der Ukraine, habe die ukrainische Staatsangehörigkeit und bin im Rahmen eines Stipendiums/Austauschprogramms (oder ähnliches) nach Deutschland gekommen. Mein Aufenthalt in Deutschland endet demnächst. Wohin kann ich mich wenden?

Bitte wenden Sie sich bzgl. der möglichen Verlängerung Ihrer Aufenthaltserlaubnis oder zu Fragen der Erteilung eines Aufenthaltstitels zu einem anderen Zweck an die örtlich zuständige Ausländerbehörde.

Hier finden Sie Ihre für Sie zuständige Ausländerbehörde: https://innen.hessen.de/uebersicht-der-hessischen-auslaenderbehoerden

Kann ich nach Ankunft in Deutschland gleich arbeiten?

Arbeiten dürfen Sie erst, wenn Ihnen die Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel erteilt hat – sofern aus diesem auch hervorgeht, dass Sie damit arbeiten können.

Mit dem vorübergehenden Schutzstatus für Geflüchtete aus der Ukraine (§ 24 Aufenthaltsgesetz) werden Sie aller Voraussicht nach auch arbeiten dürfen; die genaue Umsetzung ist allerdings derzeit noch in Klärung (Stand 07.03.2022).

Wenn Sie die Voraussetzungen dafür erfüllen, können Sie grundsätzlich. auch eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung bei der örtlichen Ausländerbehörde beantragen. Weitere Informationen finden Sie z.B. unter: https://handbookgermany.de/de/ukraine-info/de.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster

Bitte beachten Sie: Von dem Arbeitsverbot sind ausnahmsweise einzelne Personen mit Führungspositionen in Unternehmen, Wissenschaftler, Forscher, karitative Beschäftigte, Journalist und Berufssportler ausgenommen.

Hier finden Sie die Informationen der Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/ukraineÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ich möchte gern arbeiten, spreche aber kein Deutsch. Was kann ich tun?

Deutsche Sprachkenntnisse erleichtern eine Arbeitsaufnahme in der Regel, sind jedoch nicht für jeden Job zwingend Voraussetzung.

Die Möglichkeiten einer für Sie kostenfreien Sprachförderung durch Integrations- und Sprachkurse befinden sich aktuell rechtlich in Klärung. Sobald dies erfolgt ist, finden Sie hier die entsprechenden Informationen. Unabhängig davon gibt es zahlreiche Anbieter kostenpflichtiger Sprachkurse, z.B. das Goethe-Institut.

Kann ich als ukrainischer Kriegsflüchtling in Deutschland in meinem erlernten Beruf arbeiten?

Grundsätzlich ist es mit Zugang zum Arbeitsmarkt möglich, in Deutschland in Ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. Manche Berufe sind in Deutschland jedoch reglementiert. Das bedeutet, dass Ihre Qualifikation erst offiziell anerkannt werden muss, bevor Sie Ihren Beruf hier ausüben dürfen. Ob Sie so ein Anerkennungsverfahren durchlaufen müssen, welche Unterlagen Sie dazu benötigen und welche anderen Möglichkeiten Ihnen offenstehen, erfahren Sie in mehreren Sprachen unter: https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/index.php. Sie können sich auch kostenlos bei einer Beratungsstelle des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ beraten und unterstützen lassen. https://www.netzwerk-iq.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Wie kann ich meine in der Ukraine erworbenen Abschlüsse anerkennen lassen?

Wenn Sie einen ausländischen Schul- oder Berufsabschluss haben, können Sie diesen in Deutschland anerkennen lassen. Im Anerkennungsverfahren wird Ihr Abschluss mit einem ähnlichen deutschen Abschluss verglichen. Wenn Ihr Abschluss als gleichwertig anerkannt wird, erhalten Sie einen entsprechenden Bescheid. Damit haben Sie bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Alle Menschen mit einem ausländischen Abschluss haben ein Recht auf dieses Anerkennungserfahren. Weder Ihr Aufenthaltsstatus noch Ihre Staatsbürgerschaft spielen dafür eine Rolle.

Es gibt ein mehrsprachiges Internetportal, auf dem Sie Ihren Berufsabschluss eingeben und alle Schritte erklärt bekommen, wie dieses Verfahren in Deutschland funktioniert und welche Unterlagen Sie brauchen: www.anerkennung-in-deutschland.deÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Wie kann ich Arbeit finden, wenn geklärt ist, dass ich eine Beschäftigung aufnehmen darf?

Bei der Suche nach einer passenden Arbeit unterstützt Sie Ihre Agentur für Arbeit, direkt vor Ort, auch mehrsprachig: https://web.arbeitsagentur.de/portal/metasuche/suche/dienststellen?in=arbeitsagenturenÖffnet sich in einem neuen Fenster

Die Agentur für Arbeit berät Sie und unterbreitet Ihnen konkrete Jobangebote. Zusätzlich gibt es ein breites Angebot unterstützender Maßnahmen, etwa die Übernahme von Bewerbungskosten, Coachings oder Lehrgänge. Die Nutzung der Dienstleistungen der Agentur für Arbeit sind für Sie kostenfrei.

Behördeninformationen

Wie kommen ukrainische Flüchtlinge nach Hessen? Wie läuft die Verteilung ab? Wie ist der aktuelle Aufenthaltsstatus der Geflüchteten? Hier finden Sie als Kommune entsprechende Antworten.

Weitere Ansprechpartner

Telefon: 069 29720920

Website:gc_def@mfa.gov.uaÖffnet sich in einem neuen Fenster

E-Mail: 61224calendar@gmail.com

Anschrift: Vilbeler Str. 29, 60313 Frankfurt am Main

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