Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Förderprogramm

Sport und Flüchtlinge

Das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ unterstützt hessische Städte und Gemeinde, in denen Sportvereine und Institutionen Sport- und Bewegungsangebote mit Flüchtlinge initiieren möchten. Flüchtlingen soll schnell und unkompliziert das Ankommen in ihren Städten und Gemeinden erleichtert werden. „Sport-Coaches“ helfen bei der Koordination.

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Basketball
© Peter Atkins - Fotolia.com

Die Zuwanderung von Flüchtlingen erfordert von allen Beteiligten große Anstrengungen. Gerade die Städte und Gemeinden sind davon stark betroffen.

Der Sport leistet hier einen wichtigen Beitrag– in den vergangenen Jahren hat er bereits vielfach seine außerordentliche Integrationskraft unter Beweis gestellt. Das Bedürfnis nach Bewegung und körperlicher Betätigung ist allen Menschen gleichermaßen eigen. Gleichzeitig sind im Sport Sprache, Herkunft, Religion und sozialer Status von nachgeordneter Bedeutung. Sportvereine leisten schnell und unbürokratisch Hilfe vor Ort.

Um die integrative des Sports vor Ort zu stärken und gleichzeitig die hohe Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich im Bereich der Flüchtlingsarbeit zu engagieren, zu unterstützen, hat die Hessische Landesregierung das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ aufgesetzt, Neben Sport- und Bewegungsangeboten von Sportvereine und anderen Institutionen wird der Einsatz von Sport-Coaches für die Flüchtlingsarbeit gefördert. Diese stellen den Kontakt zwischen Sportvereinen, Asylbetreuung,  Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen her. In der ersten Zeit begleiten sie Flüchtlinge zu Sportangeboten. 

Städte und Gemeinden können in Abhängigkeit der Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge auf Antrag eine pauschale Förderung beantragen. Städte und Gemeinde, in denen eine Hessische Erstaufnahmeeinrichtung besteht, können zusätzliche Fördermittel beantragen.

Die Fördermittel können für folgende Bereiche verwendet werden:
Aufwandsentschädigung für den/die Sport-Coach(es) und/oder

  • Aufwandsentschädigung für Personen, die Sportangebote mit Flüchtlingen anleiten und/oder

  • Sachmittel für Sportangebote mit Flüchtlingen (insbesondere Sportkleidung, -material, Transportkosten) und/oder

  • Einmalzahlung für die verpflichtenden Schulungsmaßnahmen i.H.v.250 €

Sportvereine oder andere Institutionen, die Sportangebote für Flüchtlinge initiieren möchten, können unter der Voraussetzung, dass die jeweilige Gemeinde Fördermittel aus dem Programm abruft, Förderungen bei der Stadt oder Gemeinde beantragen. Die jeweilige Gemeinde entscheidet jedoch eigenständig über die Nutzung oder Verteilung der Fördermittel.

Die antragstellende Gemeinde ist verpflichtet, nach Abstimmung mit der Sportjugend Hessen im Landessportbund Hessen e.V., einen Sport-Coach für die Flüchtlingsarbeit zu benennen. Dieser nimmt zur Sicherstellung einer fachlich qualitativen Betreuung der Flüchtlinge an einer speziell auf die Arbeit mit Flüchtlingen ausgerichteten Schulung teil. Die Sportjugend Hessen ist als fachlicher Partner in das Programm eingebunden. Sie arbeitet bereits seit vielen Jahren erfolgreich im Bereich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in und durch den Sport.

Detaillierte Programminformationen entnehmen Sie bitte der Förderrichtlinie im Downloadbereich.

Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an:

Sportjugend Hessen: Volker Rehm (VRehm@sportjugend-hessen.de; 069-6789-471)