Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

„Landsmannschaft steht für vielfältige Kulturarbeit“

Innenminister Beuth gratuliert der Pommerschen Landsmannschaft zum 70-jährigen Bestehen.

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Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat das 70-jährige Jubiläum der Pommerschen Landsmannschaft Landesgruppe Hessen und Kreisgruppe Wiesbaden besucht, und die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur hervorgehoben.

Für die Hessische Landesregierung ist die Unterstützung der Gedenk- und Kulturarbeit eine Herzensangelegenheit. Was die Verbände und Landsmannschaften leisten, nötigt uns großen Respekt und tiefe Bewunderung ab. Denn auch mehr als 70 Jahre nach Flucht und Vertreibung hat das Thema eine große gesellschaftliche Bedeutung. Schließlich wurde mit den Aussiedlern und Spätaussiedlern unser Bundesland für 1,8 Millionen Deutsche zur neuen Heimat. Damit hat nahezu ein Drittel der hessischen Bürgerinnen und Bürger selbst oder über die familiäre Abstammung ein Vertreibungs- oder Aussiedlerschicksal. Die Pommersche Landsmannschaft steht seit 70 Jahren für eine vielfältige, lebendige Erinnerungs- und Kulturarbeit. Ihre Geschichte ist Teil unserer Geschichte geworden, ihre Kultur ist heute Teil der Kultur des ganzen Landes. Ich danke den Mitgliedern der Pommerschen Landsmannschaft für den ausdauernden und treuen Einsatz“, so Innenminister Peter Beuth.

Engagement wird auch künftig unterstützt

Die Hessische Landesregierung schätzt die Arbeit der Pommerschen Landsmannschaft und wird ihr Engagement auch zukünftig ideell und materiell unterstützen. Grundsätzlich steht die Hessische Landesregierung in der 20. Legislaturperiode im Bereich der Vertriebenenpolitik für Kontinuität und Aufbruch. Wie der Hessische Innenminister hervorhob, wurden gerade erst im Jahr 2020 die jährlichen Fördermittel für die Erinnerungs- und Kulturarbeit nach Paragraph 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) -um 50 Prozent erhöht.

Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, die an der Jubiläumsveranstaltung in Wiesbaden ebenfalls teilnahm, erklärte: „Die Pommersche Landsmannschaft entstand im Jahr 1948 in Westdeutschland unter ihrem Sprecher Herbert von Bismarck, einem Großneffen Otto von Bismarcks. Ein Jahr später (1949) wurde die Landesgruppe Hessen der Pommerschen Landsmannschaft gegründet und ein weiteres Jahr später (1950) die Kreisgruppe Wiesbaden. Sie alle können auf 70 Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Dazu gratuliere auch ich sehr herzlich.“

Seit Juli 2019 ist der Bereich Heimatvertriebene und Spätaussiedler durch Kabinettsbeschluss dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport zugeordnet. Mit der Einrichtung einer eigenen Stabsstelle der Landesbeauftragten Margarete Ziegler-Raschdorf hat die Hessische Landesregierung die institutionellen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen im Innenministerium dafür geschaffen, die Geschichte und Kultur der Vertreibungsgebiete zu vermitteln und zu erhalten.

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