Innenminister Roman Poseck besucht Polizeipräsidium Südhessen

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister Poseck besucht Polizeipräsidium Südhessen

Innenminister Roman Poseck hat das Polizeipräsidium Südhessen als erstes Polizeipräsidium in Hessen besucht und ist mit Polizeipräsident Björn Gutzeit und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch gekommen. Vor Ort machte er sich mit den polizeilichen Herausforderungen im Süden Hessens vertraut und betonte die hohe Bedeutung der Modernisierung und Digitalisierung der Sicherheitsbehörden für die Polizeiarbeit der Zukunft. 

„Mit meinen Besuchen in den hessischen Polizeipräsidien möchte ich mir in den kommenden Wochen einen Überblick über die Arbeit und Themen vor Ort verschaffen. Der Rundgang im Polizeipräsidium Südhessen hat mir gezeigt, dass sich die über 2.100 Beschäftigten hoch engagiert für die Sicherheit der rund 1,1 Millionen Einwohner im südhessischen Raum einsetzen. Nicht umsonst ist Südhessen mit einer vergleichsweise niedrigen Kriminalitätsbelastung und einer hohen Aufklärungsquote schon über mehrere Jahre die sicherste Region in Hessen. Das Polizeipräsidium Südhessen steht aufgrund der geografischen Lage im engen Austausch mit den Behörden von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Sicherheitskooperation hat sich vor allem bei gemeinsamen Kontrollaktionen im Verkehrsbereich und bei der Kriminalitätsbekämpfung bewährt“, erklärte Innenminister Roman Poseck bei seinem Besuch im Polizeipräsidium Südhessen. 

Modellrevier für zukunftsfähige Polizeiarbeit

Der Zweck des im Polizeipräsidium Südhessen angesiedelten Modellreviers ist die Erprobung neuer Technologien und Verfahren, die gegebenenfalls im Anschluss auf andere Reviere und Stationen übertragen werden können. Dazu wurden die Dienststellen mit den neusten Techniken ausgestattet, um diese im Echtbetrieb zu testen. Der Fokus liegt derzeit verstärkt auf der Digitalisierung, beschränkt sich jedoch nicht auf diese und wird anhand der Wünsche und Bedürfnisse auf andere Bereiche erweitert werden. 

„Das Polizeipräsidium Südhessen nutzt mit dem Modellrevier die Chance, Polizeiarbeit zukunftsorientiert und modern auszugestalten und dabei trotz der Herausforderungen eine möglichst hohe Arbeitszufriedenheit und Effizienz zu generieren. Auch die Bürgerinnen und Bürger finden eine moderne Wache mit neuester Ausstattung vor, was die Begegnungen begünstigt und gleichzeitig eine vertrauensvolle Atmosphäre schafft. Schon heute sorgen die digitalen Lösungen bei der hessischen Polizei für weniger Bürokratie und mehr Zeit für die eigentlichen Sicherheitsaufgaben. Im Fokus der digitalen Transformation der hessischen Polizei steht die Entwicklung konkreter Lösungen für den polizeilichen Dienstalltag. Unser Ziel ist es, mit eigens entwickelten Anwendungen die Potentiale digitaler Lösungen den Polizistinnen und Polizisten optimal zugänglich zu machen und dabei einen unmittelbaren Mehrwert im Rahmen der täglichen Arbeit zu schaffen. Die Modernisierung und Digitalisierung der Polizeiarbeit wirkt sich zudem positiv auf den Wettbewerb aus und steigert die Attraktivität des Polizeiberufes“, so der Minister im Gespräch. 

Moderne Raumschießanlage

Seit Mai 2020 steht eine der modernsten Raumschießstätten Europas für die Schießausbildung und das Einsatztraining zur Verfügung. Auf zwei 25-Meter-Schießbahnen mit einer thermischen Schusstreffererkennung, animierten Schießprogrammen und einsatznahen Beleuchtungsmöglichkeiten können bis zu acht Polizisten gleichzeitig beschult werden. Die Raumschießanlage ist Bestandteil des Einsatztrainings. Dieses wurde im Polizeipräsidium Südhessen im Jahr 2022 neu strukturiert. Ziel ist es, die Polizisten bei der Bewältigung von Einsatzlagen durch praxisorientierte Übungen zu unterstützen.

Abschiebungshafteinrichtung

Das Polizeipräsidium Südhessen ist eine der wenigen Polizeibehörden in Deutschland, die mit dem Betrieb einer Abschiebungshafteinrichtung (AHE) betraut sind. Im März 2018 wurde die Abschiebungshafteinrichtung des Landes Hessen in Betrieb genommen. Hierfür wurden auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt die bereits vorhandenen Häuser für Freigänger für den Vollzug der Abschiebungshaft umgebaut und in der Folge zwei zusätzliche Neubauten errichtet. Seit Februar 2021 ist die Unterbringung von bis zu 80 Personen möglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AHE sind für den Betrieb sowie für die damit verbundenen Abläufe verantwortlich. Für die eigentliche Abschiebung ist die Ausländerbehörde zuständig. Für die Gewährleistung der reibungslosen Betriebsabläufe im 24-Stunden-Schichtdienst arbeitet die Wachpolizei mit Justizbeamtinnen und -beamten sowie Fachkräften für Schutz & Sicherheit zusammen.