Polizeipräsident Felix Paschek (2.v.r.), Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (4.v.r.) und Landespolizeipräsident Robert Schäfer (5.v.r.) mit Beschäftigten des Polizeipräsidiums Westhessen

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister Roman Poseck besucht Polizeipräsidium Westhessen

Innenminister Roman Poseck hat das Polizeipräsidium Westhessen besucht und ist mit Polizeipräsident Felix Paschek und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch gekommen. Das Polizeipräsidium Westhessen ist für mehr als 1,2 Millionen Einwohner zuständig und beschäftigt knapp 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Der Minister hat sich bei seinem Besuch im Polizeipräsidium Westhessen zunächst über die Landesmeldestelle informiert. Seit 2010 laufen hier die Verkehrsmeldungen aus ganz Hessen ein und werden unter anderem an Rundfunksender weitergeleitet. „Es ist eindrucksvoll wie umfassend hier über die Verkehrslage in Hessen informiert wird. Neben den klassischen Verkehrsmeldungen wird die Landesmeldestelle auch ersucht, um Öffentlichkeitsfahndungen im Rahmen der Gefahrenabwehr oder bei vermissten Personen zu veröffentlichen. Die direkte Ansiedlung der Landesmeldestelle Hessen im Polizeipräsidium Westhessen ermöglicht eine unverzügliche Bearbeitung und Weiterleitung der Störungs- und Gefahrenmeldungen“, so Innenminister Roman Poseck. 

„Aber auch in ihrem sonstigen Zuständigkeitsgebiet macht die Polizei in Westhessen eine herausragende Arbeit. Nicht umsonst war der Rheingau-Taunus-Kreis 2022 der sicherste Landkreis Hessens. In Westhessen wird dabei ganz besonders deutlich, dass Hessen auch kräftig in seine Kriminalpolizei investiert. Ich konnte mir heute selbst ein Bild von der hohen Qualität der Spurensicherung und Brandursachenermittlung machen. In verschiedenen Modulen werden die Polizeikräfte hinsichtlich der technischen, rechtlichen und naturwissenschaftlichen Grundlagen professionell geschult. Die Landesregierung sorgt mit ihren Investitionen dabei für die notwendige technische Ausstattung der Polizei“, erklärte der Minister weiter. 

Spurensicherung

Bei seinem Besuch wurde Innenminister Roman Poseck unter anderem spezielle Technik zur Spurensicherung vorgestellt. Der Fokus lag hierbei auf zwei Fahrzeugen, die mit entsprechender Ausrüstung zur Spurensicherung bei schwerwiegenden Straftaten und Brandermittlungen verwendet werden. Diese kommen insbesondere bei der westhessenweiten Spurensicherung in bedeutenden Fällen, wenn es auf der Grundlage der kriminaltechnischen Beurteilung der Tat- und Spurensituation erforderlich erscheint oder in Fällen, in denen die Anwendung spezieller Spurensicherungsmethoden notwendig ist, zum Einsatz. Zur Dokumentation stehen dann verschiedene Spiegelreflex- sowie Videokameras zur Verfügung. Laserdistanzmessgeräte dienen zum Einmessen von Spuren, Videoendoskope zum Einsehen schwer zugänglicher Bereiche. Aber auch Metalldetektoren, forensische Lichtquellen zu Sichtbarmachung latenter Spuren und Chemikalien werden fallbezogen eingesetzt.

Ergänzt wurde die Vorführung der technischen Gerätschaften durch eine Live-Suche von Hunden der Diensthundestaffel, die im Dezember 2020 gegründet wurde und mit welcher die vorher in Revieren und Stationen angebundenen Einheiten zentralisiert wurden. Im gesamten Polizeipräsidium Westhessen befinden sich 21 Diensthunde, unter anderem ein Sprengstoff- und ein Datenträgerspürhund. Im vergangenen Jahr hatte die Diensthundestaffel mehr als 1.500 Einsätze. Dazu gehörten unter anderem das Absuchen von Wohnungen nach einem Diebstahl, die Unterstützung von Kontroll- und Zugriffsmaßnahmen, die Fährtensuche bei flüchtigen Tätern sowie Suche nach Gegenständen wie Betäubungsmittel, Banknoten, Sprengstoff, Schusswaffen, Handys und andere Speichermedien.

„Die Diensthunde unterstützen und schützen in bestimmten Situationen auf beeindruckende Weise die hessischen Polizistinnen und Polizisten und sind eine wichtige Ergänzung. Gerade in Einsätzen bei Fußballspielen, Demonstrationen und Volksfesten sind die Vierbeiner eine wichtige Stütze. Auch im Hessischen Landtag werden vor jeder Plenarsitzung Sprengstoffspürhunde zur Sicherheit eingesetzt. Ich danke den Diensthundeführern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Polizeipräsidiums Westhessens für ihren Einsatz und für das Engagement im Sinne der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Hessen,“ so Innenminister Roman Poseck abschließend.