Innenminister Poseck stecht mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden bei der Bescheidübergabe zusammen.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

100.000 Euro zur Stärkung der Sicherheit bei Veranstaltungen im ländlichen Raum

Das Land Hessen stärkt die Sicherheit bei Veranstaltungen im ländlichen Raum weiter gezielt. Innenminister Roman Poseck hat heute der Stadt Sontra sowie den Gemeinden Herleshausen, Ringgau, Nentershausen, Wehretal und Weißenborn einen Förderbescheid in Höhe von 100.000 Euro aus dem Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“ überreicht.

Mit ihrer interkommunalen Kooperation schaffen die beteiligten Kommunen moderne und effiziente Sicherheitsstrukturen für Feste, Märkte und kulturelle Veranstaltungen und bündeln zugleich Organisation, Logistik und Einsatzressourcen.

Innenminister Roman Poseck erklärte: „Unsere Städte und Gemeinden leben von ihren Festen, Märkten, Kirmesveranstaltungen und dem starken ehrenamtlichen Engagement der Menschen vor Ort. Gerade im ländlichen Raum schaffen solche Veranstaltungen Begegnung, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie bringen Menschen zusammen, stärken das Miteinander und prägen das Leben in unseren Kommunen. Damit Bürger unbeschwert feiern und zusammenkommen können, braucht es zugleich ein hohes Maß an Sicherheit. Sicherheit und Gemeinschaft müssen gerade bei Veranstaltungen Hand in Hand gehen.

Die Anforderungen an Kommunen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zufahrtsschutz, Sicherheitskonzepte und organisatorische Maßnahmen gehören heute vielerorts selbstverständlich dazu. Gerade kleinere Kommunen stehen dabei vor erheblichen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Deshalb unterstützen wir unsere Städte und Gemeinden gezielt, praxisnah und unbürokratisch.

Die Kooperation der Stadt Sontra und die Gemeinden Herleshausen, Ringgau, Nentershausen, Wehretal und Weißenborn zeigt beispielhaft, wie interkommunale Zusammenarbeit konkret funktionieren kann. Gemeinsam werden DIN-zertifizierte Zufahrtssperren angeschafft, Sicherheitskonzepte standardisiert sowie Lagerung, Transport und Einsatz der Systeme koordiniert organisiert. So entstehen moderne und effiziente Strukturen, die Sicherheit stärken, Kommunen spürbar entlasten und vorhandene Ressourcen sinnvoll bündeln.

Mit dem Sofortprogramm ‚Sicherheit bei Veranstaltungen‘ stärken wir gezielt die Handlungsfähigkeit unserer Kommunen. Seit dem Start des Sofortprogramms im Mai 2025 ist dies bereits der dreizehnte Förderbescheid. Von dem Programm haben mittlerweile 49 Kommunen profitiert und eine Fördersumme von insgesamt 1,125 Millionen Euro erhalten. Das zeigt, dass die Kommunen die Unterstützung des Landes aktiv nutzen und interkommunale Lösungen konsequent vorantreiben. Hessen gehört bundesweit zu den wenigen Ländern, die Kommunen bei der Sicherheit öffentlicher Veranstaltungen gezielt finanziell unterstützen. Wir werden unsere Städte und Gemeinden auch künftig dabei begleiten, Veranstaltungen sicher, verlässlich und bürgernah durchführen zu können.“

Zahlreiche regionale Veranstaltungen profitieren von Kooperation

Die sechs Kommunen haben ihre Zusammenarbeit zum 1. Januar 2026 auf Grundlage der Rahmenvereinbarung zur Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit vereinbart. Neben der gemeinsamen Anschaffung mobiler Zufahrtssperren werden insbesondere standardisierte Sicherheitskonzepte entwickelt sowie Organisation, Lagerung und Logistik zentral gebündelt. Die angeschafften Sperrvorrichtungen entsprechen den geltenden DIN-Standards für mobile Fahrzeugsperren und können flexibel bei Veranstaltungen in allen beteiligten Kommunen eingesetzt werden.

Von der interkommunalen Kooperation profitieren künftig zahlreiche Veranstaltungen in der Region – von Vereinsfesten über Märkte bis hin zu größeren öffentlichen Veranstaltungen mit mehreren tausend Besuchern jährlich.

Durch die Kooperation können jährlich Personal- und Sachkosten von rund 38.300 Euro eingespart werden. Dies entspricht einer Einsparquote von rund 44,6 Prozent.

Die Anschaffung der Sperrvorrichtungen erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Sicherheitsbehörden, insbesondere mit den örtlichen Polizeidienststellen sowie den KOMPASS-Beauftragten.

Mit der Förderung schaffen das Land Hessen und die beteiligten Kommunen gemeinsam die Grundlage dafür, dass Feste, Märkte und kulturelle Veranstaltungen auch künftig sicher, verlässlich und mit Augenmaß durchgeführt werden können. Schließlich leisten solche Veranstaltungen – gerade im ländlichen Raum – einen wichtigen Beitrag für Gemeinschaft, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.