Der Minister steht mit 4 weiteren Männern in einer Reihe - zu zweit halten sie einen Förderbescheid in den Händen.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

75.000 Euro für mehr Veranstaltungssicherheit

Mit einer Förderung von 75.000 Euro stärkt das Land Hessen die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen in Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach. Die drei Kommunen beschaffen gemeinsam mobile Fahrzeugsperren und bauen damit ihre interkommunale Zusammenarbeit weiter aus. Den Förderbescheid übergab Innenminister Roman Poseck an die Stadt Neu-Anspach als federführende Kommune.

Die Anforderungen an die Sicherheit öffentlicher Veranstaltungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Um diesen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, bündeln die drei Kommunen ihre Kräfte. Mit der gemeinsamen Beschaffung, Lagerung und Bewirtschaftung der mobilen Sperrsysteme entwickeln sie ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit im gemeinsamen Ordnungs- und Verwaltungsbehördenbezirk konsequent weiter. Als federführende Kommune übernimmt die Stadt Neu-Anspach die Organisation und Koordination der mobilen Sperrsysteme. Diese werden zentral gelagert, bedarfsgerecht eingesetzt und stehen nach Abschluss einer Nutzungsvereinbarung auch ortsansässigen Vereinen zur Verfügung.

Drei Kommunen bündeln ihre Kräfte

Innenminister Roman Poseck sagte: „Feste, Märkte und Vereinsveranstaltungen sind ein fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Sie bringen Menschen zusammen, stärken das Ehrenamt und fördern den Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden. Damit das auch künftig so bleibt, müssen diese Veranstaltungen sicher und verlässlich stattfinden können. Wir wollen ermöglichen und nicht verhindern. 

Ich begrüße es deshalb ausdrücklich, dass Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach ihre Kräfte bündeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die interkommunale Zusammenarbeit ist ein wirkungsvolles Instrument, um den gestiegenen Sicherheitsanforderungen zu begegnen, Ressourcen effizient einzusetzen und Verwaltungsabläufe zu vereinfachen. 

Konkret profitieren die drei Kommunen von der gemeinsamen Beschaffung der mobilen Sperrsysteme, um zahlreiche traditionelle Veranstaltungen in der Region durchzuführen. Hierzu zählen unter anderem die Veranstaltungen im Freilichtmuseum Hessenpark und der Nikolausmarkt in Neu-Anspach, der Laurentiusmarkt und der Weihnachtsmarkt in Usingen sowie Kerben, Adventsmärkte und zahlreiche Vereinsveranstaltungen in Grävenwiesbach. Durch die interkommunale Zusammenarbeit können die drei Kommunen jährlich Personal- und Sachkosten von rund 25.000 Euro einsparen. Dies entspricht einer Einsparquote von rund 49 Prozent.

Die drei Kommunen zeigen mit ihrer Kooperation beispielhaft, wie sich Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sinnvoll miteinander verbinden lassen. Sie schaffen moderne Strukturen, nutzen vorhandene Ressourcen gemeinsam und stärken damit ihre Handlungsfähigkeit. 

Mit dem heutigen Förderbescheid bewilligen wir bereits den fünfzehnten Antrag im Rahmen unseres Sofortprogramms. 55 Kommunen konnten damit gezielt in Sachen Veranstaltungssicherheit unterstützt werden. Das zeigt, dass Städte und Gemeinden dieses Angebot aktiv nutzen und Verantwortung übernehmen.

Roman Poseck Innenminister

Erst vergangene Woche habe ich mich wieder mit den Vertretern des Hessischen Städtetages, der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing und des Hessischen Industrie- und Handelskammertages über Sicherheit bei Veranstaltungen ausgetauscht. Es bestand Einigkeit darin, dass der vom Innenministerium aufgesetzte Erlass Wirkung zeigt und von den Kommunen dankbar angenommen wird. Wir bleiben auch in Zukunft im Dialog.

Mit unserem Förderprogramm schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen auch in Zukunft unbeschwert feiern und das vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Leben in Hessen genießen können.“

Die Kooperation der drei Kommunen zeigt beispielhaft, wie interkommunale Zusammenarbeit dazu beiträgt, den gestiegenen Sicherheitsanforderungen wirksam zu begegnen. Das Land Hessen unterstützt dieses Engagement mit dem Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“, das auf der Rahmenvereinbarung zur Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) basiert. Der Förderantrag der drei Kommunen ist bereits der fünfzehnte bewilligte Antrag im Rahmen des Programms.

Hintergrund

Die Stadt Neu-Anspach, die Stadt Usingen und die Gemeinde Grävenwiesbach haben eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung geschlossen, die seit dem 1. Januar 2026 in Kraft ist. Ziel der Kooperation ist es, die Sicherheitsstandards bei Veranstaltungen weiter zu verbessern, Ressourcen zu bündeln und die organisatorische Zusammenarbeit bei Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen zu stärken. Die Kooperation baut auf der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit der drei Kommunen im gemeinsamen Ordnungs- und Verwaltungsbehördenbezirk auf und entwickelt diese konsequent weiter. Durch die gemeinsame Beschaffung, Lagerung, Wartung und Einsatzplanung der mobilen Sperrsysteme reduzieren die Kommunen den Verwaltungs- und Koordinierungsaufwand, vereinheitlichen Sicherheitsstandards und nutzen personelle sowie finanzielle Ressourcen effizient.