Herr Poseck steht neben Herrn Koch und gemeinsam halten sie ein KOMPASS-Resilienz Siegel in den Händen.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Brombachtal stärkt seine Krisenfestigkeit

Innenminister Roman Poseck hat die Gemeinde Brombachtal (Odenwaldkreis) im Feuerwehrhaus Kirchbrombach offiziell im Landesprogramm KOMPASS Resilienz begrüßt und Bürgermeister Andreas Koch das KOMPASS Resilienz-Schild überreicht.

Brombachtal gehörte zu den ersten Kommunen, die sich bereits vor dem offiziellen Programmstart im Juni zur Teilnahme entschlossen und eine Resilienzbeauftragte benannt hatten. Diese Aufgabe übernimmt Katrin Rupprecht, die in der Gemeindeverwaltung für Feuerwehrangelegenheiten und Katastrophenschutz zuständig ist. Mittlerweile nehmen 25 hessische Kommunen an KOMPASS Resilienz teil.

Innenminister Roman Poseck betonte bei der Begrüßung: „Die Krisen und Gefahren unserer Zeit sind vielfältig und können sich überlagern. Naturkatastrophen, Pandemien, Cyberangriffe, Sabotageakte und geopolitische Spannungen machen deutlich, dass es absolute Sicherheit nicht geben kann. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gemeinwesen widerstandsfähig sind. Dafür tragen der Staat, die Betreiber Kritischer Infrastrukturen und jeder Einzelne Verantwortung.

Den Kommunen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Vor Ort sind die Menschen von Krisen unmittelbar betroffen, vor Ort werden Krisen bewältigt und für die Bürger ist die Gemeinde die erste Anlaufstelle im Kontakt mit dem Staat. Dort kommt es auf gute Vorsorge an.

Krisenvorsorge ist keine Frage der Größe einer Gemeinde. Brombachtal zeigt, was mit Engagement und Weitblick vor Ort möglich ist.

Roman Poseck Innenminister

Brombachtal hat hier schon viel erreicht. Die Gemeinde verfügt über eine Stabsdienstordnung, kann kurzfristig einen Stabsraum im Rathaus einrichten und hat bereits zwei Verwaltungsstabsübungen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr absolviert. Für Verwaltung, Feuerwehr und Wasserversorgung wurden Notstromaggregate angeschafft, die Hochbehälter und Brunnen der Trinkwasserversorgung können mit Notstrom versorgt werden. Mit einem Betreuungsplatz für 50 Personen, notstromfähigen Gebäuden wie der Turnhalle und dem Feuerwehrhaus Kirchbrombach sowie Katastrophenschutz-Leuchttürmen als Anlaufstellen ist die Gemeinde gut aufgestellt. Alle Sirenen wurden erneuert und auf Digitaltechnik umgestellt. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent die Gemeinde ihre Bürger einbindet. Jede Woche informiert das Amtsblatt auf zwei Seiten über die Vorsorge für Krisen und Katastrophen. Denn die Basis jeder Krisenbewältigung ist die Selbsthilfe der Bevölkerung, auf der die Hilfe des Staates aufbaut. Es ist ein wichtiges Signal, dass die Kommune ihre Maßnahmen im Programm KOMPASS Resilienz weiter ausbauen will.

Mein Dank gilt Bürgermeister Andreas Koch, der Resilienzbeauftragten Katrin Rupprecht und den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Brombachtal. Das Land steht an der Seite seiner Kommunen und seiner Feuerwehren. innen.hessen.de/sicherheit/kompass-resilienzResilienz ist in diesen krisenhaften Zeiten das Gebot der Stunde, und Brombachtal geht dabei mit gutem Beispiel voran.“

Niederschwellige Programm-Teilnahme / Resilienz-Siegel als Auszeichnung

KOMPASS Resilienz richtet sich an hessische Städte, Gemeinden und Landkreise, die ihre kommunale Resilienz weiterentwickeln möchten. Das Programm baut auf bestehenden Aufgaben der Kommunen im Katastrophen- und Zivilschutz auf und bietet einen zusätzlichen Ergänzungsrahmen, um die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen jeglicher Art zu erhöhen. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Benennung eines Resilienzbeauftragten, der in der Verwaltung die Maßnahmen vor Ort koordiniert und als Ansprechperson fungiert. Die Vernetzung aller relevanten kommunalen Stellen durch einen Resilienzrat bzw. ein kommunales Gremium für Resilienzthemen wird empfohlen, um das Querschnittsthema Resilienz effektiv anzugehen. Synergien mit ggf. bereits bestehenden Gremien vor Ort, wie einem Präventionsrat oder der KOMPASS-Sicherheitskonferenz, können genutzt werden.

Interessierte Kommunen können sich unter resilienz-siegel@innen.hessen.de um eine Programm-Teilnahme bewerben. Hat eine Kommune aus jedem KOMPASS Resilienz-Handlungsfeld mindestens eine Maßnahme auf den Weg gebracht oder umgesetzt, kann Sie die Checkliste samt einer kurzen formlosen Beschreibung jeder Maßnahme und der ausführlicheren Darstellung einer besonders erfolgreichen Maßnahme in der Geschäftsstelle KOMPASS Resilienz einreichen. Werden die Maßnahmen als geeignet bewertet im Sinne einer nachhaltigen Steigerung der Resilienz vor Ort, wird die Kommune für ihr Engagement für ein krisenfestes Gemeinwesen mit dem Resilienz-Siegel ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Programm, wie z. B. den Leitfaden und die Checkliste finden sich unter der Themenseite KOMPASS ResilienzÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Informationen rund um das KOMPASS Resilienz-Programm und die Themen Resilienz und Krisenvorsorge bietet der Resilienz-NewsletterÖffnet sich in einem neuen Fenster.

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