Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einem Aufsteller mit der Aufschrift "Hessisches Ministerium des Innern" und halten ein Buch in der Hand.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Buch würdigt Lebenswerk von Alexander Pfohl

Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler (LBHS), Andreas Hofmeister MdL, empfing die Autorin Angelika Krombach im Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz in Wiesbaden.

Die Enkeltochter des böhmischen Künstlers Alexander Pfohl überreichte dem Landesbeauftragten ein von ihr verfasstes und in diesem Jahr erschienenes Buch über das Werk ihres Großvaters. Bei dieser Gelegenheit bedankte sie sich auch bei der ebenfalls anwesenden Leiterin des Referats Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Kathleen Cahill, für die Unterstützung bei der Förderung der Entstehung des Buches durch das Ministerium. Bereits zuvor hatte sie eine Monographie über das Leben Alexander Pfohls und seine vielseits beachteten Glasmalereien veröffentlicht. Der Nachfolgeband stellt nun vor allem sein umfangreiches Portfolio an Aquarellen, Zeichnungen und Pastellen in den Vordergrund.

Bedeutender böhmischer Maler und Glaskünstler

Angelika Krombach hat in jahrelanger mühevoller Recherche das Leben ihres Großvaters, der auch als Landschaftsmaler in Erscheinung getreten ist, nachgezeichnet. Alexander Pfohl wurde am 17. März 1894 im böhmischen Haida (heute Nový Bor, Tschechien) in der damaligen k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn geboren. Der gelernte Glasfachmaler studierte an der Kunstgewerbeschule in Wien, ehe er nach dem Ersten Weltkrieg das Entwurfsatelier der Gräflich Schaffgotschen Josephinenhütte in Schreiberhau (heute Szklarska Poręba, Polen) leitete. Schließlich lehrte er an der Staatlichen Glasfachschule in Haida, verlor jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg seine Professur. Nachdem er nach wiederholten Ausreiseanträgen 1948 schließlich in die Bundesrepublik übersiedeln durfte, ließ er sich wie viele böhmische Glasfachleute im hessischen Hadamar nieder. Hier unterrichtete er von 1949 bis zu seinem Tod im Jahr 1953 an der örtlichen Glasfachschule. Sein umfangreicher Nachlass insbesondere an Glaskunstwerken findet bis heute auch international große Anerkennung.

Andreas Hofmeister dankte Angelika Krombach für das ihm überreichte Buch und zeigte sich beeindruckt von ihrer Arbeit: „Es ist bemerkenswert, wie akribisch die Biographie Alexander Pfohls aufgearbeitet wurde. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse tragen erheblich dazu bei, das kulturelle Erbe der Vertreibungsgebiete zu bewahren.“ Der Landesbeauftragte versicherte der Autorin daher, dass das Land Hessen auch weiterhin ihr ehrenamtliches Engagement bei der Erforschung der Lebensleistung Alexander Pfohls unterstützen werde.

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