Mit der Förderung wird die Kofinanzierung des Präventionsprojekts „Partnerschaft für Demokratie Kreisstadt Dietzenbach“ aus Mitteln des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ unterstützt. Die Partnerschaft für Demokratie wird überwiegend aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Bürgern sowie lokalen Akteuren teilhabeorientierte Maßnahmen und innovative Formate zu entwickeln, die demokratische Selbstwirksamkeit im unmittelbaren Lebensumfeld erlebbar machen.
Demokratieförderung als Extremismusprävention
Innenminister Roman Poseck betonte bei der Bescheidübergabe: „Demokratie ist die Grundlage unseres freiheitlichen Gemeinwesens. Sie lebt davon, dass Bürger sich einbringen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, unterschiedliche Perspektiven im respektvollen Austausch auszuhalten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender extremistischer Tendenzen ist es wichtig, demokratische Werte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken. Präventionsarbeit und Demokratieförderung leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag. Sie helfen dabei, Menschen frühzeitig für demokratische Prozesse zu sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung ihres Lebensumfelds zu eröffnen.
Die ‚Partnerschaft für Demokratie Kreisstadt Dietzenbach‘ ist ein gutes Beispiel dafür, wie Demokratie vor Ort konkret gestärkt werden kann. Sie bringt Verwaltung, Vereine, Initiativen und engagierte Bürger zusammen und schafft Räume für Beteiligung, Dialog und gemeinsames Handeln.
Besonders wichtig ist, dass die Partnerschaft für Demokratie auch Menschen anspricht, die bisher nur eingeschränkt an gesellschaftlichen und demokratischen Prozessen teilhaben konnten. Durch teilhabeorientierte Maßnahmen und innovative Formate werden Zugänge geschaffen und demokratische Selbstwirksamkeit unmittelbar erfahrbar gemacht.
Mit der heutigen Förderung unterstützt das Land Hessen ein Projekt, das das demokratische Zusammenleben in Dietzenbach stärkt und einen wichtigen Beitrag zur Extremismusprävention vor Ort leistet. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und freue mich, dieses Vorhaben mit dem Förderbescheid des Landes Hessen unterstützen zu können.“
Hintergrund
Das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) koordiniert seit 2013 die landesweiten präventiven Aktivitäten für Demokratie und Toleranz sowie gegen verfassungsfeindliche Bestrebungen in Hessen. Das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“, das im Jahr 2015 eingerichtet wurde, befindet sich derzeit in seiner dritten Förderperiode von 2025 bis 2029.
Mit Haushaltsmitteln in Höhe von rund 11 Millionen Euro, einschließlich weitergeleiteter Bundesmittel, werden derzeit rund 100 Projekte und Maßnahmen in ganz Hessen gefördert. Dazu zählen Beratungsstellen für Betroffene, Ausstiegs- und Distanzierungsmaßnahmen, Projekte der Demokratieförderung und politischen Bildung sowie Maßnahmen gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.