Die südhessische Polizei hat dieses Thema früh erkannt und mit ihrem E-Scooter-Konzept einen wichtigen Schwerpunkt gesetzt. Zum 1. Juli 2026 ist die Präventionskampagne „E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen.“ gestartet. Ziel ist die Stärkung von Regelkenntnis, Verantwortungsbewusstsein und sicherem Verhalten im Umgang mit E-Scootern. Dazu gehören Aufklärung und Kommunikation, Beschulungen für Polizeidienststellen, Ordnungsämter und Stadtpolizeien, sichtbare Kontrollen mit klaren Konsequenzen bei Verstößen sowie Kooperationen mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und E-Scooter-Unternehmen. Über Informationsspots auf 430 Bildschirmen in Bussen und Bahnen der HEAG mobilo werden die Menschen zudem direkt im Alltag erreicht.
Dass dieser Ansatz aus Prävention und Kontrolle wirkt, hat die Polizeistation Dieburg in dieser Woche eindrucksvoll unter Beweis gestellt. An mehreren Kontrollstellen in Dieburg und Babenhausen nahmen die Beamten über 110 Fahrzeuge sowie E-Scooter unter die Lupe. Neben mehreren Geschwindigkeitsverstößen wurde ein Verfahren wegen des Verdachts des Fahrens unter Alkoholeinfluss eingeleitet. Bei den kontrollierten E-Scootern und ihren Nutzern gab es dagegen keine Beanstandungen, ein erfreuliches Zeichen, dass die Botschaft der Kampagne ankommt. Mit ihrem stationsinternen Kontrolltrupp, der regelmäßig eigenständige Kontrollen im Verkehrsbereich sowie in weiteren Bereichen plant und durchführt, leistet die Polizeistation Dieburg einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit in der Region.
Wie anspruchsvoll die Arbeit der Polizei sein kann, zeigt sich im Dieburger Land regelmäßig bei Großveranstaltungen. Der Fastnachtsumzug in Dieburg gehört mit bis zu 110.000 Zuschauern zu den größten in ganz Hessen, das Groß-Umstädter Winzerfest zieht als größtes Weinfest der Region jährlich ebenfalls rund 110.000 Besucher an. Für die Beamten sind diese Veranstaltungen ein enormer polizeilicher Kraftakt, der dank der guten Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden hervorragend funktioniert. Diese gute Zusammenarbeit steht auch bei der Präventionsarbeit im Fokus. Fünf der acht Kommunen im Zuständigkeitsbereich sind KOMPASS-Kommunen, drei Schutzleute vor Ort sind als direkte Ansprechpersonen für die Menschen im Einsatz.
Mein Besuch in Dieburg hat gezeigt, dass die Beamten Großveranstaltungen vorbildlich meistern und zugleich erste Ansprechpartner für die Bürger sind. Das Dieburger Land ist eine sehr sichere Region. Ich danke allen Polizisten der Polizeistation Dieburg, die sich täglich für die Sicherheit einsetzen.“
Polizeipräsident Vögele zur E-Scooter-Kampagne
Polizeipräsident Christian Vögele ergänzt: „Mit unserer gerade gestarteten Präventionskampagne möchten wir das Thema „E-Scooter“ gezielt aufgreifen. E-Scooter sind beliebt und das Fahren damit macht Spaß. Es handelt sich aber nicht um Spielzeuge, sondern um Verkehrsmittel und diese müssen verantwortungsvoll genutzt werden. Die Entwicklung der Unfallzahlen in Südhessen ist besorgniserregend und unterstreicht, dass von E-Scootern eine ernste Gefahr im Straßenverkehr ausgehen kann. Mit unserer Kampagne setzen wir künftig auf verstärkte Kontrollen und zugleich auf Prävention, um der deutlichen Zunahme von Verkehrsunfällen mit E-Scootern entgegenzuwirken. Dies nicht nur in der Stadt, sondern auch im ländlichen Bereich, da hier eine deutliche Zunahme der Nutzung zu verzeichnen ist.“
Hintergrund
Die Polizeistation Dieburg ist Teil der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg im Polizeipräsidium Südhessen. Sie ist zuständig für die acht Kommunen Babenhausen, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Münster, Otzberg und Schaafheim. Mit einer Fläche von rund 350 Quadratkilometern betreut sie das größte Dienstgebiet innerhalb der Polizeidirektion. Im Osten grenzt das Dienstgebiet an das Polizeipräsidium Südosthessen sowie an das Bundesland Bayern mit der Polizeiinspektion Aschaffenburg. Die Beamten arbeiten im 24/7-Wechselschichtdienst in fünf Dienstgruppen. Im Dienstgebiet befindet sich zudem die Justizvollzugsanstalt Dieburg.