Das Geld soll zur weiteren Unterhaltung des bewährten Feuerlöschbootes „Franz-Anton-Schneider“ dienen. Besonders ist an dieser Stelle die gemeinsame Verantwortung der Rheinstädte Wiesbaden und Mainz für den Brandschutz auf dem Wasser. Seit 1995 unterstützt das Feuerlöschboot die Einsatzkräfte auf dem Rhein bei ihrer wichtigen Arbeit in der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr.
Innenminister Roman Poseck lobte bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids die Zuverlässigkeit und Kontinuität, mit welcher die Feuerwehrkräfte den Brandschutz auf dem Wiesbadener Rheinabschnitt sichern: „Gerade in Zeiten zunehmend unkalkulierbarer Wetter- und Umweltbedingungen kommt dem Brandschutz auch auf den Wasserstraßen eine besondere Verantwortung zu. Seien es spontane Brände an Uferböschungen, Taucheinsätze oder schnelle und unkomplizierte Transporte von Einsatzfahrzeugen. Für all das ist das gemeinsame Feuerlöschboot ‚Franz-Anton-Schneider‘ der Städte Wiesbaden und Mainz gewappnet.
Es zeugt von großer Sorgfalt und Disziplin, dass das Feuerlöschboot über drei Jahrzehnte jederzeit einsatzbereit betrieben und in Stand gehalten wird. Es hat den beiden Städten bereits gute Dienste erwiesen. So wurde es auch in diesem Jahr schon zu verschiedenen Einsätzen mit Personenbeteiligung im Rhein gerufen. Die grundlegende Bauform als Fährschiff bietet exzellente Voraussetzungen zur Rettung von Personen aus dem Rhein. Ein weiterer Vorteil ist die Hohe Aufnahmekapazität für Maschinen und Fahrzeuge von bis zu 60 Tonnen Gesamtlast. Schnell und unkompliziert nimmt das Feuerlöschboot dabei regelmäßig Rettungsfahrzeuge auf, die zu Einsätzen auf der Rheininsel Rettbergsaue gerufen werden. Deshalb freue ich mich, dass das Land mit dem Förderbescheid in Höhe von knapp 22.000 Euro einen Beitrag leisten kann, damit das Feuerlöschboot auch in Zukunft die Einsatzkräfte bei ihren wichtigen Aufgaben unterstützt.
Dank an Einsatzkräfte für ihr Engagement
Ich danke den über 1.200 aktiven Feuerwehrkameraden, die jederzeit für den Schutz der Bürger bereitstehen. Es freut mich, dass sich mehr als 600 Kinder und Jugendliche in den Nachwuchsorganisationen engagieren und gut 340 Alters- und Ehrenmitglieder noch beratend zur Seite stehen. Die Zahlen sprechen für eine lebendige Feuerwehrlandschaft in der Stadt Wiesbaden.
Herzlichen Dank für den herausragenden Einsatz, ob im Wasser mit dem Feuerlöschboot und auf dem Land mit Löschfahrzeugen. Auf die Feuerwehr Wiesbaden ist Verlass.“
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: „Das bestehende Feuerlöschboot ‚Franz Anton Schneider‘ hat über Jahrzehnte zuverlässig seinen Dienst erfüllt – und soll das auch noch weiterhin tun. Wir sind froh, dass mit dem Zuwendungsbescheid nun dringend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen erledigt werden können, damit unseren Einsatzkräften, die täglich herausragende Arbeit leisten, ein einwandfreies Boot zur Verfügung steht.“
Ein Boot mit Geschichte hält die Stellung
Benannt ist die „Franz-Anton-Schneider“ nach dem ehemaligen Amtsleiter der Wiesbadener Feuerwehr von 1968 bis 1997. Er gilt als Pionier der Rettungshundearbeit und war maßgeblich für deren Eingliederung in die freiwillige Feuerwehr vor Ort verantwortlich. Ausgehend davon, ist der heute hessenweite Einsatz von Rettungshunden bei der Feuerwehr eine sinnvolle und taktische Begleitung der Einsatzkräfte geworden. Die Benennung des bereits 1989 in Dienst gestellten Feuerlöschbootes würdigt dieses strategischen und umsichtigen Wirkens im Brandschutz.
Seine hohe Zuverlässigkeit beweist das Boot auch heute noch. Bis zu 12.000 Liter Wasser pro Minute können die Löschpumpen im Einsatz fördern. Seine ursprüngliche Bauweise als Rheinfähre ermöglich zudem einen flexibleren Einsatz aufgrund des geringen Tiefgangs auch bei niedrigen Pegelständen.
Gezielte Förderung des Brandschutze
Das Land Hessen stärkt den kommunalen Brandschutz kontinuierlich und zuverlässig. So erhielt die Stadt Wiesbaden im Zeitraum von 2020 bis 2025 Förderzuwendungen in Höhe von über 430.000 Euro. Allein in den vergangenen zwei Jahren förderte das Land bereits gut 115.000 Euro für die Beschaffung vier neuer Feuerwehrfahrzeuge.
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Im Rahmen seiner Unterstützung investiert das Land schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS). Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 baulichen Maßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.
Auch im Jahr 2026 wird die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz investieren und die Einheiten bedarfsgerecht stärken. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.