Am heutigen Abend übergab Innenminister Roman Poseck einen Förderbescheid über 5.557 Euro an die Reulbacher Feuerwehr. Dies geschah im Rahmen der Hessischen Landesinitiative „Starkes Dorf“, die den Fokus auf die vielen kleinen Dörfer setzt, in denen Gemeinschaft ein zentrales und erhaltenswertes Gut für das lokale Leben ist. Beschafft wurden von der örtlichen Feuerwehr neue Bierzeltgarnituren für Feiern, Feste und Zusammenkünfte.
Innenminister Roman Poseck hob hervor: „Was auf den ersten Blick nach einer kleinen Anschaffung aussieht, hat für das gemeinschaftliche Leben hier in Reulbach eine ganz konkrete und nicht zu vernachlässigende Bedeutung: Neue Garnituren bilden auf gewisse Weise eine kleine Infrastruktur für Feste, Feiern und dörfliche Gemeinschaftsbildung. Zusammenkommen und miteinander plaudern, sich austauschen – auch darauf kommt es hier an. Die Feuerwehr nimmt dabei einen ganz zentralen Stellenwert als Anker des örtlichen Lebens und im Brandschutz ein.
Sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum stärken
Die Förderung des Landes Hessen verbindet damit zwei wichtige Ziele: Sie unterstützt das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr und stärkt zugleich den sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum. Gerade dort, wo Begegnungsorte und gemeinschaftliche Anlässe besonders wichtig sind, können einfache, dauerhaft nutzbare Ausstattungsgegenstände viel bewirken.
Das Projekt „Starkes Dorf“ setzt genau an diesem Gedanken an: Gute Ideen und ehrenamtliches Engagement vor Ort sollen sichtbar unterstützt werden. Der Förderbescheid für Reulbach zeigt, dass Dorfgemeinschaft nicht allein von großen Bauprojekten lebt, sondern auch von den kleinen, konkreten Dingen, die gemeinsames Leben ermöglichen.
Als Innenminister bin ich zutiefst beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Engagement in der Gemeinde Ehrenberg. Dieses zeigt sich beispielhaft in den verschiedenen Feuerwehren. 200 Einsatzkräfte bei gut 2.500 Einwohnern: Das ist außergewöhnlicher Wert. Fast jeder 10. sorgt also hier in der Rhön für die Sicherheit der Menschen. Und in Reulbach ist das Engagement noch ausgeprägter: 49 Einsatzkräfte bei 365 Einwohnern. Das ist eine ganz starke Quote, die es so in Hessen äußerst selten gibt. Die Zahlen sprechen für das Verantwortungsbewusstsein der Menschen, ihre Verbindung zu ihrer Heimat und die hohe Attraktivität der Feuerwehr auch als Identifikationsort.“
Starkes Dorf, starke Brandschutzförderung im Landkreis
Reulbach gehört zur Gemeinde Ehrenberg (Rhön) im Landkreis Fulda, der im Brandschutz auch in der Fläche breit gefördert wird. Zuletzt flossen in den vergangenen zwei Jahren über 1,6 Millionen Euro an Brandschutzfördermitteln des Landes an die Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinrichtungen des Kreises. Die Gemeinde Ehrenberg, zu der Reulbach zählt, profitierte zwischen 2020 und 2025 konkret von über 490.000 Euro im Bereich des Brandschutzes.
Die Gemeinde zählt fünf Ortsteilfeuerwehren mit rund 200 Einsatzkräften. Diese werden von gut 80 Mitgliedern aus den Kinder- und Jugendfeuerwehren unterstützt sowie weiteren 50 Mitgliedern der Ehren- und Altersabteilung. Tag und Nacht setzen sich die mutigen Männer und Frauen der örtlichen Feuerwehren für den Schutz der Bürger ein und setzen Ihr Leben für die Gemeinschaft aufs Spiel. Das verdient Respekt und Hochachtung.
Gezielte Förderung des Brandschutzes
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.
Auch im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.