Zehn Personen, darunter Herr Poseck, stehen gemeinsam auf einem Parkplatz vor einem kleinen Feuerwehrwagen

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Feuerwehr Rodau erhält neues Gerätehaus

Am Nachmittag des 12. Septembers weihte Innenminister Roman Poseck im Beisein zahlreicher Gäste aus Feuerwehr, Politik und Gesellschaft das frisch sanierte und erweiterte Gerätehaus der Feuerwehr Rodau ein. Zum Termin übergab der Minister außerdem ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W).

Es handelt sich um ein Fahrgestell aus der Landesbeschaffungsaktion. Die Kosten für das Fahrgestell betrugen 48.314,00 € und das Fahrgestell wurde kostenlos in Form einer Sachleistung an die Kommune abgegeben. Das neue TSF-W ersetzt ein alt gedientes Einsatzfahrzeug aus den 1990er Jahren. An der umfassenden Erweiterung und Modernisierung des Gerätehauses hat sich das Land bereits 2024 mit einer Zuwendung in Höhe von 78.375 Euro beteiligt.

Neues Gerätehaus stärkt Einsatzbereitschaft

Innenminister Roman Poseck führte vor Ort aus: „Ein modernes Feuerwehrgerätehaus ist von entscheidender Bedeutung für die Einsatzbereitschaft einer Freiwilligen Feuerwehr. Es bietet nicht nur den notwendigen Raum für Fahrzeuge und Ausrüstung, sondern schafft vor allem optimale Bedingungen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und den Zusammenhalt der Einsatzkräfte. Gerade in Zeiten, in denen die Anforderungen an den Brandschutz und die technische Hilfeleistung stetig wachsen, ist es unerlässlich, dass unsere Feuerwehrleute über moderne Infrastruktur verfügen.

Deshalb ist das neue Feuerwehrgerätehaus ein großer Gewinn für die gesamte Region. Die aufwändige Erweiterung und Sanierung des Gerätehauses bietet in Rodau jetzt noch mehr Raum für die unerlässliche Brandschutzarbeit. Gefördert wurden ein neuer Umkleidebereich, die Notstromversorgung, Sanitärbereiche sowie ein Lager für Aufgaben der überörtlichen Gefahrenabwehr.

Zusammen mit dem neuen Tragspritzenfahrzeug sind die rund 20 Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Rodau für die Zukunft gut aufgestellt. Die Brandschützer stehen rund um die Uhr bereit, um anderen Menschen zu helfen. Wie unverzichtbar diese Einsatzbereitschaft ist, hat uns der vergangene Dürresommer mit seinen zahlreichen Waldbränden eindrücklich vor Augen geführt. Umso wichtiger ist dabei auch ein kontinuierlicher Nachwuchs, der in Rodau aktuell von 13 Mitgliedern aus Jugendfeuerwehr und Kindergruppe gebildet wird.

Mit den Bundesautobahnen 67 und 5 führen die wichtigsten Verkehrsadern der Region durch die Hessische Bergstraße. Rodau liegt genau dazwischen, wodurch der örtlichen Feuerwehr noch einmal eine besondere Verantwortung bei der Unterstützung von Rettungs- und Löscheinsätzen bei Unfalllagen zukommt. Für ihr Engagement und ihren Mut danke ich allen Einsatzkräften der Feuerwehr in Rodau und wünsche ihnen, dass sie auch mit dem neuen Einsatzfahrzeug stets gesund und wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkehren.“

Gezielte Förderung des Brandschutzes

Rodau ist einer von zwei Stadteilen der Stadt Zwingenberg. Zwischen 2020 und 2025 förderte das Land Hessen hier Brandschutzmaßnahmen und Beschaffungen von über 200.000 Euro. Auch der Kreis profitierte von der Erhöhung der Garantiesumme im Brandschutz. Allein im vergangenen Jahr flossen im vergangenen Jahr gut 500.000 Euro an Fördermitteln für die Beschaffung von sechs Fahrzeugen und einer baulichen Maßnahme.

Das Land beschafft fortlaufend unterschiedliche Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehren vor Ort. Seit Einführung der Landesbeschaffungsaktionen konnten schon rund 480 Löschgruppenfahrzeuge, 100 Mittellöschgruppenfahrzeuge und weit über 1.000 Fahrgestelle für Tragkraftspritzenfahrzeuge zur Verfügung gestellt werden. Die Landesbeschaffungen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur flächendeckenden Einsatzbereitschaft der hessischen Feuerwehren.

Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.

Weitere Investitionen im Jahr 2026

Auch im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.

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