Poseck würdigte das Engagement der Landsmannschaften, Kreisverbände und Organisationen und bekräftigte die verlässliche Unterstützung durch die Hessische Landesregierung. Darüber hinaus überreichte der Minister einen Förderbescheid für ein zentrales Projekt der Erinnerungsarbeit.
Innenminister Roman Poseck erklärte: „Dieser Landesverbandstag zeigt eindrucksvoll, wie lebendig die Erinnerung an Flucht, Vertreibung, Deportation und Neuanfang in Hessen gehalten wird. In Wiesbaden kommen Menschen zusammen, die Verantwortung übernehmen, für das Nichtvergessen und für die Zukunft des Landes. Eine starke Gemeinschaft von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern sowie all jenen, die sich mit großem Engagement für ihre Belange einsetzen, bringt Erfahrungen mit, die tief in der Geschichte des Landes verwurzelt sind. Erfahrungen von Flucht, Vertreibung, Deportation und einem mutigen Neuanfang machen deutlich, worauf es heute ankommt. Erinnerung ist kein Selbstzweck. Sie gibt Orientierung. Sie zeigt, wie wertvoll Freiheit und Recht sind, und wie sehr ein Gemeinwesen davon lebt, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.
In der Arbeit des Verbandes wird täglich sichtbar, wie aktiv diese Verantwortung ist. Mit Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Projekten für junge Menschen wird Wissen weitergegeben, Begegnung geschaffen und Erinnerung wachgehalten. So wird dafür gesorgt, dass Geschichte nicht verblasst, sondern als lebendige Kraft in die Gegenwart hineinwirkt.
Der Hessischen Landesregierung liegen die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler besonders am Herzen. Deshalb stärken wir gezielt die Strukturen, die diese Arbeit tragen und weiterentwickeln. Dazu gehören der Landtagsunterausschuss für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, der Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen sowie das Amt des Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler. Dieses Amt stellt sicher, dass die Anliegen von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern dauerhaft Gehör finden und politisch begleitet werden.
Die Projekte des Verbandes werden ideell und finanziell unterstützt, aus Überzeugung und auf Grundlage des Bundesvertriebenengesetzes, das die Länder ausdrücklich verpflichtet, Kultur und Geschichte der Vertriebenen und Aussiedler zu fördern und lebendig zu erhalten.