Drei Männer stehen nebeneinander in einem Büro und halten einen Förderbescheid. Hinter ihnen zeigt ein großer Bildschirm eine Landkarte mit markierten Standorten von Sirenen.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Frankfurt erhält Förderbescheid für 153 Sirenen

Die Stadt Frankfurt erhält einen Förderbescheid in Höhe von 765.000 Euro aus dem Sonderförderprogramm „Sirenen in Hessen“. Die Mittel werden für die Ertüchtigung von 153 Sirenen aufgewandt.

Heimatschutzminister Roman Poseck betont die Bedeutung der Maßnahme: „Wir setzen die Modernisierung der Warnsysteme konsequent fort, um die Menschen im Ernstfall schneller, gezielter und flächendeckender zu erreichen. Moderne Sirenen sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer leistungsfähigen Warn- und Alarminfrastruktur und damit einer starken Gefahrenabwehr. Deshalb freut es mich, dass ich dem Magistrat der Stadt Frankfurt heute eine Förderung in Höhe von 765.000 Euro für die Ertüchtigung von 153 Sirenen überreichen darf. Das Land Hessen hat insgesamt für das Jahr 2025 eine Summe in Höhe 1,2 Millionen zur Förderung von Sirenenneubauten oder der Modernisierungen von Bestandssirenen bereitgestellt, von der 30 hessische Städte und Gemeinden profitieren. Diese Investition ist ein bedeutender Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes und der öffentlichen Sicherheit. Sirenen sind ein unverzichtbares Warnmittel, um die Bevölkerung im Ernstfall wie bei Unwettern, Bränden, Stromausfällen, Chemieunfällen oder anderen Großschadenslagen schnell, zuverlässig und flächendeckend zu erreichen. Gerade in der aktuellen Sicherheitslage sind funktionierende und moderne Warnsysteme essentiell.

Mit der Förderung in Frankfurt stellen wir die Infrastruktur zukunftssicher auf und verbessern den Schutz der Bürger nachhaltig. Der Ausbau der Sirenen ist ein klares Bekenntnis zur Verantwortung für Sicherheit, Vorsorge und Resilienz der Stadt Frankfurt.

Ein ebenso unverzichtbarer Pfeiler der Gefahrenabwehr sind die Feuerwehren, die im Ernstfall die Warnungen in konkrete Hilfe umsetzen. Ob bei Bränden, Unfällen, Naturkatastrophen oder technischen Hilfeleistungen – sie stehen rund um die Uhr bereit. Unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner leisten Enormes für die Sicherheit unserer Gesellschaft. Die Feuerwehr Frankfurt kann auf mehr als 1.500 Einsatzkräfte zurückgreifen. Mit über 4.000 Einsätzen sind die Kameraden besonders stark gefordert. Ich danke allen für ihren Einsatz, ihre Professionalität und ihr ehrenamtliches Engagement und hoffe, dass die neuen Sirenen den Schutz weiter erhöhen werden“, sagte Heimatschutzminister Poseck abschließend.

Modernes Sirenennetz stärkt Bevölkerungsschutz

„Frankfurt ist mit 782.000 Menschen die fünftgrößte Stadt Deutschlands. Wir sind eine Stadt mit dichter Bebauung und einer einzigartigen Hochhausstruktur. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir die Bevölkerung im Ernstfall schnell und zuverlässig warnen können. Mit dem Aufbau eines modernen Sirenennetzes stärken wir gezielt den Bevölkerungsschutz in unserer Stadt. Wir sorgen dafür, dass Warnungen flächendeckend ankommen – auch dort, wo andere Kanäle an ihre Grenzen stoßen“, ergänzt Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef. Nach aktuellen Schätzungen wird die gesamte Modernisierungsmaßnahme rund vier Millionen Euro kosten. Die über die Förderung hinausgehenden Kosten trägt dabei die Stadt Frankfurt, die in der Folge auch für Instandhaltung, Wartung und Pflege der Anlagen aufkommen wird.

Gefördert werden sowohl die Neuerrichtung moderner elektronischer Sirenen – als Mastsirenen auf freistehenden Befestigungen oder als Dachsirenen auf Gebäuden – als auch die Migration bestehender E57-Sirenen auf zeitgemäße elektronische Systeme. Alle geförderten Anlagen entsprechen den aktuellen Sicherheits-, Bau- und technischen Standards. Das Land Hessen setzt damit ein klares Zeichen für einen leistungsfähigen, zukunftssicheren Bevölkerungsschutz und für die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und Einsatzkräften vor Ort.

Hintergrundinformationen zum Sirenenförderprogramm und hessenWARN-APP

Mit dem Sonderförderprogramm „Sirenen in Hessen“ wird grundsätzlich die Neuerrichtung elektronischer Sirenen in Mast- oder Dachmontage sowie die Umrüstung bestehender Sirenen auf moderne elektronische Sirenen zur Warnung und Entwarnung der Bevölkerung, die über das TETRA BOS-Netz angesteuert werden können, gefördert. Die Warnung der Bevölkerung ist Aufgabe der Kommunen. Das Land unterstützt sie mit diesem Förderprogramm nach Kräften.

Bereits im Jahr 2024 erhielten hessische Kommunen 471 Bescheide zur Förderung von Sirenenanlagen in Höhe von insgesamt 2.355 Millionen Euro aus dem hessischen Förderprogramm „Sirenen in Hessen.

Hessen verfügt mit der hessenWARN-App über ein zusätzliches Warninstrument, das zuverlässig und flächendeckend über verschiedene Gefahrenlagen informiert. Das System, das in Hessen inklusive der Vorgänger-App „KatWARN“ aktuell von fast einer Mio. Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird, bietet Gefahren- und Katastrophenwarnungen verschiedener Behörden aus einer Hand, z. B. sind auch die Feuerwehren, Polizei sowie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie an hessenWARN beteiligt.

Eine Übersicht der 93 Förderungen mit einer Gesamthöhe von 1.225 Millionen Euro auf nachfolgende Landkreise und Kommunen wie folgt:

Insgesamt erhielt die Stadt 2 Zuwendungen in gesamthöhe von 10.000€

Insgesamt erhielte 1 Kommunen 1 Zuwendungen in Gesamthöhe von 5.000 €

  • Kronberg im Taunus: 5.000 €

Insgesamt erhielten 3 Kommunen 28 Zuwendungen in Gesamthöhe von 140.000 €

  • Wald-Michelbach: 10.000 €
  • Viernheim: 10.000 €
  • Bensheim: 120.000 €

Insgesamt erhielte 1 Kommunen 1 Zuwendungen in Gesamthöhe von 5.000 €

  • Hilders: 5.000 €

Insgesamt erhielte 1 Kommunen 6 Zuwendungen in Gesamthöhe von 30.000 €

  • Rüsselsheim: 30.000€

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 2 Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 €

  • Nentershausen: 5.000 €
  • Marktgemeinde Haunetal: 5.000€

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 2 Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 €

  • Stadt Kassel: 5.000 €
  • Wesertal : 5.000€
     

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 5 Zuwendungen in Gesamthöhe von 25.000 €

  • Löhnberg: 15.000 €
  • Elz: 10.000 €

Insgesamt erhielte 3 Kommunen 11 Zuwendungen in Gesamthöhe von 55.000 €

  • Korbach: 30.000 €
  • Willingen: 20.000 €
  • Diemelstadt: 5.000 €

Insgesamt erhielte 1 Kommunen 2 Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 €

  • Herborn: 10.000 €
     

Insgesamt erhielte 1 Kommunen 3 Zuwendungen in Gesamthöhe von 15.000 €

  • Sinntal: 15.000 € 

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 13 Zuwendungen in Gesamthöhe von 65.000 €

  • Stadt Michelstadt: 5.000 €
  • Reichelsheim: 60.000 €
     

Insgesamt erhielte 1 Kommunen 2 Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 €

  • Felsberg: 10.000 €

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 3 Zuwendungen in Gesamthöhe von 15.000 €

  • Stadt Homberg (Ohm): 10.000 €
  • Mücke: 5.000 €

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 7 Zuwendungen in Gesamthöhe von 35.000 €

  • Bad Sooden – Allendorf: 10.000 €
  • Stadt Almerode: 5.000 €
  • Berkatal: 20.000 €

Insgesamt erhielte 2 Kommunen 2 Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000 €

  • Stadt Friedberg: 5.000 €
  • Stadt Butzbach: 5.000 €

Insgesamt erhielt die Stadt 2 Zuwendungen in Gesamthöhe von 10.000€