Ein AB Gefahrgut wird bei der Bekämpfung der Folgen von Chemie- und Gefahrgutunfällen eingesetzt, wie sie in Produktionsbetrieben oder auf Autobahnen vorkommen können. Anlässlich des Termins in Neu-Isenburg stellte die Feuerwehr auch eine neue Drehleiter mit Korb (DLK 23/12) in Dienst. Zur Förderung der Fahrzeugbeschaffung hatte der Innenstaatssekretär bereits im Juli 2024 einen Bescheid über einen Betrag von 136.400 Euro übergeben.
Bei seinem Besuch in Neu-Isenburg hob Martin Rößler die Notwendigkeit einer guten Feuerwehrausstattung für unterschiedliche Einsatzszenarien hervor: „Auf seinen fast 25 Quadratkilometern Fläche hat Neu-Isenburg sehr verschiedene Einsatzorte für eine Feuerwehr, die sich folglich auch auf unterschiedliche Szenarien einstellen muss: Es gibt Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete, in denen Feuer ausbrechen können, es gibt Autobahnen, Landstraßen und Bahntrassen, auf denen es zu Unfällen kommen kann, es gibt aber auch viel Natur, so dass in Hitzeperioden die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden besteht.
Die Brandbekämpfer aus Neu-Isenburg sind motiviert und gut ausgebildet; es freut mich, dass das Land ihre Ausstattung fördern kann. Hunderte von Einsätzen kommen jedes Jahr in Neu-Isenburg zusammen. Ich danke allen Einsatzkräften für ihren wichtigen Dienst und wünsche ihnen dabei das stets hilfreiche Quäntchen Glück.“
Umfangreiche Investitionen im Brandschutz
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Im Rahmen seiner Unterstützung investiert das Land schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS). Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden rund 135 Fahrzeuge und rund 60 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 baulichen Maßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro. Auch im Jahr 2026 wird die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz investieren und die Einheiten bedarfsgerecht stärken.
Auch der Landkreis Offenbach hat von Landesmitteln profitiert: Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt fünf Fahrzeuge und zwei bauliche Maßnahmen mit einer Gesamthöhe von mehr als 670.000 Euro gefördert.