Brandbekämpfer aus Bründersen haben sich im Jahr 2025 das Ziel gesetzt, gemeinsam ihre Fitness für Einsätze zu stärken. In einer eigens gegründeten Laufgruppe trainierten sie ein gutes halbes Jahr lang für den Kassel-Halbmarathon. Bei den wöchentlichen Lauftrainings, die zusätzlich zum regulären Einsatz- und Übungsdienst stattfanden, wurden sie von einem Personal Trainer begleitet. Bei ihrer Teilnahme am Halbmarathon im September warben die Feuerwehrleute dann mit einheitlichen Shirts für das ehrenamtliche Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr Bründersen. Für das vorbildliche Projekt erhielt die Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen-Bründersen eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro.
Innenstaatssekretär Martin Rößler lobte anlässlich der Auszeichnung die Disziplin der Brandbekämpfer: „Die Freiwilligen Feuerwehrleute aus Wolfhagen-Bründersen haben mit ihrem Projekt bewiesen, dass sie nicht nur im Einsatz, sondern auch beim Laufen über großes Durchhaltevermögen verfügen. Mit den wöchentlichen Trainingseinheiten haben sie nicht nur ihre körperliche Fitness, sondern auch den Brandschutz in Wolfhagen gestärkt. Freiwillige Feuerwehrleute benötigen körperliche Kraft und Ausdauer, um mit ihrer mitunter schweren Schutzausrüstung handlungsfähig zu sein. Die Idee, unter professioneller Anleitung für eine Halbmarathon-Teilnahme zu trainieren, ist vor diesem Hintergrund hochsinnvoll. Den Laufwettbewerb über eigens gestaltete Shirts gleich noch mit der Mitgliederwerbung zu verbinden, war das Tüpfelchen auf dem ,i‘. Ich danke allen Feuerwehrleuten aus Bründersen sehr herzlich für ihr Engagement und gratuliere ihnen zur verdienten Auszeichnung ,Feuerwehr des Monats Januar 2026‘.“
Die Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen ist in neun Stadtteilfeuerwehren mit insgesamt mehr als 280 aktiven Einsatzkräften gegliedert. In den neun Kinderfeuerwehren engagieren sich insgesamt etwa drei Dutzend Mädchen und Jungen, in den neun Jugendfeuerwehren insgesamt mehr als 130 Jugendliche. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt stadtweit mehr als 100 Mitglieder. Im Jahr 2025 rückten die Einsatzkräfte Wolfhagens insgesamt zu fast 400 Einsätzen aus.
Hintergrund zur „Feuerwehr des Monats“
Als „Feuerwehr des Monats“ zeichnet das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz seit August 2007 Freiwillige Feuerwehren aus, die neue oder innovative Ideen erfolgreich in die Tat umgesetzt haben. Diese Impulse und der geleistete Einsatz sollen nicht verborgen bleiben, sondern anerkennend ausgezeichnet werden und anderen Feuerwehren als gutes Beispiel dienen. Die Ausgezeichneten werden regelmäßig im „FLORIAN Hessen“, dem zentralen Fachmagazin für die Feuerwehren in Hessen, und auf der Internetseite des Hessischen Innenministeriums vorgestellt. Zudem erhält die ausgezeichnete Feuerwehr eine Anerkennungsprämie in Höhe von 1.000 Euro. In den vergangenen sechzehn Jahren wurden bereits mehr als 185 Freiwillige Feuerwehren in Hessen ausgezeichnet.
Land Hessen investiert umfangreich in den Brand- und Katastrophenschutz
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Im Rahmen seiner Unterstützung investiert das Land schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS). Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden rund 135 Fahrzeuge und rund 60 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 baulichen Maßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro. Auch im Jahr 2026 wird die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz investieren und die Einheiten bedarfsgerecht stärken.
Auch die Stadt Wolfhagen hat von der Landesförderung profitiert: Im Zeitraum von 2020 bis 2025 erfolgten drei Förderungen, zwei davon für Fahrzeuge, eine für eine bauliche Maßnahme. Das Gesamtvolumen betrug 355.300 Euro.