Roman Poseck steht gemeinsam mit fünf Männern vor einem Rettungswagen. Die anderen Männer tragen Einsatzkleidung der Malteser, der ASB und der DLRG.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Großübung stärkt Zusammenarbeit im Ernstfall

Heimatschutzminister Roman Poseck hat die großangelegte Katastrophenschutzübung „FRARescueFusion“ in Frankfurt besucht und dabei die Leistungsfähigkeit sowie das außergewöhnliche Engagement der Einsatzkräfte hervorgehoben. Die Übung, die sich über das gesamte Stadtgebiet erstreckt, gilt als die bislang größte ihrer Art und setzt neue Maßstäbe in der Vorbereitung auf komplexe Gefahrenlagen.

Heimatschutzminister Roman Poseck erklärt: „Diese Katastrophenschutzübung ist in ihrer Dimension und Qualität herausragend. Sie zeigt eindrucksvoll, wie gut unsere Einsatzkräfte vorbereitet sind und mit welcher Professionalität hier gearbeitet wird. Dass eine Übung dieser Größenordnung vollständig auf ehrenamtlichem Engagement basiert, verdient größten Respekt. Viele Menschen opfern hier ihre Freizeit, um für den Ernstfall bereit zu sein – das ist alles andere als selbstverständlich und ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Sicherheitsarchitektur.

Realitätsnahe Großschadenslage im Fokus

Mit rund 250 Einsatzkräften und etwa 120 Verletztendarstellern wird bei „FRARescueFusion“ eine realitätsnahe Großschadenslage simuliert. Ziel ist es auch, die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen weiter zu verbessern. Der sogenannte „Fusion“ Ansatz stellt dabei die enge Verzahnung aller beteiligten Akteure in den Mittelpunkt und trainiert gezielt die Schnittstellen zwischen Hilfsorganisationen und Behörden. Diese Form der Zusammenarbeit ist angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage von wachsender Bedeutung. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie vielfältig und komplex Krisen sein können – von Naturkatastrophen über Pandemien bis hin zu den Auswirkungen internationaler Konflikte. Gerade in der heutigen Zeit gewinnen Übungen wie diese mehr Bedeutung denn je. Wir müssen jederzeit auf unterschiedlichste Szenarien vorbereitet sein. Eine funktionierende Gefahrenabwehr lebt von regelmäßiger Übung, von Abstimmung und Vertrauen. Genau das wird hier auf beeindruckende Weise gelebt. Es ist mir eine große Ehre und zugleich eine persönliche Freude, mir diese Übung heute vor Ort ansehen zu dürfen. Ich danke allen Beteiligten, die zum Gelingen der Übung beitragen.

Dass dieses Konzept funktioniert, belegt auch der 2. Platz des Katastrophenschutzpreises im vergangenen Jahr. Die Übungsreihe wurde offiziell gewürdigt; auch ich schließe mich gerne an. Wir sind stolz, dass wir uns in Hessen auf so einen starken Katastrophenschutz verlassen können. Die Großübung der FRARescueFusion ist ein vorbildliches Beispiel für hohe Innovationskraft und Praxisnähe und gilt als wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes.

Investitionen und Schulungen sichern Einsatzfähigkeit

Der Hessische Katastrophenschutz nimmt schon jetzt im Ländervergleich einen Spitzenplatz ein und ist so gut aufgestellt und ausgestattet wie nie zuvor: Das Land Hessen investiert wie kaum ein anderes in die Ausstattung des Katastrophenschutzes und hat so im Rahmen einer vielbeachteten Ausstattungsoffensive Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 100 Millionen Euro bereitgestellt. Die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz konnte so seit 2008 von 278 auf über 900 mehr als verdreifacht werden. 2025 wurden unter anderem 26 Sonderanhänger Versorgung, 26 Sonderanhänger Betreuung, neun Abrollbehälter Plattform, sieben Abrollbehälter Pritsche, drei Abrollbehälter Tankstelle sowie zwei Abrollbehälter Löschwasserversorgung beschafft.

Seit 2023 stellt das Innenministerium zudem ein landesweites Schulungsangebot für Katastrophenschutz- und Verwaltungsstäbe bereit. Damit stärken wir flächendeckend die Handlungsfähigkeit im Krisenfall. Bis Mitte 2026 werden alle 21 Landkreise und sechs kreisfreien Städte einschließlich der Stadt Hanau das Angebot genutzt haben, ihre Stäbe in bis zu neun aufeinander aufbauenden Modulen ausbilden zu lassen. 

Mit einem gut aufgestellten Katastrophenschutz leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur zivilen Verteidigung in Deutschland, was angesichts der aktuellen Sicherheitslage von besonderer Relevanz ist.“