Poseck mit einer Gruppe von meist traditionell gekleideten Personen auf einer Bühne.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Heimatvertriebene zeigen Kultur beim Hessentag

Anlässlich des 63. Hessentages in Fulda nahmen Innenminister Roman Poseck und der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Andreas Hofmeister MdL gemeinsam am Kulturfest des Bundes der Vertriebenen (BdV), Landesverband Hessen e.V. teil.

Innenminister Roman Poseck erklärte in seinem Grußwort: „Gerade Veranstaltungen wie das Kulturfest des BdV Hessen zeigen eindrucksvoll, was Hessen kennzeichnet und unser Land so lebens- und liebenswert macht: die Menschen, ihre Geschichten, ihre Kultur und ihre Traditionen. Unsere Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler sind dabei wertvolle Kulturträger. Sie bewahren wertvolle Bräuche, geben Erinnerungen weiter und leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer gemeinsamen Identität.

Dass dieses Kulturfest alljährlich auf dem Hessentag stattfindet, hat eine besondere Symbolkraft. Denn der Hessentag wurde einst von Ministerpräsident Georg-August Zinn ins Leben gerufen, um Alteingesessene und Neubürger zusammenzubringen und den vielen deutschen Heimatvertriebenen in Hessen ein neues Heimatgefühl zu vermitteln. Dieser Gedanke des Miteinanders und des Zusammenhalts prägt den Hessentag bis heute. Mit Musik, Tanz, Trachten, kulinarischen Spezialitäten und großer Herzlichkeit hat der BdV Hessen auf dem Hessentag einmal mehr gezeigt, wie vielfältig und lebendig dieses kulturelle Erbe ist. Das Kulturfest steht zugleich für Erinnerung, Heimatverbundenheit und gelebten Zusammenhalt. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen sind solche Orte der Begegnung und des Miteinanders von besonderer Bedeutung.

Ich danke dem BdV Hessen, seinem Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann, der stellvertretenden Vorsitzenden und Kulturbeauftragten Rose-Lore Scholz sowie allen ehrenamtlich Engagierten herzlich für ihren Einsatz. Sie leisten einen wertvollen Beitrag, Kultur, Brauchtum und historische Erinnerung lebendig zu halten. Der Bund der Vertriebenen ist ein wichtiges Stück Hessen.“

Kulturfest mit Musik, Tanz und Erinnerung

Unter der Moderation der BdV-Kulturbeauftragten und stellvertretenden BdV-Landesvorsitzenden Rose-Lore Scholz wurde das Kulturfest wieder unter dem Motto „Unsere Heimat Hessen – Musik, Tanz & Kulinarik der Deutschen aus dem östlichen Europa“ begangen. Die Festrede von Ministerpräsident Boris Rhein wurde von abwechslungsreichen Musik-, Gesangs- und Tanzdarbietungen umrahmt, welche die Kultur und das Brauchtum von deutschen Heimatvertriebenen sicht- und hörbar präsentierten.

In seinen Abschlussworten zum Kulturfest dankte Landesbeauftragter Hofmeister allen Beteiligten für den gelungenen Nachmittag, der verdeutlicht habe, wie lebendig Verbände und Landsmannschaften die Erinnerungskultur pflegen und zukunftsgerichtet arbeiten. „Das Schicksal und die Leistungen der deutschen Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedler sind Teil der deutschen und hessischen Geschichte. Bewusstsein für das was war und wie es dazu kam, ist ein wichtiges Fundament für unser friedliches Zusammenleben. Gerade im 80. Jubiläumsjahr unseres Bundeslandes Hessen gilt es auch den Blick auf die Ankunft der Vertriebenentransporte vor 80 Jahren zu richten, nicht zuletzt in Fulda und der Region. Bei allen Herausforderungen und Verlusten ist am Ende vieles gut geworden, was schlussendlich auch als Hoffnung gebendes Motiv für heute und die Zukunft bleibt“, betonte Andreas Hofmeister abschließend.