Innenminister Roman Poseck mit Bürgermeister Jens Fröhlich und Polizeivizepräsident Dirk Fornoff bei der Siegelübergabe.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Höchst im Odenwald als 169. KOMPASS-Partnerkommune begrüßt

Innenminister Roman Poseck hat heute die Stadt Höchst im Odenwald als 169. Partner des hessischen KOMPASSS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) begrüßt. Mit dem Beitritt bekennt sich die Kommune zu einer noch engeren Zusammenarbeit von Stadt, Polizei und Bürgerschaft, um die Sicherheit vor Ort weiter zu stärken und das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Im nächsten Schritt werden gemeinsam mit den Bürgern, der Kommune und der Polizei Sicherheitsbedarfe vor Ort identifiziert, um durch geeignete Maßnahmen das Sicherheitsgefühl der Bürger weiter zu stärken.

Hessens Innenminister Roman Poseck hob besonders die Bedeutung des Programms für die kommunale Sicherheitsarbeit hervor: „Hessen ist und bleibt ein sicheres Land. Die Kriminalitätsentwicklung geht insgesamt in die richtige Richtung. Besonders in Höchst im Odenwald hat sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren stetig verbessert und bewegt sich insgesamt auf einem stabilen Niveau. So lag die sogenannte Häufigkeitszahl – die Anzahl von Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner – in 2024 mit 2.955 weit unter dem Landesdurchschnitt mit 6.046. Auch die Aufklärungsquote lag 2024 mit 68,2% weit über dem Landesdurchschnitt. Die gute Sicherheitslage verdanken die Bürger vor allem den Polizisten vor Ort, die rund um die Uhr für die Sicherheit im Einsatz sind.

Es geht aber nicht nur um Zahlen, sondern auch um das Sicherheitsgefühl der Bürger. Dieses soll mit KOMPASS gesteigert werden. Mit dem Beitritt zu KOMPASS setzt die Stadt Höchst im Odenwald ein klares Zeichen für Prävention, Zusammenarbeit und Verantwortung. Ziel ist es, Sicherheitsbedarfe frühzeitig zu erkennen und gemeinsam passgenaue Lösungen zu entwickeln. KOMPASS ist dabei kein starres Konzept, sondern ein praxisnaher Prozess, der sich an den konkreten Herausforderungen vor Ort orientiert.

Die Stadt Höchst im Odenwald hat bereits einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen. In den Kindertageseinrichtungen und der kommunalen Jugendarbeit werden gezielt Präventionsmaßnahmen umgesetzt, um frühzeitig auf Herausforderungen zu reagieren. Die Ordnungspolizei wurde personell von zwei auf fünf Mitarbeiter aufgestockt und mit erweiterten Befugnissen ausgestattet. Regelmäßige Streifendienste in den Abendstunden sowie die Umgestaltung des Ortskerns mit dem Montmelianer Platz als hellem, offenem Versammlungsort stärken das Sicherheitsgefühl weiter. Vier Sicherheitsberater für Senioren und zwölf sogenannte Leon-Hilfeinseln bieten Menschen jeden Alters gezielte Unterstützung in einer Notsituation.

Weitere Maßnahmen sind derzeit in der konkreten Planung und sollen zeitnah umgesetzt werden, darunter der Ausbau des Streifendienstes in der Gemeinde, die engere Zusammenarbeit zwischen Ordnungsamt und Polizei sowie die Erarbeitung eines Raser/Poser-Konzeptes. Zudem strebt Höchst im Odenwald die Einrichtung einer Videoschutzanlage im öffentlichen Raum an.

Die Gemeinde Höchst im Odenwald zeigt mit ihrem Engagement für mehr Sicherheit, wie vorbildlich und zukunftsorientiert Kommunalpolitik sein kann. Die Gemeinde setzt auf ein breites Spektrum an Maßnahmen, die das Sicherheitsgefühl aller Bürger stärken. Mit diesen innovativen Ansätzen ist Höchst im Odenwald nicht nur ab sofort eine KOMPASS Kommune, sondern auch ein Vorbild für andere.“

Dirk Fornoff, Polizeivizepräsident von Südhessen, begrüßt den Schritt der Stadt ebenfalls. „Die Gemeinde Höchst darf sich ab sofort KOMPASS-Kommune nennen und steht nun dafür, dass in Kooperation mit der Polizei gemeinsam an der Stärkung der Sicherheit gearbeitet wird. Ich freue mich sehr darüber, diese Thematik künftig mit den Bürgerinnen und Bürgern zu besprechen und zu erörtern. Mit zielgerichteten Präventionsmaßnahmen wird das Sicherheitsgefühl weiter gestärkt und gemeinsam werden wir Lösungen für die konkreten Probleme vor Ort finden. Dies wird für ein echtes Sicherheitsplus in Höchst sorgen.“

Die KOMPASS-Sicherheitsinitiative 

Mit dem 2017 initiierten KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel (KOMPASS) hat das Hessische Innenministerium ein Angebot für Städte und Gemeinden oder auch Stadtteile eingerichtet, mit dem diese in Zusammenarbeit mit den relevanten gesellschaftlichen Akteuren und der hessischen Polizei ihre Sicherheitsarchitektur gezielt weiterentwickeln können, um vor allem die gefühlte Sicherheitslage zu verbessern. Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme bestehender Präventionsangebote und der Sicherheitslage sowie einer Bürgerbefragung sollen konkrete Lösungsvorschläge für die Sicherheitsbedarfe vor Ort erarbeitet werden. Im Rahmen des bundesweit einmaligen Programms, über das gegenwärtig 168 hessische Kommunen im Austausch mit ihren Bürgerinnen und Bürgern stehen, wurden hessenweit zahlreiche Sicherheitsanalysen und Bürgerbefragungen zur Erkennung von Problemfeldern in Kommunen und der Entwicklung entsprechender Lösungsansätze durchgeführt.

Die Sicherheitsprogramme des Landes Hessen sind unter dem Dach von „Gemeinsam Sicher in Hessen“ sind gebündelt online über das „Sicherheitsportal Hessen“ zugänglich. Das Sicherheitsportal vereint die Meldestelle „HessenGegenHetze“, die Onlinewache der Polizei Hessen und den landesweiten Mängelmelder, an dem mehr als 340 von 421 hessischen Kommunen teilnehmen. Das Sicherheitsportal ist unter https://sicherheitsportal.hessen.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster erreichbar.