Die diesjährige Sommertour von Innenminister Roman Poseck steht unter der Überschrift „SICHERHEIT ENTSTEHT VOR ORT – INNENMINISTER IM DIALOG MIT DER POLIZEI“. Heute steht die Sommertour auch im Fokus der Zusammenarbeit zwischen Bayern und Hessen. Innenminister Roman Poseck hat heute Vormittag die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich in München besucht, die auch mit der Polizei Hessen zusammenarbeitet und sie in Sicherheitsfragen berät. Im Anschluss unterzeichnete der Minister gemeinsam mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung einer Virtual Reality Trainingsfläche im Landeskriminalamt. Danach setzte Roman Poseck seine Sommertour in Hessen in der Polizeistation Seligenstadt fort, die eine von 13 Polizeistationen in Südosthessen ist.
Innenminister Roman Poseck erklärte nach seinem Besuch: „Kriminalität und Gefahrenlagen enden nicht an der Landesgrenze. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass die bayerische und hessische Polizei eng und ohne Reibungsverluste zusammenarbeiten. Die Polizeistation Seligenstadt grenzt unmittelbar an die Zuständigkeitsbereiche der Polizeiinspektionen Aschaffenburg und Alzenau in Bayern. Die Beamten haben während meines Besuches berichtet, dass die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg sehr gut funktioniert. Das zeigt sich insbesondere bei gemeinsamen Einsätzen bei Fahndungen und Gefährdungslagen. Bayern und Hessen arbeiten in Sicherheitsfragen Hand in Hand. Die objektive Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen sind in beiden Bundesländern ein Schwerpunkt. Ich danke den Polizisten in Bayern und Hessen ausdrücklich dafür, dass sie partnerschaftlich und professionelle für Sicherheit in der Grenzregion sorgen.“
Maßnahmen zeigen Wirkung
Ein weiterer Schwerpunkt des Ministerbesuchs war die Entwicklung der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Seligenstadt: „Das Straftatenaufkommen wurde in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Die Häufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, lag 2024 bei 4.064 und im vergangenen Jahr nur noch bei 3.507 Straftaten. Das ist eine Verringerung des Straftatenaufkommens um knapp 14 Prozent. Damit liegt die Häufigkeitszahl im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Seligenstadt weit unter dem hessischen Durchschnitt von 6.000. Besonders hervorheben möchte ich zudem die gute Aufklärungsquote. Sie ist von 55,1 Prozent im Jahr 2023 auf nunmehr 64,1 Prozent gestiegen. Das ist ein enormer Sprung, der auch zeigt, wie engagiert und erfolgreich unsere Polizeikräfte vor Ort arbeiten.
Diese positive Entwicklung ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis gezielter Maßnahmen für mehr Sicherheit vor Ort. So wurde die Polizeipräsenz auf den Straßen erhöht, mittlerweile ist rund um die Uhr eine zusätzliche Streife unterwegs. Die Mindestbesetzung der durchgehend geöffneten Dienststelle wurde ebenfalls verstärkt, sodass die Polizei noch schneller und sichtbarer reagieren kann. Seit Oktober 2024 ist zudem eine Schutzfrau vor Ort fest verankert und damit eng in das Geschehen der Gemeinden eingebunden. Zur möglichen Einrichtung einer Videoschutzanlage am Bahnhof Seligenstadt stehen Polizei und Kommune im engen Austausch, um für noch mehr Sicherheit vor Ort zur sorgen.
Höchste Sicherheitsstandards
Auch bei großen Veranstaltungen wie dem traditionsreichen Rosenmontagszug, der Jahr für Jahr rund 40.000 Besucher nach Seligenstadt lockt, setzt die Polizei auf höchste Sicherheitsstandards. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Sicherheitsauflagen für Veranstalter, etwa durch den Einsatz von Durchfahrtssperren, sorgt die Polizei dafür, dass solche Feste unbeschwert gefeiert werden können. Ich durfte im Oktober 2025 der Gemeinde Mainhausen einen Zuwendungsbescheid aus dem Sofortprogramm des Landes „Sicherheit bei Veranstaltungen“ für eine Kooperation mit den Gemeinden Hainburg und Seligenstadt überreichen. Seligenstadt beschafft zentral Schutzvorrichtungen, die von den Kommunen für die sichere Durchführung von Veranstaltungen genutzt werden können.
Die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kommunen zeigt sich auch bei dem Präventionsprogramm KOMPASS. Ich durfte Seligenstadt im April das Begrüßungsschild übergeben und freue mich, dass die Stadt damit offiziell noch vertiefter Präventionsmaßnahmen umsetzt.
Der Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Seligenstadt wird immer sicherer. Das haben die Bürger vor allem einer professionellen und hoch engagierten Polizei zu verdanken. Auf die Beamten ist vor Ort Verlass. Ich danke den Polizisten für ihren Einsatz für ein Mehr an Sicherheit.“
Südosthessens Polizeivizepräsidentin Anja Wetz, äußerte sich über den Besuch: „Wir freuen uns, dass der Minister sich die Zeit genommen hat, die Polizeistation Seligenstadt heute besucht hat. Damit zeigt er wiederholt sein Interesse an der täglichen Arbeit unserer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sowie an den Arbeitsbedingungen vor Ort. Besonders schätzen die Kolleginnen und Kollegen, dass er ihnen mit einem offenen Ohr begegnet und sich persönlich über die aktuellen Themen und Herausforderungen informiert. Dieser direkte Austausch ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung.“
Hintergrund
Die Polizeistation Seligenstadt ist zuständig für die Kommunen Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen mit 45.246 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 64,71 km².