Minister gibt Interview

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister besucht Wetzlar-Münchholzhausen

Roman Poseck: „In solchen Stunden zeigt sich, wie stark der Zusammenhalt in unserem Land ist.“

Nach dem schweren Unwetter am gestrigen Mittwochabend hat Hessens Innenminister Roman Poseck heute Abend  den besonders betroffenen Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen besucht und sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Manfred Wagner vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Der Minister sprach mit Betroffenen, Einsatzkräften und kommunalen Verantwortlichen über die Folgen des Tornados und die laufenden Aufräumarbeiten.

In Münchholzhausen wurden insgesamt 58 Gebäude beschädigt. Sechs davon sind derzeit unbewohnbar. Trotz der erheblichen Schäden wurde niemand verletzt. Auch Solms-Oberndorf war von einem Tornado betroffen.

Innenminister Roman Poseck erklärte: „Es war mir wichtig, heute nach Münchholzhausen zu kommen, mit den Menschen vor Ort zu sprechen und mir selbst ein Bild von den Folgen des Tornados zu machen. Was ich hier gesehen habe, bewegt mich sehr. Innerhalb weniger Minuten hat der Tornado das Leben vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Wo gestern noch der ganz normale Alltag stattgefunden hat, stehen Familien heute vor beschädigten Häusern und abgedeckten Dächern. Umso erleichterter und dankbarer bin ich, dass niemand verletzt wurde. Den Betroffenen wünsche ich viel Kraft für die kommenden Tage. Sie sollen wissen: Sie sind in dieser schwierigen Situation nicht allein.

Mein besonderer Dank gilt den Einsatzkräften, die seit gestern mit großem Engagement vor Ort sind. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren sofort zur Stelle, haben Gefahrenstellen und beschädigte Gebäude gesichert und den Menschen unmittelbar geholfen. Stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer möchte ich Einsatzleiter Tim Jöckel und den Leiter der Feuerwehr Wetzlar, Erwin Strunk, besonders hervorheben. Viele unserer Einsatzkräfte engagieren sich ehrenamtlich und sind zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit, Verantwortung für andere zu übernehmen. Dafür gebührt ihnen unser höchster Respekt und unsere große Dankbarkeit.

Solche Ereignisse zeigen, wie unverzichtbar ein leistungsfähiger Brand- und Katastrophenschutz ist. Dabei kommt es auf moderne Technik und eine gute Ausstattung an, vor allem aber auf die Menschen, die für andere einstehen. In solchen Stunden zeigt sich, wie stark der Zusammenhalt in unserem Land ist. Einsatzkräfte, kommunale Verantwortliche, Nachbarn und freiwillige Helfer packen gemeinsam an. Diese Hilfsbereitschaft macht Mut und zeigt: Wenn es darauf ankommt, stehen die Menschen füreinander ein.“

Erhebliche Schäden in Münchholzhausen und Solms-Oberndorf

Das schwere Unwetter zog am Mittwochabend über Teile Mittelhessens und hinterließ insbesondere im Großraum Wetzlar erhebliche Schäden. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte das Auftreten eines Tornados im Großraum Wetzlar. Die genaue Stärke des Wetterereignisses wird derzeit noch untersucht.

Besonders betroffen war der Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen. Insgesamt wurden dort 58 Gebäude beschädigt. Sechs davon sind aufgrund der schweren Schäden derzeit unbewohnbar. Dächer wurden teilweise vollständig abgedeckt und Gebäudeteile durch die enorme Kraft des Sturms fortgetragen. Trotz der erheblichen Sachschäden wurde niemand verletzt.

Auch Solms-Oberndorf war von einem Tornado betroffen. Dort kam es infolge des Unwetters zu insgesamt 27 Einsätzen. In 24 Fällen wurden Häuser beschädigt, zwei davon sind derzeit unbewohnbar. 

Zahlreiche Einsatzkräfte in Münchholzhausen vor Ort

Zur Bewältigung der Unwetterfolgen waren in Münchholzhausen ca. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Unterstützt wurden sie von weiteren 45 Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks aus Limburg, Siegen, Wetzlar und Dillenburg. Gemeinsam sicherten sie Gefahrenstellen und beschädigte Gebäude und unterstützten die betroffenen Menschen bei den notwendigen Sicherungs- und Aufräumarbeiten.

Hessen stärkt den Brand- und Katastrophenschutz

Das Land Hessen stärkt den Brand- und Katastrophenschutz kontinuierlich und unterstützt die Kommunen insbesondere bei Investitionen in Feuerwehrhäuser, moderne Einsatzfahrzeuge und Ausstattung. Ziel ist es, den Einsatzkräften auch bei außergewöhnlichen Wetterereignissen bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit zu bieten.

Das Unwetter in Mittelhessen zeigt zugleich, wie wichtig leistungsfähige Strukturen und das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen sind. Neben moderner Technik und Ausstattung sind es vor allem gut ausgebildete und engagierte Einsatzkräfte, die dafür sorgen, dass den Menschen auch bei plötzlich eintretenden und schweren Schadenslagen schnell und wirksam geholfen werden kann.

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