Innenminister Poseck steht mit drei Männern und zwei Frauen vor einem Gebäude.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister Poseck begrüßt Rödermark als dritte KOMPASS Resilienz Kommune

Unter Federführung des Innenministeriums veranstaltet die Hessische Landesregierung ab dem 7. September eine Resilienzwoche. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sensibilisierung für Krisenprävention und eine angemessene persönliche Vorsorge. Eine Woche lang informiert das Innenministerium zu Themen wie dem Packen eines Notfallbeutels oder dem Anlegen eines sinnvollen Vorrats. Innenminister Roman Poseck besucht in diesem Rahmen unter anderem Schulen, Kommunen und Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur, um die Aufmerksamkeit für das Thema Resilienz zu erhöhen. Begleitet wird die Resilienzwoche von einer ressortübergreifenden Social-Media-Kampagne.

Im Rahmen der Themenwoche begrüßte Innenminister Roman Poseck heute die Stadt Rödermark offiziell als dritte Kommune im KOMPASS Resilienz-Programm. Um die Teilnahme am Programm sichtbar zu machen, übergab der Minister Bürgermeister Jörg Rotter das KOMPASS Resilienz-Schild und betonte das große Engagement der Gemeinde:

Für den Ernstfall widerstandsfähiger werden

„Resilienz und Krisenprävention sind keine optionalen Kompetenzen mehr. In Zeiten akut bedrohter innerer und äußerer Sicherheit müssen auch die Kommunen Vorkehrungen treffen, um für den Ernstfall widerstandsfähiger zu werden. Rödermark geht diesen Weg und hat sich früh für die Teilnahme am Hessischen Landesprogramm KOMPASS Resilienz angemeldet. Heute freue ich mich, die Kommune offiziell im Programm zu begrüßen.

Schon vor dem Beitritt setzte die Stadtverwaltung erste Maßnahmen im Katastrophenschutz und der Präventionsarbeit um, wie die Einrichtung von Katastrophenschutz-Leuchttürmen. Vorausschauend hat die Kommune zentrale Orte geschaffen, die im Ernstfall als erster Anlaufpunkt für die Bürger zur Verfügung stehen. Zudem wurde ein Krisenstab zur Koordinierung von Maßnahmen eingesetzt und eine Erhebung der Daten zur Infrastruktur durchgeführt.

Mit dem Beitritt in das KOMPASS Resilienz-Programm geht Rödermark nun den nächsten Schritt für ein Mehr an Selbstschutz. In einem ersten Schritt benannte die Kommunalverwaltung eine Resilienzbeauftragte, die zukünftig als zentrale Koordinatorin der Programm-Maßnahmen fungiert. Für die weiteren Schritte im Programm wurden vier zentrale Handlungsfelder für den Ausbau von Resilienz-Strukturen identifiziert. Geplant und zum Teil schon umgesetzt sind Maßnahmen wie regelmäßige Absprachen mit Krisenstäben und die Einrichtung technischer Infrastruktur für den Ernstfall. Aber auch der Kontakt und Austausch mit den Bürgern wird als wichtiges Mittel der Prävention eingesetzt. Oberstes Gebot ist dabei eine niedrigschwellige und bürgernahe Informationsarbeit, wie ein eigens eingerichteter WhatsApp-Kanal für Resilienz- und Katastrophenschutzthemen.

Funktionierende und zuverlässige Sicherheitsarchitektur

Zum Thema Resilienz gehört auch eine funktionierende und zuverlässige Sicherheitsarchitektur. Für ihre proaktive Zusammenarbeit mit der Landespolizei erhielt die Kommune bereits 2023 das KOMPASS-Sicherheitssiegel. Rödermark ist also in zweierlei Hinsicht gut aufgestellt. Präventive Sicherheitsarbeit trifft hier auf eine vorausschauende Entwicklung von Resilienz- und Selbstschutzkompetenzen. Es ist mir daher eine große Freude, heute auch das KOMPASS Resilienz-Schild übergeben zu dürfen.“

Bürgermeister Jörg Rotter und die Erste Stadträtin Andrea Schülner als zuständige Dezernentin für den Aufgabenbereich Sicherheit und Ordnung betonen unisono: „Seit vielen Jahren ist die Stadt Rödermark ein sehr aktiver Partner, wenn vom Sicherheits- und Präventionsprogramm KOMPASS die Rede ist. Deshalb betrachten wir den Einstieg in das ergänzende Aktionsfeld Resilienz als logisch und folgerichtig. Die Landespolizei und unsere Ordnungsbehörde ziehen in bewährter Manier an einem Strang. Die Handlungs- und Widerstandsfähigkeit in Krisenszenarien soll gestärkt werden. Dabei genießt der Schutz der Bevölkerung höchste Priorität. Dieser sinnvollen KOMPASS-Weiterentwicklung gilt unsere volle Unterstützung.“ 

Niederschwellige Programm-Teilnahme / Resilienz-Siegel als Auszeichnung

KOMPASS Resilienz richtet sich an hessische Städte, Gemeinden und Landkreise, die ihre kommunale Resilienz weiterentwickeln möchten. Das Programm baut auf bestehenden Aufgaben der Kommunen im Katastrophen- und Zivilschutz auf und bietet einen zusätzlichen Rahmen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber unterschiedlichen Krisen zu erhöhen.

Voraussetzung zur Teilnahme ist die Benennung einer oder eines Resilienzbeauftragten, die oder der in der Verwaltung die Maßnahmen vor Ort koordiniert und als Ansprechperson fungiert. Die Vernetzung aller relevanten kommunalen Stellen durch einen Resilienzrat bzw. ein kommunales Gremium für Resilienzthemen wird empfohlen, um das Querschnittsthema Resilienz effektiv anzugehen. Synergien mit ggf. bereits bestehenden Gremien vor Ort, wie einem Präventionsrat oder der KOMPASS-Sicherheitskonferenz, können genutzt werden.

Interessierte Kommunen können sich unter resilienz-siegel@innen.hessen.de um eine Programm-Teilnahme bewerben. Hat eine Kommune aus jedem KOMPASS Resilienz-Handlungsfeld mindestens eine Maßnahme auf den Weg gebracht oder umgesetzt, kann sie die Checkliste samt einer kurzen formlosen Beschreibung jeder Maßnahme und der ausführlicheren Darstellung einer besonders erfolgreichen Maßnahme in der Geschäftsstelle KOMPASS Resilienz einreichen. Werden die Maßnahmen als geeignet bewertet, die Resilienz vor Ort nachhaltig zu erhöhen, wird die Kommune für ihr Engagement für ein krisenfestes Gemeinwesen mit dem Resilienz-Siegel ausgezeichnet.