Acht Personen, darunter Innenminister Poseck und Männer in Polizeikleidung, stehen nebeneinander vor einer Wand.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister Poseck besucht Polizeistation Butzbach

Im Rahmen der Respektwoche des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz hat Innenminister Roman Poseck am heutigen Mittwoch die Polizeistation Butzbach besucht.

Gemeinsam mit dem Leiter der Dienststelle, Erstem Polizeihauptkommissar Axel Reinhardt, informierte sich der Minister über die Arbeit der Polizeistation und kam mit den Beamten über ihren Dienstalltag, über Herausforderungen und über ihre Erfahrungen im Umgang mit Bürgern ins Gespräch. Im Anschluss überreichte er der Dienststelle ein Kinderbild aus dem Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“, den das Innenministerium anlässlich des Landesjubiläums ausgelobt hat.

Innenminister Roman Poseck betonte anlässlich seines Besuchs: „Die Respektwoche ist mir jedes Jahr ein besonderes Anliegen. Ich besuche in diesen Tagen ganz bewusst Dienststellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, um den Frauen und Männern persönlich zu danken, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen in Hessen sorgen. Dieser Dank gehört nicht in ein Grußwort am Schreibtisch, sondern dorthin, wo der Dienst tatsächlich geleistet wird.

Vorbereitung auf besondere Einsatzlagen

Die Polizeistation Butzbach steht beispielhaft für ein besonders vielseitiges Aufgabenprofil. Betreut werden rund 44.000 Einwohner in den Städten Butzbach und Münzenberg sowie in den Kommunen Rockenberg und Ober-Mörlen auf einer Fläche von etwa 192 Quadratkilometern. Die Kollegen verbinden die Einsatzlage einer gewachsenen Kernstadt mit der Betreuung kleiner, ländlich geprägter Ortsteile. Hinzu kommt eine verkehrsgeografisch herausgehobene Lage mit der A 5, dem Gambacher Kreuz, den Bundesstraßen 3 und 275 sowie der Anbindung an die Main-Weser-Bahn. Örtlicher Verkehr, Pendlerverkehr und überregionaler Durchgangsverkehr treffen hier unmittelbar aufeinander.

Eine weitere Besonderheit sind die beiden Justizvollzugsanstalten im Dienstgebiet. Aus der JVA Butzbach und der JVA Rockenberg ergeben sich zusätzliche Aufgaben, von Schutzmaßnahmen und Transporten über Bürgerbeschwerden bis zur Vorbereitung auf besondere Einsatzlagen. Diese Arbeit läuft weitgehend im Hintergrund ab und wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Sie erfordert Erfahrung, enge Abstimmung und ein hohes Maß an Verlässlichkeit.

Kriminalitätslage der Polizeistation Butzbach ist stabil

Die Kriminalitätslage der Polizeistation Butzbach ist stabil. Die Häufigkeitszahl, also die Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt im Zuständigkeitsbereich bei 4.544 und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in in den Jahren 2024 und 2023. Sie liegt zudem unter dem Landesdurchschnitt von 6.000 Straftaten pro 100.000 Einwohnern. Dass die Menschen in Butzbach sicher leben, ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis konsequenter Polizeiarbeit und einer guten Zusammenarbeit vor Ort. Die Polizisten leisten täglich Herausragendes für ein Mehr an Sicherheit.

Die Stadt Butzbach ist seit 2022 KOMPASS-Kommune, eine Schutzfrau vor Ort ist fester Ansprechpartner im Stadtgebiet. Sicherheit entsteht dort, wo Polizei, Kommune und Bürgerschaft an einem Strang ziehen.

Zugleich erleben unsere Einsatzkräfte immer häufiger Anfeindungen, Beleidigungen und Gewalt. Im vergangenen Jahr wurden 5.507 Einsatzkräfte Opfer einer Straftat, davon 5.303 Polizeivollzugsbeamte, 181 Rettungsdienstkräfte und 23 Feuerwehrleute. Gegenüber dem Vorjahr sind das insgesamt 267 zusätzliche Opfer.

Ein ehrliches Zeugnis

Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch. Wer Polizisten, Feuerwehrleute oder Rettungskräfte angreift, greift unser Gemeinwesen insgesamt an. Der Rechtsstaat muss darauf konsequent und mit Nachdruck reagieren. Mit dem Respekt-Paket der Hessischen Landesregierung haben wir deshalb bereits im Jahr 2024 ein Bündel an Maßnahmen auf den Weg gebracht, das von besserer Ausstattung und Entschädigung bei Angriffen bis zu Dialogformaten mit jungen Menschen reicht. Respekt lässt sich nicht verordnen, aber wir können ihn einfordern, vorleben und früh vermitteln.

Wie selbstverständlich Kinder diesen Respekt empfinden, zeigt der Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“. Kinder aus ganz Hessen haben ihren persönlichen Helden gemalt: Polizisten, Feuerwehrleute und Kräfte des Rettungsdienstes. Diese Bilder sind mehr als eine schöne Geste. Sie sind ein ehrliches Zeugnis dafür, welche Bedeutung die Blaulichtfamilie für unsere Gesellschaft hat. Deshalb gehören sie nicht in einen Ordner, sondern an die Wände der Wachen, Feuerwehrhäuser und Rettungswachen vor Ort.

Ich freue mich sehr, heute eines dieser Bilder, das ein 7-jähriger Junge aus Ober-Mörlen gemalt hat, an die Polizeistation Butzbach überreichen zu können. Mein Dank gilt allen Beschäftigten der Polizeistation Butzbach für ihren täglichen Dienst für die Sicherheit. Ihr Einsatz verdient Respekt Sie können sich auf die Unterstützung der Hessischen Landesregierung verlassen.“

Respekt-Paket

Die Hessische Landesregierung hat im September 2024 ein Respekt-Paket auf den Weg gebracht, mit dem sie sich für mehr Anerkennung und Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einsetzt. Anlass sind die seit Jahren hohen Zahlen von Angriffen auf Einsatzkräfte. Das Paket umfasst Maßnahmen zur Würdigung der Arbeit der Einsatzkräfte, zu ihrer besseren Ausstattung und Entschädigung sowie zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung, darunter auch Dialogformate zwischen Polizei und Schülerinnen und Schülern.

Bestandteil des Respekt-Pakets ist die jährliche Respektwoche rund um den Tag des Respekts am 18. September. In dieser Woche besucht der Innenminister Innenstaatssekretär Dienststellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, um mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und ihnen für ihren Dienst zu danken.

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