Mit dabei waren unter anderem die Polizeidirektion Hochtaunus, die Polizeistation Bad Homburg, die Feuerwehr Bad Homburg und der Hochtaunuskreis. Von 10 bis 15 Uhr hatten Bürger die Möglichkeit, mit Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und die unterschiedlichen Aufgaben der Blaulichtorganisationen kennenzulernen.
Poseck wirbt für Respekt
Innenminister Roman Poseck betonte anlässlich des Blaulichttags: „Respekt beginnt mit Begegnung. Genau dafür steht der Blaulichttag in Bad Homburg. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind heute mitten in der Stadt präsent und kommen mit den Bürgern ins Gespräch. Dabei geht es nicht nur um Einsatzfahrzeuge und Uniformen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die dahinterstehen. Wer die Menschen hinter der Uniform kennenlernt, sieht auch die Uniform mit anderen Augen. Begegnungen schaffen Verständnis und helfen unter anderem auch dabei Vorurteile abzubauen.
Unsere Einsatzkräfte übernehmen jeden Tag Verantwortung für andere. Sie schützen Menschen, helfen in Notlagen, retten Leben und sorgen für Sicherheit. Dafür verdienen sie unsere Anerkennung und unseren Respekt. Sicherheit in Hessen wird dabei nicht allein durch hauptamtliche Kräfte gewährleistet. Gerade Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz leben in besonderem Maße vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Sie investieren ihre Freizeit, um für andere da zu sein und Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Dieses Engagement ist ein wichtiger Teil unserer Sicherheitsarchitektur.
Leider erleben unsere Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit auch Beleidigungen, Bedrohungen, Widerstand und tätliche Angriffe. Das können wir nicht akzeptieren. Im Hochtaunuskreis wurden 2025 insgesamt 47 Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte registriert. 2024 waren es 38 Fälle. Im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen wurden im vergangenen Jahr 630 Polizeikräfte angegriffen. Im Jahr zuvor waren es 564. Auch Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren betroffen. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der angegriffen oder bei seiner Arbeit behindert wurde. Unsere Einsatzkräfte müssen ihre Arbeit sicher ausüben können. Wer Einsatzkräfte angreift, greift Menschen an, die anderen Menschen helfen wollen. Das können und werden wir nicht akzeptieren. Respekt muss sich deshalb auch im konkreten Verhalten zeigen. Wer für andere Verantwortung übernimmt, verdient unseren Rückhalt und unsere Wertschätzung. Das gilt ganz besonders für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Viele tun das nicht, weil es ihr Beruf ist, sondern aus Überzeugung. Sie fragen nicht zuerst, was sie dafür bekommen, sondern wo sie gebraucht werden. Dieses Engagement ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.