Herr Poseck steht mit 6 weiteren Personen, teils in Uniformen, vor zwei RTWs und einem Polizei-Motorrad. Jeder hält einen Teddybären in den Händen

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenminister wirbt für mehr Begegnung

Innenminister Roman Poseck hat den Blaulichttag in Bad Homburg im Rahmen der Respektwoche besucht. An dem Aktionstag stehen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Mittelpunkt.

Mit dabei waren unter anderem die Polizeidirektion Hochtaunus, die Polizeistation Bad Homburg, die Feuerwehr Bad Homburg und der Hochtaunuskreis. Von 10 bis 15 Uhr hatten Bürger die Möglichkeit, mit Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und die unterschiedlichen Aufgaben der Blaulichtorganisationen kennenzulernen.

Poseck wirbt für Respekt

Innenminister Roman Poseck betonte anlässlich des Blaulichttags: „Respekt beginnt mit Begegnung. Genau dafür steht der Blaulichttag in Bad Homburg. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind heute mitten in der Stadt präsent und kommen mit den Bürgern ins Gespräch. Dabei geht es nicht nur um Einsatzfahrzeuge und Uniformen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die dahinterstehen. Wer die Menschen hinter der Uniform kennenlernt, sieht auch die Uniform mit anderen Augen. Begegnungen schaffen Verständnis und helfen unter anderem auch dabei Vorurteile abzubauen.

Unsere Einsatzkräfte übernehmen jeden Tag Verantwortung für andere. Sie schützen Menschen, helfen in Notlagen, retten Leben und sorgen für Sicherheit. Dafür verdienen sie unsere Anerkennung und unseren Respekt. Sicherheit in Hessen wird dabei nicht allein durch hauptamtliche Kräfte gewährleistet. Gerade Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz leben in besonderem Maße vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Sie investieren ihre Freizeit, um für andere da zu sein und Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Dieses Engagement ist ein wichtiger Teil unserer Sicherheitsarchitektur.

Leider erleben unsere Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit auch Beleidigungen, Bedrohungen, Widerstand und tätliche Angriffe. Das können wir nicht akzeptieren. Im Hochtaunuskreis wurden 2025 insgesamt 47 Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte registriert. 2024 waren es 38 Fälle. Im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen wurden im vergangenen Jahr 630 Polizeikräfte angegriffen. Im Jahr zuvor waren es 564. Auch Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren betroffen. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der angegriffen oder bei seiner Arbeit behindert wurde.  Unsere Einsatzkräfte müssen ihre Arbeit sicher ausüben können. Wer Einsatzkräfte angreift, greift Menschen an, die anderen Menschen helfen wollen. Das können und werden wir nicht akzeptieren. Respekt muss sich deshalb auch im konkreten Verhalten zeigen. Wer für andere Verantwortung übernimmt, verdient unseren Rückhalt und unsere Wertschätzung. Das gilt ganz besonders für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Viele tun das nicht, weil es ihr Beruf ist, sondern aus Überzeugung. Sie fragen nicht zuerst, was sie dafür bekommen, sondern wo sie gebraucht werden. Dieses Engagement ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Aus Begegnung entsteht Verständnis und aus Verständnis kann Respekt entstehen.

Roman Poseck Innenminister

Bei Besuchen vor Ort konnte ich mich bereits mehrfach davon überzeugen, dass Bad Homburg und der gesamte Hochtaunuskreis über hoch professionelle und sehr engagierte Einsatzkräfte in allen Blaulichtorganisationen verfügen. Dass der Hochtaunuskreis einer der sichersten Landkreise Hessens mit einer Kriminalitätsbelastung erheblich unter dem Hessenschnitt ist, ist beispielsweise auch der herausragenden Arbeit der Polizistinnen und Polizisten hier vor Ort zu verdanken.

Respekt und Resilienz gehören dabei zusammen. Ein resilienter Staat braucht resiliente Strukturen, vor allem aber Menschen, auf die wir uns verlassen können. Unsere Einsatzkräfte sind ein wesentlicher Teil dieser Resilienz. Sie müssen auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben und für andere da sein. Dafür brauchen sie gute Rahmenbedingungen, eine gute Ausstattung und Ausbildung, aber auch den Rückhalt der Gesellschaft.

Als Hessische Landesregierung unterstützen wir unsere Einsatzkräfte durch Ausstattung, Ausbildung, Schutz und Wertschätzung. Respekt darf nicht nur ein Thema für eine Aktionswoche sein. Er muss im täglichen Miteinander gelebt werden. Heute stehen deshalb die Menschen im Mittelpunkt. Ich freue mich, dass die Bürger in Bad Homburg die Gelegenheit haben, unsere Einsatzkräfte kennenzulernen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Aus Begegnung entsteht Verständnis und aus Verständnis kann Respekt entstehen. Respekt ist keine Einbahnstraße. Er ist die Grundlage für ein gutes Miteinander und damit auch für ein sicheres und resilientes Hessen.“

Respekt-Paket

Anlässlich des Landesjubiläums 80 Jahre Hessen hat das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz den Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“ ausgelobt. Kinder waren aufgerufen, ihren persönlichen Helden zu malen. Jedes teilnehmende Kind erhält als Dankeschön einen Rettungsteddy. Rettungsteddys kommen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auch im Einsatz zum Tragen, um Kindern in belastenden Situationen Halt und Trost zu geben. Seit dem 14. September 2026 werden die eingesandten Bilder nach Möglichkeit vor Ort an die zuständige Polizeistation, Freiwillige Feuerwehr oder den Rettungsdienst überreicht.

Die Hessische Landesregierung hat im September 2024 ein Respekt-Paket auf den Weg gebracht, mit dem sie sich für mehr Anerkennung und Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einsetzt. Anlass sind die seit Jahren hohen Zahlen von Angriffen auf Einsatzkräfte. Das Paket umfasst Maßnahmen zur Würdigung der Arbeit der Einsatzkräfte, zu ihrer besseren Ausstattung und Entschädigung sowie zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung, darunter auch Dialogformate zwischen Polizei und Schülern. Im Rheingau-Taunus-Kreis fand ein solches Dialogforum der Reihe „Cops im Dialog“ im Mai 2025 an einer Schule in Bad Schwalbach statt.

Bestandteil des Respekt-Pakets ist die jährliche Respektwoche rund um den Tag des Respekts am 18. September. In dieser Woche besuchen der Innenminister und der Innenstaatssekretär Dienststellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, um mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und ihnen für ihren Dienst zu danken.

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