Als gemeinnütziger Verein mit sechs Landesorganisationen, Körperschaften und assoziierten Mitgliedern vermittelt und organisiert die Deutsch-Baltische Gesellschaft Treffen und Tagungen in Deutschland und im Baltikum; außerdem betreibt sie im Haus der Balten in Darmstadt die Baltische Landeskundliche Sammlung, eine Spezialbibliothek mit Sachbüchern zum Baltikum. Hessen ist seit dem Jahr 1990 Patenland der Deutsch-Baltischen Gesellschaft.
Heute wurde anlässlich des Gründungsjubiläums der Deutsch-Baltischen-Gesellschaft ein Festakt im Rahmen der Kulturtage Mare Balticum 2025 ausgerichtet. Neben dem Bundesvorsitzenden Andreas Hansen, dem Bundesvorstand der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, dem Hessischen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Andreas Hofmeister haben auch viele Mitglieder, Gäste und Freunde an des Feierlichkeit teilgenommen.
Innenminister würdigt die Arbeit der Gesellschaft
Innenminister Roman Poseck führte in seiner Rede aus: „Es ist mir eine besondere Ehre, heute der Deutsch-Baltischen Gesellschaft zum 75-jährigen Bestehen zu gratulieren und ihre beeindruckende kulturelle Leistung zu würdigen. Die Deutsch-Baltische Gesellschaft leistet seit 75 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung. Wir blicken auf ein Dreivierteljahrhundert zurück, in dem Menschen zusammengefunden haben, die das Baltikum in ihrem Herzen tragen und die den kulturellen, historischen und menschlichen Brückenbau zwischen Deutschland, Estland, Lettland und Litauen lebendig halten.
Wenn wir auf das Jahr der Gründung zurückblicken, sehen wir eine Zeit des Neubeginns. Viele der damals Beteiligten hatten selbst ihre Heimat verloren, doch nicht ihre Kultur, ihre Sprache, ihre Tradition und ihren unerschütterlichen Willen, diese weiterzugeben. Sie haben sich zusammengeschlossen, um diese Werte zu bewahren und weiterzugeben.
In den vergangenen 75 Jahren hat die Gesellschaft unzählige Begegnungen ermöglicht – von wissenschaftlichen Tagungen über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu einem lebendigen Netzwerk. Heute ist die Deutsch-Baltische Gesellschaft ein Ort des Erinnerns und der Verantwortung.
Das Land Hessen fühlt sich der Gemeinschaft in besonderer Weise verbunden. Im Jahr 1990 hat die Hessische Landesregierung die Patenschaft über die Deutsch-Baltische Gesellschaft übernommen. Diese steht als Zeichen des Respekts und der Solidarität bis heute fort. Sie ist Ausdruck gelebter Partnerschaft und eines gemeinsamen Verständnisses für die Bedeutung von Herkunft, Erinnerung und kultureller Identität. Hessen bekennt sich auch heute dazu, diese Verantwortung im Bewusstsein unserer Geschichte und in Verantwortung für die kommenden Generationen weiterzutragen. Die Hessische Landesregierung fördert daher den Verein – seit 2023 mit jährlich 100.000 Euro. Damit wollen wir einen Beitrag zur Pflege des kulturellen Erbes der Deutsch-Balten und ihrer Traditionen leisten.“