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Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Innenstaatssekretär begrüßt Bad Camberg als Kommune im KOMPASS Resilienz-Programm

Martin Rößler: „Mit der Teilnahme an KOMPASS Resilienz und vielfältigen Maßnahmen setzt die Stadt ein deutliches Zeichen für mehr Krisenfestigkeit.“

Die Stadt Bad Camberg will noch stärker für Krisen vorsorgen und nimmt deshalb am neuen Landesprogramm KOMPASS Resilienz teil. Innenstaatssekretär Martin Rößler hat die Kommune offiziell im Programm begrüßt. Bei einem Termin im Bad Camberger Rathaus überreichte er das KOMPASS Resilienz-Schild an Bürgermeister Daniel Rühl. Der Begrüßung Bad Cambergs im KOMPASS Resilienz-Programm ging eine Bewerbung der Kommune durch deren eigens ernannten Resilienzbeauftragten Matthias Muth voraus. Mittlerweile nehmen insgesamt 29 hessische Kommunen an KOMPASS Resilienz teil.

Martin Rößler lobte die Verantwortlichen der Stadt Bad Camberg für die umgesetzten und geplanten Maßnahmen: „Kommunale Krisenfestigkeit ist vor dem Hintergrund der internationalen Bedrohungslage, des Klimawandels und anderer Herausforderungen wichtiger denn je. Bad Camberg hat das erkannt: Mit der Teilnahme am Programm KOMPASS Resilienz und vielfältigen Maßnahmen setzt die Stadt ein deutliches Zeichen für mehr Widerstandsfähigkeit.

Zusätzlich zu bereits ergriffenen Resilienzmaßnahmen wie der Einrichtung eines kommunalen Katastrophenschutzlagers und einer Diesel-Kraftstoffreserve plant die Stadt unter anderem die Schaffung eines Resilienzrats, regelmäßige Stabsübungen und eine verstärkte Vorsorge hinsichtlich der Trinkwasserversorgung. Das alles sind sehr gute und sinnvolle Vorhaben. Sie werden der Stadt Bad Camberg im Krisenfall helfen, funktionsfähig zu bleiben und zum Wohle der Bevölkerung bestmöglich zu agieren. Klar ist, dass Resilienz eine Daueraufgabe ist und nicht mit dem KOMPASS-Programm endet.

Ich wünsche der Stadt Bad Camberg und allen, die dort am Thema Resilienz arbeiten, allzeit gutes Gelingen.“

Veränderte Bedrohungslage im Land

Der Bad Camberger Bürgermeister Daniel Rühl sagte anlässlich der Begrüßung der Stadt im KOMPASS Resilienz-Programm: „Auch die Stadt Bad Camberg muss auf die veränderte Bedrohungslage unseres Landes und zunehmend extreme Wetterereignisse infolge klimatischer Veränderungen reagieren. Wir müssen unsere kommunale Infrastruktur härten und die Funktionsfähigkeit unserer Verwaltung auch in Krisensituationen gewährleisten. Wir haben in den letzten Jahren bereits einiges getan, aber diese neuen Aufgaben stellen uns vor große – auch finanzielle – Herausforderungen. Wir sind dem Land daher für die Unterstützung auch in Form des KOMPASS Resilienz-Programms dankbar.“

Darüber hinaus übergab Innenstaatssekretär Rößler bei dem Termin in Bad Camberg zwei Förderbescheide:

Das Land Hessen unterstützt die Beschaffung eines neuen Staffellöschfahrzeugs (StLF) 20 für die Freiwillige Feuerwehr Bad Camberg, Einsatzabteilung Kernstadt, mit einem Betrag von 53.900 Euro. Der Staatssekretär dankte den rund 60 Einsatzkräften der Kernstadt für ihr unermüdliches Engagement für den Schutz der Bürger vor Ort.

Das „Organisationsteam Adventszauber“ aus dem Bad Camberger Stadtteil Dombach erhält zudem für die Gestaltung eines zentralen Platzes Fördermittel in Höhe von 7.500 Euro aus dem Landesprogramm STARKES DORF+. Martin Rößler würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Organisationsteams und wünschte den Bad Cambergern eine schöne Zeit auf dem neuen Platz.

Niedrigschwellige Programm-Teilnahme mit Siegel als Auszeichnung

KOMPASS Resilienz richtet sich an hessische Städte, Gemeinden und Landkreise, die ihre kommunale Resilienz weiterentwickeln möchten. Das Programm baut auf bestehenden Aufgaben der Kommunen im Katastrophen- und Zivilschutz auf und bietet einen zusätzlichen Rahmen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber unterschiedlichen Krisen zu erhöhen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Benennung einer oder eines Resilienzbeauftragten, die oder der in der Verwaltung die Maßnahmen vor Ort koordiniert und als Ansprechperson dient. Die Vernetzung aller relevanten kommunalen Stellen durch einen Resilienzrat bzw. ein kommunales Gremium für Resilienzthemen wird empfohlen, um das Querschnittsthema Resilienz effektiv anzugehen. Auf Synergien mit schon bestehenden Gremien vor Ort wie einem Präventionsrat oder der KOMPASS-Sicherheitskonferenz kann hingearbeitet werden.

Kommunen können sich unter resilienz-siegel@innen.hessen.de um eine Programm-Teilnahme bewerben. Hat eine Kommune aus jedem KOMPASS Resilienz-Handlungsfeld mindestens eine Maßnahme initiiert oder umgesetzt, kann sie eine Checkliste samt kurzer formloser Beschreibung jeder Maßnahme und der ausführlicheren Darstellung einer besonders erfolgreichen Maßnahme in der Geschäftsstelle KOMPASS Resilienz einreichen. Werden die Maßnahmen für geeignet befunden, die Resilienz vor Ort zu erhöhen, wird die Kommune für ihr Engagement für ein krisenfestes Gemeinwesen mit dem Resilienz-Siegel ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Programm, wie zum Beispiel den Leitfaden und die Checkliste finden sich im Internet unter innen.hessen.de/sicherheit/kompass-resilienz.

Weitere Informationen rund um das KOMPASS Resilienz-Programm und die Themen Resilienz und Krisenvorsorge bietet der Resilienz-Newsletter, der unter der Internetadresse feuerwehr.hessen.de/Resilienz-NewsletterÖffnet sich in einem neuen Fenster abrufbar. 

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