Innenstaatssekretär Martin Rößler hielt bei der Gesprächsveranstaltung unter dem Motto „Sicherheit braucht Verantwortung, Verantwortung braucht Austausch“ ein Grußwort. Dabei ging er auf die Themen Resilienz, Brand- und Katastrophenschutz sowie Zivile Verteidigung ein. Im Anschluss an das Dialogformat wirkte der Staatssekretär bei der offiziellen Indienststellung dreier Löschgruppenfahrzeuge (LF) 10 mit. Das Land Hessen hatte diese mit einem Betrag von jeweils 48.400 Euro gefördert. Die LF 10 werden von Heddernheim, Rödelheim bzw. Sachsenhausen aus in Einsätze starten.
Innenstaatssekretär Rößler lobte die Feuerwehren für ihren starken Beitrag zum Brand- und Katastrophenschutz, hob angesichts internationaler Krisen aber auch die Notwendigkeit des Selbstschutzes für die Zivile Verteidigung hervor: „Im Brand- und Katastrophenschutz kann sich das Land Hessen auf die Feuerwehren verlassen. Deshalb wird die Landesregierung bei der bedarfsgerechten Förderung der Einheiten nicht nachlassen. Jeder der insgesamt 144.000 Euro für die drei neuen Löschgruppenfahrzeuge 10 in Frankfurt ist gut angelegtes Fördergeld, weil diese den Brandschutz und die Sicherheit in der Stadt erhöhen.
Zum Bevölkerungsschutz gehört indes nicht nur eine gut ausgestattete Feuerwehr, sondern auch eine aktive Bevölkerung. Bürger sollten sich selbst und anderen in einer Notlage helfen können. Der Staat und die Einsatzkräfte des Katastrophen- und Zivilschutzes allein können im Krisenfall nicht Lösungen für alle Probleme anbieten. Die Begriffe ,Eigenverantwortung‘, ,Selbstschutz‘ und ,Selbsthilfe‘ müssen wieder in die Köpfe – in unser aller Köpfe! Es ist mehr als ratsam, die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu beherzigen und Vorräte an Essen und Trinken für zehn Tage sowie Vorräte an Hygieneartikeln und eine Hausapotheke anzulegen. Als Land haben wir in Kooperation mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe das Brandschutzerziehungskonzept für den Schulunterricht so ausgebaut, dass neben Inhalten der Brandschutzerziehung auch zentrale Bevölkerungsschutzthemen vermittelt werden.“
Gezielte Förderung des Brandschutzes
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.
Auch im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.
In Frankfurt am Main wurden in den vergangenen fünf Jahren insgesamt acht Fahrzeuge in einer Höhe von insgesamt 198.200 Euro gefördert.