Herr Rößler und Herr Schäfer laufen auf einem Parkplatz nebeneinander her - auf dem Platz stehen Personen sowie diverse Feuerwehr- und Rettungswagen

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Katastrophenschützer trainieren den Ernstfall

Innenstaatsekretär Martin Rößler hat in der Resilienzwoche die Katastrophenschutzübung Frankopia in Frankfurt besucht.

Herr Rößler nahm an einem Rundgang über das Übungsgelände am Osthafen teil. Anschließend eröffnete und verfolgte er gemeinsam mit Martin-Benedikt Schäfer, dem neuen Frankfurter Dezernenten für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, eine Frankopia-Teilübung. Deren zugrundeliegendes Szenario war ein Angriff mehrerer Drohnen auf ein Bahnbetriebswerk der Hafenbahn mit einem Massenanfall an Verletzten (MANV 50) als Folge.

Organisiert hatte die Übung Frankopia, deren Name aus Teilen der Worte „Frankfurt“ und „Utopia“ besteht, die Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Hilfsorganisationen. Dazu gehören der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die Feuerwehr Frankfurt am Main, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, die Rettungshundestaffel Frankfurt am Main und das Technische Hilfswerk.

An der 24-stündigen zweitägigen Übung beteiligten sich insgesamt rund 370 Personen, darunter 80 Verletztendarsteller. 85 Fahrzeuge kamen zum Einsatz. Ein Ziel der Übung war der Aufbau einer stabilen Führungsorganisation im sich entwickelnden, komplexen Einsatzgeschehen.

Rößler würdigt Einsatzkräfte und Übungsszenario

Innenstaatssekretär Rößler betonte bei seinem Besuch den Beitrag kontinuierlichen Übens für einen leistungsfähigen Katastrophenschutz und die Resilienz Hessens: „Großübungen wie Frankopia stärken die Resilienz, weil die Katastrophenschutzorganisationen dabei unter realistischen Bedingungen das gemeinsame Handeln im Ernstfall trainieren. Bei der Teilübung wurde einmal mehr deutlich, dass wir im hessischen Katastrophenschutz gut ausgebildete und hochprofessionell agierende Einsatzkräfte haben. Die Reibungsverluste, die es in komplexen, dynamischen Lagen immer gibt, wurden auf ein Minimum begrenzt, die Übungsziele wurden erreicht.

Den Organisatoren der Übung möchte ich ausdrücklich für die Wahl des Szenarios eines Drohnenangriffs danken. Vor dem Hintergrund der hybriden russischen Kriegsführung haben Drohnen und Drohnenüberflüge stark an Bedeutung gewonnen. Die Landesregierung hat sich des Themas frühzeitig angenommen; es ist gut, dass auch der Katastrophenschutz ,am Ball‘ ist und Drohnen-Szenarien zur Grundlage komplexer Übungen macht.

Ich danke auch den Einsatzkräften, die an der Frankopia-Übung teilgenommen und so ihre Fähigkeiten und Kenntnisse erprobt haben. Ihre Leistung bei der heutigen Übung und im wirklichen Einsatzgeschehen verdient auch unabhängig von der aktuell laufenden Resilienzwoche größten Respekt. Auf die hessischen Katastrophenschutzbehörden ist Verlass! Danke, dass Sie Tag für Tag zur Sicherheit der Menschen in Hessen beitragen.“

Eine Woche für mehr Resilienz

Energieengpässe nach Angriffen auf Versorgungseinrichtungen, IT-Ausfälle nach Cyberattacken, Versorgungsengpässe nach Naturkatastrophen – mögliche Krisenszenarien gibt es viele und manche von ihnen sind wegen der internationalen Bedrohungslage und des Klimawandels wahrscheinlicher geworden. Vor diesem Hintergrund werden Krisenvorsorge und Selbstschutz immer wichtiger. Alle – Institutionen und Einzelpersonen - müssen sich auf die neue Bedrohungslage einstellen und resilienter werden.

Unter Federführung des Innenministeriums führt die Hessische Landesregierung deshalb seit dem 7. September eine Resilienzwoche durch. Im Mittelpunkt steht dabei die Sensibilisierung für Krisenprävention und Vorsorge. Das Innenministerium informiert dabei über Themen wie zum Beispiel das richtige Anlegen von Vorräten. Mit Terminen in Schulen, Kommunen und Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur wird die Aufmerksamkeit für das Thema Resilienz erhöht. Begleitet wird die Resilienzwoche von einer ressortübergreifenden Social-Media-Kampagne. 

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