Menschen schauen in die Kamera

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Kommunalminister zeichnet Roland Petri aus

Roman Poseck: „Roland Petri steht beispielhaft für Menschen, die bereits seit vielen Jahrzehnten Verantwortung für ihre Heimat und das Gemeinwohl übernehmen.“

Kommunalminister Roman Poseck hat heute Roland Petri für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes Hessen ausgezeichnet und ausgeführt:

„Roland Petri steht beispielhaft für Menschen, die bereits seit vielen Jahrzehnten Verantwortung für ihre Heimat und das Gemeinwohl übernehmen. Seit beinahe vier Jahrzehnten gestaltet er die kommunale Politik im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit außergewöhnlicher Kontinuität und großem persönlichem Einsatz. Sein Engagement reicht von der Orts- über die Stadt- bis auf die Kreisebene und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Menschen sind, die sich dauerhaft für ihre Mitmenschen und ihre Kommune einsetzen.

Den Grundstein für sein kommunalpolitisches Wirken legte Roland Petri bereits 1987 als Mitglied des Ortsbeirats Gladenbach-Rüchenbach. Als Ortsvorsteher, später als Schriftführer und stellvertretender Ortsvorsteher, setzte er sich über viele Jahre für seinen Heimatort ein. Seit 1990 gehört er der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gladenbach an. Besonders hervorzuheben ist seine insgesamt 16-jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. In dieser verantwortungsvollen Funktion hat er die Arbeit des Stadtparlaments über viele Jahre hinweg maßgeblich begleitet.

Auch auf Kreisebene hat Roland Petri Verantwortung übernommen. Von 1997 bis 2014 gehörte er dem Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf an. Seit 2014 ist er Mitglied des Kreisausschusses und wirkt darüber hinaus im Jugendhilfeausschuss, in der Sportkommission sowie in weiteren Gremien des Landkreises mit. Beispielhaft für sein Wirken als Kreisbeigeordneter ist sein Engagement im Bereich der Seniorenpolitik. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Beck stellte er 2021 das Altenhilfekonzept der Gemeinde Angelburg ,Merrenee – nitt elee – Gemeinsam statt einsam‘ vor, das im Rahmen des Förderprogramms ,Bausteine für ein gutes Leben im Alter‘ entwickelt wurde.

Höchste Auszeichnung im Land

Auch über seine kommunalpolitischen Mandate hinaus übernimmt Roland Petri Verantwortung. Seit 1990 engagiert er sich als Ortsgerichtsschöffe beim Ortsgericht Gladenbach II. Seit 2007 ist er ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Gießen.

Darüber hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren im Stadtverbandsvorstand der SPD Gladenbach sowie als Delegierter auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Mit seinem langjährigen Wirken hat Roland Petri die kommunale Selbstverwaltung nachhaltig mitgestaltet und sich in besonderer Weise für seine Heimat und die Menschen vor Ort eingesetzt.

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land Hessen für hervorragende Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung vergibt. Seit 1956 wird sie an Persönlichkeiten verliehen, die sich in hervorragender Weise um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Kommunalpolitik lebt von Menschen wie Roland Petri, die Verantwortung übernehmen und sich über viele Jahre hinweg für ihre Mitmenschen einsetzen. Gerade in bewegten Zeiten ist dieses Engagement wichtiger denn je.

Ich freue mich deshalb sehr, Roland Petri heute für seine herausragenden kommunalpolitischen Verdienste mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette auszeichnen zu dürfen. Mit dieser Ehrung möchte ich ihm im Namen der Hessischen Landesregierung Dank und Anerkennung für sein langjähriges und vielseitiges Wirken aussprechen. Ich gratuliere Roland Petri herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Freude und Tatkraft.“

Hintergrund: Freiherr-vom-Stein-Ehrungen

Als preußischer Staatsminister wirkte Karl Freiherr vom und zum Stein (1757-1831), der aus Nassau an der Lahn stammte, auf Reformen hin, die im Jahr 1808 in die Preußische Städteordnung mündeten. Diese wegweisende Ordnung wurde zur Grundlage für die heutige kommunale Selbstverwaltung. Auf dem Wiener Kongress 1815 setzte sich Freiherr vom Stein erfolgreich für das Fortbestehen der staatlichen Selbständigkeit der Stadt Frankfurt am Main ein und wurde dort daraufhin zum Ehrenbürger ernannt. Der Hessische Landtag wählte 1952 als Kommunalverfassung bewusst die Magistratsverfassung in der Tradition der Steinschen Städteordnung von 1808.

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen für kommunale Verdienste. Außer der nur einmal stattfindenden Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette an Gemeinden, die mindestens 750 Jahre alt sind, kann einzelnen Ortsteilen der Gemeinden aus Anlass eines entsprechenden Jubiläums die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde verliehen werden. Seit dem Jahr 1956 wird diese auch an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen, die sich auf dem Gebiet der kommunalen Selbstverwaltung besondere Verdienste erworben haben.

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