Herr Poseck hält gemeinsam mit einer Frau ein KOMPASS Sicherheitssiegel in den Händen - neben ihnen steht ein weiterer Mann, dieser trägt eine festliche Polizeiuniform

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

KOMPASS-Siegel stärkt Prävention in Ronneburg

Innenminister Roman Poseck hat zum Start der Respektwoche die Gemeinde Ronneburg als neue Kommune im KOMPASS Sicherheitsprogramm begrüßt. Zum Termin im Sitzungssaal des Rathauses überreichte der Bürgermeisterin Bianca Finkernagel das KOMPASS-Begrüßungsschild.

Besprochen wurden unter anderem weitere Schritte im Landesprogramm, bisherige Erfolge und Herausforderungen, mit denen die Kommune sich in nächster Zeit befassen wird. Ziel ist dabei die kontinuierliche Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bürger vor Ort.

Innenminister Roman Poseck betonte den Wert der KOMPASS Initiative für Kommune und Bürger: „Heute startet unsere Respektwoche. Wir führen diese bereits im dritten Jahr durch, um auf die steigende Anzahl von Angriffen auf Einsatzkräfte aufmerksam zu machen und unseren Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften zu danken. Die heutige Begrüßung Ronneburgs als KOMPASS-Kommune steht daher unter diesem besonderen Motto.

Ronneburg ist bereits eine sichere Kommune, das zeigt die außergewöhnliche Aufklärungsquote von knapp 73 Prozent im Jahr 2025. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl, die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, bewegt sich 2025 mit 2.180 auf einem sehr niedrigen Niveau im Landesvergleich. Hessenweit lag der Wert im gleichen Jahr bei gut 6.000 Kriminaldelikten pro 100.000 Einwohner. Die Bürger können sich dank der herausragenden Arbeit der Polizei schon jetzt sicher fühlen. Es freut mich umso mehr, dass sich Ronneburg auf den guten Zahlen nicht ausruhen will, sondern mit dem Beitritt des KOMPASS-Programms, das Thema Prävention noch stärker in den Mittelpunkt setzen möchte.

Ronneburg steht exemplarisch für die vielfältigen Ortschaften in Hessen, die unser Bundesland so lebenswert machen. Um diese Lebensqualität der Gemeinde im Herzen des Main-Kinzig-Kreises zu erhalten und auszubauen, hat sich die Kommunalverwaltung entschieden, dem KOMPASS Sicherheitsprogramm beizutreten. Sicherheit ist in erster Linie keine Frage der Ortsgröße, sondern auch ein Gefühl, das es durch geeignete Maßnahmen gemeinsam mit der Polizei herzustellen gilt.

Ronneburg legt großen Wert auf das Sicherheitsgefühl seiner Bürger und zeigt damit, wie auch kleine Gemeinden in Kooperation mit der Polizei für ein Mehr an öffentlicher Sicherheit sorgen können.

Roman Poseck Innenminister

Zu den geplanten Präventionsmaßnahmen zählen in Ronneburg beispielsweise ein Vortrag zum Thema ‚Straftaten gegen ältere Menschen‘ sowie die Entwicklung eines kommunalen Maßnahmenkatalogs. Im Vordergrund stehen dabei bereits jetzt die Themen Sensibilisierung und aufsuchende Sorgearbeit. Die Gemeinde verfügt mit dem Jugend-, Bildungs- und Freizeitzentrum über eine etablierte Einrichtung für Kinder- und Jugendgruppen, Schulen und Vereine, was auch für Präventionsveranstaltungen genutzt wird. Hinzu kommen Maßnahmen der Jugendsozialarbeit, der Gewalt-, Sucht- und Medienprävention sowie Angebote zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Zentral für die Sichtbarkeit der Polizei ist insbesondere die Präsenz der Polizeihauptkommissarin Julia Koch, die als Schutzfrau vor Ort eingesetzt ist. Damit besteht in Ronneburg eine unkomplizierte und niedrigschwellige Möglichkeit, mit der Polizei auch im Alltag in Kontakt zu kommen. Diese Präsenz trägt gleichzeitig zu einem gesteigerten Sicherheitsgefühl bei. Um die Sicherheit durch Polizeipräsenz zu stärken, ist zusätzlich die Einführung eines Freiwilligen Polizeidienstes vorgesehen.

Dass Ronneburg sein Sicherheitsgefühl nun durch den Beitritt zum KOMPASS Sicherheitsprogramm stärken will, begrüße ich ausdrücklich. Ich freue mich deshalb, der Gemeinde heute das Begrüßungsschild zum KOMPASS Sicherheitsprogramm überreichen zu dürfen und wünsche viel Erfolg bei der Erarbeitung neuer Sicherheitsmaßnahmen.“

Polizei und Kommune arbeiten eng zusammen

Martin Nickl, Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, hob in seinem Grußworten hervor: „Durch die Übergabe des KOMPASS-Begrüßungsschilds wird das gemeinsame Engagement der Gemeinde Ronneburg und der Polizei für Sicherheit und Prävention auch nach außen sichtbar. Ronneburg ist bereits heute eine äußerst sichere Kommune. Die Häufigkeitszahl liegt deutlich unter dem hessenweiten Durchschnitt. Dieses hohe Sicherheitsniveau gilt es durch eine nachhaltige Präventionsarbeit sowie die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kommune und Polizei zu sichern und weiter auszubauen. Mit der Teilnahme am KOMPASS-Programm setzt Ronneburg hierfür ein wichtiges Zeichen.“

Die KOMPASS Sicherheitsinitiative

Mit dem im Jahr 2017 initiierten KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel (KOMPASS) hat das Hessische Innenministerium ein Angebot für Städte und Gemeinden oder auch Stadtteile eingerichtet, mit dem diese in Zusammenarbeit mit den relevanten gesellschaftlichen Akteuren und dem Land ihre Sicherheitsarchitektur gezielt weiterentwickeln können, um vor allem die gefühlte Sicherheitslage zu verbessern. Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme bestehender Präventionsangebote und der Sicherheitslage sowie einer Bürgerbefragung sollen konkrete Lösungsvorschläge für die Sicherheitsbedarfe vor Ort erarbeitet werden. Im Rahmen des bundesweit einmaligen Programms, über das gegenwärtig 176 hessische Kommunen im Austausch mit ihren Bürgerinnen und Bürgern stehen, wurden hessenweitzahlreiche Sicherheitsanalysen und Bürgerbefragungen zur Erkennung von Problemfeldern in Kommunen und der Entwicklung entsprechender Lösungsansätze durchgeführt.

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