Innenstaatssekretär Martin Rößler hat der Stadt Erbach bei einem Besuch in Haisterbach einen entsprechenden Zuwendungsbescheid übergeben. Bereits im Januar hatte Innenminister Roman Poseck der Stadt Erbach einen Förderbescheid in Höhe von mehr als 300.000 Euro für den Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Wehren aus Haisterbach und Günterfürst übergeben. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2027 geplant.
Martin Rößler lobte die Verantwortlichen der Kreisstadt Erbach für die Entscheidung zur Zusammenlegung und die vorausschauende Planung: „Mit der Feuerwehrfusion wird der Brandschutz in Erbach zukunftsfähig aufgestellt und die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet. Die Fusionen stellen eine ausreichende Tageseinsatzstärke in den beteiligten Stadtteilen sicher, so dass die Erfüllung der Feuerwehraufgaben bestmöglich erfolgen kann. Mit den Zusammenlegungen können zudem Synergieeffekte und Kosteneinsparungen in Höhe von schätzungsweise mehr als 10.000 Euro pro Jahr erzielt werden. Mein Dank gilt allen, die den Fusionsprozess angestoßen haben und begleiten und darüber hinaus allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Erbach. Ihr ehrenamtliches Engagement verdient Respekt, denn die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hängt davon ab.“
Förderprogramm Interkommunale Zusammenarbeit
Die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) in Hessen ist eine Erfolgsgeschichte: Im Jahr 2004 wurde die erste „Rahmenvereinbarung zur Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit“ in enger Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden ins Leben gerufen. Die Landesregierung hat das Förderprogramm seitdem deutlich ausgebaut. Die Zahl der Aufgabenbereiche und der Kreis der Antragsteller wurden mit jeder neuen Auflage erweitert. Heute sind nahezu alle Aufgabenbereiche von der IKZ-Förderrichtlinie umfasst, und alle Kommunen können Förderanträge stellen. Neuerung in der fünften und aktuell gültigen Auflage der Rahmenvereinbarung von 2021 ist eine stärkere Förderung kreisweiter Kooperationen mit Landkreisen. Außerdem wurde der Katalog förderungsfähiger Aufgaben um „Präventionsmaßnahmen zur inneren Sicherheit“ und „wichtige Zukunftsaufgaben“ erweitert.
Das Programm IKZ überzeugt durch Praxisnähe, einfache Antragstellung und hohe Wirksamkeit: Seit 2008 wurden mehr als 580 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt über 40 Millionen Euro bewilligt, an denen 2.701 Kommunen beteiligt waren (Mehrfachzählung bei mehreren Projekten pro Kommune). Rund 20 Prozent aller IKZ-Förderungen stammen aus dem Bereich Feuerwehr. So kooperieren immer mehr Kommunen bei der Zusammenlegung von Feuerwehren oder der Beschaffung und Wartung von Feuerwehrtechnik. Beispiele sind gemeinsame Schlauchpflegeanlagen und Atemschutzwerkstätten.
Die „Kommunale Beratungs- und Unterstützungsstelle – Partner der Kommunen“ berät hessische Kommunen seit 2009 zu allen Fragen rund um die Interkommunale Zusammenarbeit.