Mehrere Menschen stehen nebeneinander.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Landesbeauftragter bei 36. Landestreffen der Egerländer Gmoin

Der Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler (LBHS), Andreas Hofmeister MdL, nahm am 16. August 2026 auf Einladung der Vorsitzenden Gerlinde Kegel am 36. Landestreffen der Egerländer Gmoin im mittelhessischen Herborn teil. Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen ist die zentrale Veranstaltung im Vereinsleben der Egerländer Gmoin. Der Landesverband Hessen der Bund der Egerländer Gmoin hatte sich 1953 gegründet, nachdem infolge der Vertreibung mit den rund 400.000 Sudetendeutschen auch zahlreiche Egerländer ins Land gekommen waren.

Egerländer für die Zukunft gut aufgestellt

In seinem Grußwort dankte Andreas Hofmeister MdL in Anwesenheit des Bundesvorstehers der Egerländer Gmoin Helmut Kindl aus Ingolstadt für die engagierte Arbeit der Egerländer in Hessen und bundesweit. Die Pflege von Tradition und Brauchtum aus der alten Heimat sowie die Bewahrung des Bewusstseins für die Geschehnisse und der Wege dorthin, sei von hoher Bedeutung und identitätsstiftend. „Man kann es auf den kurzen Ausspruch ‚Zukunft braucht Herkunft‘ bringen,“ so der Landesbeauftragte. Das Landestreffen der Egerländer belege jedoch noch weiteres: „Hier in Herborn zeigt sich heute aber auch, wie lebendig die Gmoin sind. Nicht zuletzt können wir uns darüber freuen, dass sich auch junge Menschen durch ihr Engagement in Trachten- und Tanzgruppen an der Pflege des Brauchtums beteiligen.“ Neben der Bewahrung von Tradition und Brauchtum gehe es auch um den Blick nach vorn. Angesichts des derzeitigen Übergangs von der Erlebnis- zur Bekenntnisgeneration sei es ihm bei seiner Tätigkeit als Landesbeauftragter ein zentrales Anliegen, dass die Begeisterung für die Kulturpflege an die Kinder und Jugendlichen weitergegen werde. Hier liege ein Schwerpunkt seiner Arbeit, wie beispielsweise an dem von ihm initiierten Malwettbewerb „Heimat aus junger Perspektive – Erinnern. Erzählen. Malen.“ zu sehen sei. Daran, dass sich unter den Einsendungen auch Egerländer Motive befunden hätten, sei gleichfalls erkennbar, wie sehr die eigene Identität in vielen Familien gelebt werde. „Ich sehe die Egerländer daher für die Zukunft gut aufgestellt“, bemerkte der Landesbeauftragte anerkennend. Als weitere wesentliche Aufgabe nannte er zudem die Pflege der Kontakte in die Vertreibungs- und Herkunftsgebiete. Die Heimatvertriebenen seien prädestiniert, um als Brückenbauer in Europa zu wirken und einen wichtigen Beitrag zu Aussöhnung und Völkerverständigung zu leisten.

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